Die Bilder auf den Plakaten der Partei Die Linke sind in diesem Wahlkampf die sonderbarsten – und das will was heißen, sind doch die Satzbau-Übungen der Sozialdemokraten schon eine Zumutung. Die Plakate der Linken kommen wie aus einem anderen Jahrhundert daher, sind vollgepackt mit Geschichten. Von was eigentlich, ist schwer zu sagen.
Wer hat so viel Zeit, all die Geschichten zu entziffern, die in den Bildern erzählt werden?
Beim Thema Wohnungsnot ist z. B. vorne eine Szene in Farbe in einem Schrebergarten (?) mit Gießkanne, Blumentöpfen, Dreirad zu sehen und drei lachende Menschen (Oma, Opa mit Enkeltochter?). Im Hintergrund noch eine Szene (in schwarz/weiß) rechts ein 08/15-Neubau. In einem Fenster dort: ein Plakat, auf dem eine Wohnung für 12 Euro pro Quadratmeter angeboten wird. Direkt daneben ein Gebäude mit Rissen in den Wänden. Über allem schweben noch: Baukräne.
So viele Einzelheiten! Man muss sich beim Betrachten wirklich konzentrieren. Sind zwei Welten dargestellt? „Wohnen ist kein Luxus“ steht da. Hatte das jemand behauptet, dass das Wohnen an sich schon Luxus ist? Auch mit Schrift ist das Plakat überfrachtet.
1918 wollte man offenbar nicht wahrhaben, wie gefährlich ein Virus für die Bevölkerung werden kann. „ . . . kein Grund zu ernster Besorgnis vorhanden“. Links: der Originaltext. Rechts: die lesbare Fassung.
Eine sehr kleine Ausstellung hat das Zeitungsmuseum in der Pontstraße zusammengestellt. Dabei gibt es sozusagen nichts zu sehen, nur viel zu lesen. Das ist mühsam . . . aber mit ganz erstaunlichen Erkenntnissen verbunden. Man meint, die Stimmen der Corona-Verharmloser quasi im Originalton aus den ausgestellten Zeitungsartikeln der Jahre 1918/19 herauszuhören.
Je mehr man liest, desto mehr erschreckt man sich: 1918 ging es los – genau wie 2020.
Nicht ganz, denn in unserer Zeit haben das wissenschaftliche Denken und der Wille zur Transparenz relativ flott die Oberhand gewonnen. Aber mir sind noch sehr gut die empörten Sprüche der Menschen im Ohr, die im Februar, März bis in den April 2020 hinein das Problem verharmlost haben. Das waren einige.
Kluges Handeln hat 2020 verhindert, was vor 100 Jahren passierte: Die Apotheken wurden gestürmt, die Krankenhäuser waren rappelvoll und die Menschen starben in Massen. z. B. wurden 800 Tote in einer kleinen Stadt für einen einzigen Tag gemeldet, aber es seien alles Menschen mit schlechter Konstitution gewesen, so steht – noch im Angesicht des Massensterbens alles verharmlosend – sinngemäß da.
Zur Ausstellung wird mitgeteilt: „Im Vergleich mit der Berichterstattung über Covid 19 liest sich vieles erstaunlich aktuell. Auch in früheren Zeiten standen etwa die ärztliche Meldepflicht, Quarantäne-Maßnahmen oder das Verkünden von Wundermitteln auf der journalistischen Agenda.“
Die Ausstellung „Epidemien im Spiegel der Presse“ im Zeitungsmuseum (IZM), Pontstraße 13, ist noch bis zum 17. September zu sehen.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr
Wirrwarr in der Berichterstattung! Ist es nun „eine harmlose Grippe“ oder eine Krankheit, die nur für Schwache gefährlich ist oder doch für relevante Teile der Bevölkerung (Behörden) tödlich?News aus Berlin, München, Dresden, Hanau, Nürnberg, Genf. „Die Hospitäler sind alle von Kranken überfüllt.“Damals wie heute: manche Leute schwören auf homöopathische Mittel. Selbes Thema, anderes Jahrhundert. Heute sind die Zeitungen bunt und voller Bilder.
