Kontroverse um den Platz am oberen Ende der Schildstraße

Dieser Platz, von der Schildstraße aus gesehen, soll umgebaut werden. Er soll schöner und weniger gefährlich für Fußgänger*innen, Radler und Autofahrer*innen werden.
Blick von oben auf den Platz. Vorne: die Harscampstraße. Rechts ist eine Gaststätte (nicht im Bild), vor der bei gutem Wetter immer Leute gemütlich sitzen und Kaffee trinken. So wenig los wie auf diesem Bild ist dort selten.

Der Platz ist nur ein Plätzchen und hat noch nicht mal einen Namen. Gleichwohl ist das dort eine schöne Ecke, unzählige Radfahrer aus dem Frankenberger Viertel fahren (aus der Lothringer Straße kommend) über diesen Platz in Richtung Dom, Rathaus und zur RWTH. Sie weichen Pkw und Fußgänger*innen aus, und es kommt zu Beinah-Unfällen.

Der Platz und seine Umgestaltung waren nun Gegenstand von langen Diskussionen in zwei Ausschüssen der Aachener Politik (alle Varianten in der Anlage). Gegen die Stimme von Pirat Matthias Achilles sprachen sich CDU und SPD für eine Lösung aus, die auch in den Augen der Umwelt-, Rad- und Fußgänger-Verbände in Aachen nicht die beste Lösung ist. Letztere haben sich bereits entsprechend geäußert.

Über den kleinen Platz soll nämlich ein neuer Premium-Fußweg führen und gleichzeitig auch eine Fahrradstraße (konkret: die Rad-Vorrang-Routen aus Brand und Eilendorf kommend). Da werden also Radler*innen und Fußgänger*innen buchstäblich aneinander geraten, was ganz und gar nicht im Sinne von Matthias Achilles und auch nicht im Sinne des Radentscheids ist.

Volle Trennung von Rad- und Fußgängerverkehr lautet die Forderung. An anderer Stelle – in der oberen Pontstraße zwischen Templergraben und Kirche – ist dies genau so geplant, obwohl es gerade dort eigentlich überflüssig ist.

Dazu zum Nachlesen die Stellungnahme des ADFC zur Planung der Rad-Vorrang-Route im Bereich „Schildplatz“.

Und hier der Alternativvorschlag der Verbände, gerichtet an die zuständige Dezernentin in der Stadtverwaltung, Frauke Burgdorff.

Bitte auch hier schauen.

Neue Serie: Die wunderbare Welt der Aachener Verkehrspolitik. Staffel: Premium-Fußweg trifft zwei Rad-Vorrang-Routen. Die Story: Die Politik entscheidet und entscheidet . . . leider falsch nicht im Sinne der Fraktion der Piratenpartei, der Fahrradclubs Brand, Haaren und Frankenberger Viertel und nicht im Sinne von VCD und ADFC.

Die örtliche Presse berichtete hier, der Fall ist enorm verwickelt. Ich bin ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich ihn schon in allen Einzelheiten durchschaue.

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Turmstraße: Brücke bröckelt. Sie soll erneuert werden.

Die Turmstraßen-Brücke, ein schlichtes Bauwerk, ist in einem sehr schlechten Zustand. Im Hintergrund: Zwei Parkhäuser.

Eine Brücke im Hochschulviertel (Turmstraße, auf der sich zu Silvester immer viele Menschen das Feuerwerk ansehen) ist in einem sehr schlechten Zustand. Laut Experten-Gutachten macht es keinen Sinn sie zu sanieren, sie soll abgerissen und erneuert werden. 

Die Brücke ist vierspurig, sie verbindet Pontor und Junkerstraße, und das seit dem Jahr 1975. Man fragt sich heute, warum damals nicht ordentlich gearbeitet wurde? Jetzt gibt es jedenfalls Betonabplatzungen, feuchte Stellen, durchgerostete Lager usw. 

Beginn der Abrissarbeiten könnte Ende 2021 sein. Im Frühjahr 2024 könnte dann alles fertig sein. Das wäre eine lange Phase, in der eine wichtige Passage in Aachen nur sehr eingeschränkt zur Verfügung steht. Tausende Autos, hunderte Fußgänger*innen und Radfahrer*innen nutzen das Bauwerk jeden Tag. Unten drunter fahren ständig Züge, dort führt auch eine Straße entlang. Die Rede ist von insgesamt 6 Wochen Vollsperrung. In der restlichen Bauzeit soll der Verkehr einseitig über die Brücke geleitet werden, phasenweise auch über eine Behelfsbrücke. 

Die Brücke von unten. An der Decke, z. B. rechts oben, hat der Zahn der Zeit genagt.