Die HHG ist Aachens erste und älteste Gesamtschule. Wird man in Aachen und Köln eine Lösung finden, um diese Schule zu erhalten? Sollte das NRW-Schulministerium eingeschaltet werden?
Am Donnerstag kommt es zu einer Sondersitzung des Schulausschusses. Es geht buchstäblich um Alles oder Nichts. Die Politik in Aachen ist sich relativ einig, der Gegner sitzt in Köln.
Einziges Thema der Sondersitzung ist die Heinrich-Heine-Gesamtschule (HHG). Die Bezirksregierung Köln will dieser Schule untersagen, neue Eingangsklassen einzurichten. Was das faktische Aus bedeuten würde. Der (gute) Grund für die Kölner: In der Schule werden seit nunmehr 4 Jahren viel zu wenig Kinder angemeldet, statt mindestens 100 sind es immer nur etwa 30, zuletzt nicht mal 30.
In Jahrgangsstufe 5 und 6 gibt es eindeutig viel zu wenig Kinder, ab 7 und 8 ist dagegen alles rappelvoll, da läuft der Unterricht vierzügig, es gibt die geforderten vier Parallelklassen.
Anfangs zu wenig Kinder, später ist alles voll – Wie kann das sein?
Es gibt in Aachen immer noch Eltern, die ihr Kind nach der Grundschule zum Gymnasium schicken, obwohl die Kinder keine Empfehlung für diese Schulform haben. Diese Kinder scheitern dann nicht selten im Gymnasium in den unteren Klassen und können in einer Hauptschule oder in der Laurensberger HHG angemeldet werden. Und in der HHG ist man von Seiten der Pädagogen sozusagen längst darauf spezialisiert, „schwierige Fälle“ doch noch zum Abitur zu bringen. Dort werden schöne Erfolge erzielt.
Die Heinrich-Heine-Gesamtschule (HHG) in Laurensberg kämpft um ihren Bestand. Die Fotos entstanden bei einer Protest-Aktion im August.
Die HHG ist Aachens älteste Gesamtschule. Schon bei ihrer Gründung war klar, dass Laurensberg für eine Gesamtschule eventuell der falsche Standort ist. Die Schule ist von Burtscheid aus, von Forst und Rothe Erde aus und sogar aus der Innenstadt heraus schwer zu erreichen. Kaum jemand will seinem Kind nach der Grundschule einen so weiten Weg zumuten, wo am Bushof umgestiegen werden muss.
Wäre es also eine Lösung, die HHG mehr in die Innenstadt zu verlegen? Wenn ja, wohin da?
Die Bezirksregierung hat vorgeschlagen, die HHG in eine Sekundarschule (eine Art erweiterte Realschule) zu verwandeln. Bei Lichte besehen: Das will in Aachen niemand, aus gutem Grund. Alle Parteien wollen die HHG erhalten, man unterscheidet sich nur in der Einschätzung, wie hoch die Chancen sind, dass das noch gelingen kann.
Noch wichtig: In Aachen fehlen Gesamtschulplätze, es sind bis auf die HHG alle Gesamtschulen bei Anmeldeverfahren überlaufen, jedes Schuljahr müssen Kinder abgewiesen werden. In so einer Situation eine Gesamtschule zu schließen – erscheint widersinnig.
Innen berieten jüngst die Politiker*innen, von draußen machten Protestierende auf sich aufmerksam.
Mehr relevante Infos zur Sondersitzung (Donnerstag, 10. September, 17 Uhr, Mensa des St. Leonhard Gymnasiums, Jesuitenstraße 9) hier.
Briefwahl-Antrag notfalls noch bis Freitag, 18 Uhr, möglich
Die steigende Tendenz bei der Briefwahl hat sich auch diesmal fortgesetzt. Bis Montagmittag, 7. September, sind bereits über 46 000 Briefwahlunterlagen versandt worden. Das teilte jetzt das Wahlamt mit.
Bei der letzten Kommunalwahl 2014 hatten in Aachen insgesamt 33 392 Menschen per Briefwahl abgestimmt.
Wer per Brief wählen will, kann einen entsprechenden Antrag noch bis Freitag, 11. September, 18 Uhr, beim Wahlamt der Stadt Aachen, Blücherplatz 43, oder im Bezirksamt seines Stadtbezirkes stellen. Nur in Ausnahmefällen, wenn jemand zum Beispiel plötzlich erkrankt ist, kann der Antrag auf Briefwahl auch noch bis zum Wahlsonntag, 13. September, spätestens 15 Uhr, gestellt werden.
Der Wahlbrief mit den entsprechenden Stimmzetteln für die Kommunalwahl muss am Sonntag bis spätesten 16 Uhr beim Wahlamt oder beim Bezirksamt eingegangen sein.
Bürger*innen, die Briefwahl beantragt haben und keinen Wahlschein erhalten haben, werden dringend aufgefordert, sich mit dem Wahlamt in Verbindung zu setzen. Wer glaubhaft versichern kann, dass die Briefwahlunterlagen nicht zugegangen sind, kann bis Samstag, 12. September, spätestens 12 Uhr, nach telefonischer Terminverein barung
Foto: Archiv
Briefwahlunterlagen im Wahlamt abholen. Danach ist eine erneute Erteilung eines Wahlscheins nicht mehr möglich.
Im Wählerverzeichnis ist ein Sperrvermerk eingetragen, so dass der Wähler im Wahllokal am Wahlsonntag nicht wählen kann. Alle Infos zur Wahl gibt es wie immer auch im Internet unter aachen.de/wahlen.
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Sprech- und Öffnungszeiten des Aachener Wahlamtes, Blücherplatz, und der Bezirksämter am Wahl-Wochenende:
Freitag, 11. September, 8 bis 18 Uhr.
Samstag, 12. September, 8 bis 12 Uhr (nach telefonischer Terminvereinbarung, bei glaubhafter Versicherung, dass der Wahlschein nicht zugegangen ist).
Am Samstag, 12. September bietet die Volkshochschule (VHS) Aachen in Zusammenarbeit mit dem Büro für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement das Seminar „Grundlagen für die Öffentlichkeitsarbeit“ an.
Die Fortbildung findet am Samstag, 12. September von 10 bis 15 Uhr statt. Die Teilnehmenden lernen die Grundlagen wirkungsvoller Öffentlichkeitsarbeit kennen. Außerdem sind sie dazu eingeladen, Beispiele vergangener Öffentlichkeitsarbeit (zum Beispiel Pressemitteilungen, Flyer oder Plakate) mitzubringen, um daran zu lernen.
Die Leitung übernimmt Yvonne Michel. Sie ist Diplom-Medienberaterin mit dem Schwerpunkt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Social Media Managerin der Fachhochschule Köln.
Die Teilnahmegebühr beträgt 45 Euro. Für Inhaberinnen und Inhaber des Aachener Ehrenamtspasses gilt ein ermäßigter Preis von 25 Euro. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.
Mit einem Hashtag im Internet oder einem Text in einem Schaufenster: Es gibt viele Möglichkeiten, die Öffentlichkeit zu informieren. Foto: Archiv
In Aachen geht es heute (Sonntag) in einer Woche um die Frage: Wer wird neuer Oberbürgermeister? Die Person ist Chef der Stadtverwaltung mit etwa 5500 Mitarbeiter*innen. Ganz schön viel. Und es geht um die Frage: Wer kommt in den Stadtrat? Das ist ein Gremium, das über alles entscheidet, was in Aachen wichtig ist.
Ihr bekommt 4 Stimmzettel. Manche meinen, sie bekommen nur einen Zettel. Nein. Es sind 4 Zettel. Es werden nämlich auch noch die Bezirksvertretungen* und der StädteRegionstag gewählt.
Es gibt 162 Wahllokale in ganz Aachen, die sind alle von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Falls ihr nicht Briefwahl gemacht habt, findet ihr die Adresse von eurem Wahllokal auf der Benachrichtigung.
In Aachen gibt es 194.500 Wahlberechtigte. Man nimmt an, dass diesmal 60 Prozent von denen zur Wahl gehen. Aber das weiß man jetzt noch nicht genau. Die Leute und Parteien, die ihr wählt, sind dann für genau 5 Jahre (bis 31. Oktober 2025) im Amt (falls sie sich nicht vorher heillos zerstreiten und das Handtuch werfen). Wahlalter: ab 16.
Bei der letzten Wahl des Stadtrates (2014) war das Ergebnis: CDU: 28 Sitze, SPD: 20 Sitze, Grüne: 13 Sitze, Die Linke: 5 Sitze, FDP: 3 Sitze, Piraten: 3 Sitze, AfD: 2 Sitze, UWG: 1 Sitz, Pro NRW: 1 Sitz.
CDU und SPD bildeten eine Koalition und setzten alles um, was sie sich zusammen ausgedacht haben. Eigentlich hätte die SPD auch mit den Grünen, der Linken, mit Piraten und UWG die Mehrheit gehabt. Aber die Sozialdemokraten zogen es vor, mit der CDU die Stadt zu regieren. Wobei die CDU die führende Rolle übernahm.
*Aachen ist aufgeteilt in 7 Bezirke. Als da wären: Richterich, Laurensberg, Aachen-Mitte, Haaren, Eilendorf, Brand und Kornelimünster/Walheim. Auch die Bezirke haben kleine Parlamente, wo alles für den jeweiligen Bezirk Wichtige besprochen und vorentschieden wird. Auch die Mitglieder der Bezirke könnt ihr am Sonntag, 13. September, wählen.
Der hellgrüne Stimmzettel ist von besonderer Bedeutung.
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Ehrlich gesagt: Die grüne Kandidatin Sibylle Keupen hat ganz schön viele Unterstützer*innen. Ich bin erstaunt. Sogar mein alter Kollege Manfred Kutsch wählt diesmal GRÜN, und teilt es mit. Könnte das eventuell doch sein, dass Aachen nach 770 Jahren und 256 Männern tatsächlich erstmals eine Frau als Oberbürgermeister bekommt?
Weil man sich in diesen Zeiten nicht in größeren Gruppen versammeln soll, gibt es im Wahlkampf – notgedrungen – viele Video-Befragungen und Video-Aufzeichnungen. Und nicht so viele Podiumsdiskussionen in Schulen, Vereinen, Verbänden und Initiativen.
Die Pandemie verlangt, dass Schutzvorschriften eingehalten werden. Auch wenn wir später einmal feststellen sollten, dass wir beim Schutz deutlich zu weit gegangen sind, ist es vermutlich keine Katastrophe, wenn man – der Gesundheit zu Liebe – mal mehr tut als eigentlich nötig ist. Die Infos im Internet haben zudem noch den Vorteil, dass sie vordergründig betrachtet, keinen Müll produzieren und zu Terminen angeschaut werden können, wenn man gerade Zeit hat.
Unten könnt ihr eine von mehreren Befragungen einsehen. Es sind vier Fragen, die es in sich haben. Viel Spaß beim Zuschauen.
Die Gruppe „Runder Tisch Klimanotstand“ hat Fragen u. a. an Matthias Achilles (Piratenpartei).
Der neue Wagen bei seinem Einsatz in Richterich. Foto: Stadt Aachen/Hedda Faber
Ein neuer Service der Stadtverwaltung wurde direkt gut angenommen. „Am ersten Stopp in Richterich nutzten bereits 20 Bürgerinnen und Bürger innerhalb einer Stunde die Möglichkeit, ihre Wertstoffe vor Ort zu entsorgen“, teilt das Presseamt eigens mit. Von ausrangierten Handys über Drucker bis hin zum alten Korb und Holzresten sei alles dabei gewesen.
Nach dem erfolgreichen Auftakt in Richterich ging es für das Wertstoffmobil weiter nach Orsbach, Horbach und Laurensberg.
Die Recyclinghöfe werden durch das neue Wertstoffmobil entlastet (wir berichteten). Es kommen nämlich ziemlich oft Aachenerinnen und Aachener mit nur ganz wenigen Teilen im Auto zum Recyclinghof nach Eilendorf gefahren. Dort staut sich dann der Verkehr vom Hof bis weit auf die Straße hinaus.
Außerdem werden immer noch zu viele Wertstoffe falsch entsorgt. Oft landen die falschen Dinge einfach im Restmüll, weil der Weg zum Recyclinghof zu weit oder zu umständlich ist.
Gute Mischung aus Service und Nachhaltigkeit
Das neue Angebot bietet eine Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, die z. B. kein Auto besitzen. Beim Termin in Richterich blieben viele Passanten stehen, fragten nach und kamen einige Minuten später zu Fuß oder mit dem Rad zurück, um einzelne Wertstoffe abzugeben. Das konnten die Mitarbeiter des Stadtbetriebs beobachten.
Das Wertstoffmobil ist ab jetzt 4 Mal im Jahr auf den Aachener Wochenmärkten im Einsatz. Außerdem ist es zwei Mal im Jahr gemeinsam mit dem Schadstoffmobil unterwegs.
Was eine Kantenlänge von maximal 50 Zentimetern nicht überschreitet, kann abgeliefert werden. Für größere Mengen oder sperrige Gegenstände sind aber die Recyclinghöfe da.
Info
Die Einsatzorte und -termine können unter www.aachener-stadtbetrieb.de eingesehen werden. Dort steht ebenfalls ein Flyer mit den akzeptierten Wertstoffen zum Download bereit, der auch im Bürgerservice und den Bezirksämtern ausliegt.
Wer hat in den letzten Wochen oder Monaten eine Vogelscheuche gesehen? Diese abenteuerlich kostümierten Gestalten aus Holzelementen sterben offensichtlich aus. Das hat eine Erhebung des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte ergeben.
Ein Sprachteam des Landschaftsverband (LVR) dokumentiert Wörter, die aus der Mode kommen.
Mit den Vogelscheuchen verschwinden auch all die rheinländischen Wörter, die es dafür einmal gab: Sehr beliebt waren „Möschejeck“ oder „Eäzejeck“, also „Vogeljeck“ und „Erbsenjeck“.
Weil die Scheuchen so auffällig bunt waren, hatte sich Jeck als geeignete Bezeichnung förmlich aufgedrängt. Man sprach vom „Jaadejeck“ oder „Kappesjeck“ („Garten“-, „Kohljeck“). Wurden sie in einen Kirschbaum gestellt, nannte man sie „Kierschejeck“.
Anstelle von Jeck kamen auch andere Vokabeln vor. Etwa in „Möschespuk“, „Vogelkerl“ oder, wenn die Gestalt im Weizenfeld stand: „Weeßemann“. Übersetzungen aus dem Hochdeutschen kamen ebenfalls zum Einsatz. „Vorelschüch“ oder im Raum Mülheim an der Ruhr „Vugelschüke“. In der Gegend von Mönchengladbach war die Vogelscheuche weiblich: „Eäzelis“, also „Erbsenlise“. „So langsam sterben diese rheinländischen Namen aus“, hat LVR-Sprachforscher Dr. Georg Cornelissen beobachtet.
Wörter, die dabei sind zu verschwinden, werden beim Landschaftsverband (LVR) von einem Sprachteam gesammelt. Sprache ist nicht statisch, sie ist lebendig, sie ist immer in Bewegung, entwickelt und verändert sich, auch die Schreibweise. Sprache ist etwas, mit dem ihr kreativ umgehen könnt. Lasst euch nicht von Rechtschreibregeln einzwängen. Hauptsache: Man versteht, was gemeint ist. Wer Probleme mit dem Schreiben hat, sollte einfach abends ein paar Sätze schreiben über etwas, was er/sie den Tag über getan hat. Dann kommt man langsam rein. Macht Spaß, ehrlich.
Junge Frau fährt auf dem Willy-Brandt-Platz gegen einen Poller. Foto: Polizei
Das teilt die Polizei mit:
Am Donnerstag (3. September) gegen 13.20 Uhr prallte nach Angaben eines Beobachters eine junge Frau auf einem E-Scooter im Bereich des Willy-Brandt-Platzes gegen einen Absperrpoller und stürzte zu Boden.
Die 18-jährige Frau klagte über starke Schmerzen im Bein. Ein Rettungswagen brachte die Verletzte zur Behandlung in ein Krankenhaus. Da die Unfallursache vor Ort nicht eindeutig ermittelt werden konnte, stellten Polizisten den E-Scooter zur technischen Überprüfung sicher und leiteten die Ermittlungen ein.
In diesem Zusammenhang weist die Aachener Polizei mal wieder darauf hin, dass das Fahren eines E-Scooters auf Bürgersteigen und in Fußgängerzonen nicht erlaubt ist. „Nutzen Sie den Radweg oder den Schutzstreifen“, so teilt die Polizei mit. Wenn es keinen Schutzstreifen/Radweg gibt, „ist das Ausweichen auf die Fahrbahn erforderlich“.
Darüber hinaus empfiehlt die Polizei das Tragen eines Helms. Und rät: „Fahren Sie vorsichtig!“ Jo, machen wir. (fp)
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Einmal beim Thema Polizei haben wir noch das erfahren: Gegen die Verschwörungs-Heilpraktikerin Tamara K. aus der Eifel, die zum Sturm auf den Reichstag aufgerufen hatte, wird „wegen aufwieglerischen Landfriedensbruchs“ ermittelt. Da helfen auch keine Globuli.
Ab Mittwoch, 1. April, gelten auf dem Recyclinghof Eilendorf an der Kellershaustraße die Sommeröffnungszeiten. In den Sommermonaten öffnet der Hof montags, mittwochs und freitags von 8.30 bis 16 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 8.30 bis 18 Uhr. Samstags können Wertstoffe zwischen 8.30 und 14.30 Uhr abgegeben werden.
Gäste aus USA
Die Städtepartnerschaft Aachen - Arlington hat eine über 30-jährige Tradition: Am 17. September 1993 wurde der Städtepartnerschaftsvertrag feierlich unterzeichnet. Die Tradition wird durch das Partnerschaftskomitee Aachen & Arlington e.V. und die beiden Städte gepflegt und gelebt. Vom 25. März bis zum 2. April sind erneut 50 junge Menschen aus Arlington zu Gast in Aachen.
Ferienspiele
Ab sofort können Eltern und Kinder sich über www.aachen.de/ferienspiele die schönsten und spannendsten Angebote aussuchen und anmelden. Wer jetzt noch nichts Passendes gefunden hat: Das Angebot wird laufend aktualisiert, und es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Im Portal finden sich auch die Einverständniserklärung und ein Datenschutzhinweis.
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4 Jahre, in denen es 300 Millionen Europäern nicht gelungen ist, den barbarischen Anführer von 150 Millionen Russen zu stoppen. „Nie mehr Krieg“, das bedeutet, dass man in der Lage ist, sich zu wehren, so dass kriegslüsterne, niederträchtige Diktatoren und Massenmörder erst gar nicht auf die Idee kommen, einen Krieg zu beginnen.
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In a world full of trends, choose something timeless: EU values
Neue Tretroller
Ein 4. Anbieter verleiht seine E-Tretrollern ab März in Aachen. Es handelt sich um den skandinavischen Mikromobilitätsanbieter Ryde. Er erweitert das bestehende Angebot der drei, bereits in Aachen engagierten E-Scooter-Betreiber Dott, Ridemovie und VOI. Die Gesamtmenge an Leih-E-Tretrollern in Höhe von 2000 Fahrzeugen bleibt erhalten. hier.
Wertstoffe sammeln
Das Wertstoffmobil hält künftig regelmäßig auf drei Supermarkt-Parkplätzen: am Kaufland an der Vaalser Straße, am Hit Sütterlin am Tivoli und am ALDI in Oberforstbach. Zwischen dem 14. und 16. April steuert das Wertstoffmobil wieder die genannten Supermarkt-Parkplätze an. Hier Infos zu Terminen und Wertstoffen,Quelle: Presseamt
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Die Adresse: mail@AachenNews.org
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Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen in Aachen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
Mängelmelder
Den Mängelmelder der Stadt Aachen bzw. die Plattform, erreicht ihr hier. Diese Möglichkeit, auf Missstände hinzuweisen, hat sich als hilfreich erwiesen.