Die Baukosten für solch ein Projekt liegen im zweistelligen Millionenbereich. An den Kosten muss sich die Bahn AG leider nicht beteiligen, zahlen muss die Stadt Aachen. 

Abriss und Neubau: Das würde für alle Aachenerinnen und Aachener eine schwere Zeit. Ein noch gewaltigeres Verkehrschaos als wir es in Aachen sowieso schon gewöhnt sind, droht. Ausweichrouten? Mir nicht bekannt. Als ich erstmals davon hörte, dachte ich gleich, ich verzieh mich für die intensivste Bauphase (schätzungsweise 6 Monate) in die Eifel. Denn: In der gleichen Zeit wird die Stadt Aachen weitere Baustellen eröffnen müssen. Und das Schlimmste: Die Ludwigsallee, die auch erneuert und lange gesperrt sein wird, wird dann noch nicht ganz fertig sein, wenn es an der Brücke losgeht.  

Brücken zu erneuern, das geht üblicherweise gewaltig ins Geld.

Der Vorgang wurde in den „Aachener Nachrichten“ am 29. Mai im Lokalteil schon ausführlich dargestellt. Hier. Die Baubehörde kann das Bauprojekt im Westen von Aachen übrigens nicht so einfach um ein Jahr verschieben. Das hat mit der Bahn zu tun, die jeden Eingriff, der ihren Zugverkehr beeinträchtigt, zwei Jahre im Voraus mitgeteilt bekommen muss. – Die Fotos hier sollten euch einen kleinen Eindruck vermitteln.

Oben Autos in großer Zahl, unten Züge und eine Straße. Wird die Brücke abgerissen, droht ein Verkehrschaos. Politik und Verwaltung müssen Lösungen finden.
Unter der Brücke: Kunst, durchaus nicht niedlich und süß, wie man sie ansonsten zuhauf in Aachens Innenstadt findet.
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Was wird aus dem Büchel? Jetzt anmelden zum Treff via Zoom am 8. Juni.

Du hast was zum Aachener Altstadtquartier Büchel zu sagen oder zu fragen? Dann halte dir den Abend von Montag, 8. Juni, frei. Die Anmeldung zu dem Date hat allerdings ihre Tücken.

„Stadt machen am Büchel“: Mit diesem Slogan rufen Stadtverwaltung und das Büchel-Team dazu auf, das neue Altstadtquartier aktiv mitzugestalten – ob als künftige/r Investor*in, als Mieter*in oder in anderer kreativer Art und Weise. Im Rahmen dieses Sondierungsverfahrens, so teilt die Stadtverwaltung mit, findet am Montag, 8. Juni, ab 18.30 Uhr über die Videokonferenz-App Zoom ein Web-Treffen „Stadt machen am Büchel“ statt.

Bürgerinnen und Bürger können sich noch bis zum 7. Juni anmelden.   

Die städtische Beigeordnete für Planung, Bau und Mobilität, Frauke Burgdorff, und ihr Team Altstadtquartier Büchel informieren über das Verfahren und die weiteren Schritte. Interessierte Stadtmacher*innen haben die Gelegenheit, direkt ihre Fragen zu stellen. Das Webinar bietet eine gute Alternative, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Wegen der Corona-Regeln sind ja bekanntlich derzeit öffentliche Veranstaltungen in gewohnter Weise noch nicht möglich.   

Die Anmeldung erfolgt über das Serviceportal der Stadt Aachen: https://serviceportal.aachen.de/suche/-/egov-bis-search/service/1237066.  Im Anschluss an die Anmeldung bekommt ihr dann den Code für die Zoom-Konferenz und weitere Anweisungen zugesendet.  

UPDATE: Die Anmeldung gestaltet sich schwierig, wie gerade schon ausprobiert wurde. Man braucht ein Servicekonto und, und , und. @URonnenberg berichtet davon auf Twitter.

Infos zum Altstadtquartier Büchel findet ihr unter www.aachen-buechel.de

Ein dem Graffitikünstler Klaus Paier nachempfundenes Wandbild. Gesehen an der Brücke Turmstraße (unten), die demnächst abgerissen wird. Im neuen Altstadtquartier Büchel wird es sicher auch Kunst im öffentlichen Raum geben. Mal sehen, was uns da erwartet. Spoiler: Puppentheater.
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Pandemie-Partysong „Disdance“

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R.I.P. Christo

Fotografiert bei Christoph Allemand, dessen Vater Helmut Allemand – wie mein Vater auch – Anfang der 1970er Jahre den Künstler Christo (1935 – 2020) nach Monschau einluden. Dort ließ Christo die Burg und den Haller verhüllen. Sehr zum Ärger der Monschauer Bürgerinnen und Bürger. Aber so ist das eben. – Christo hat sich als berühmter Künstler nie schließlich doch zu der Arbeit in Monschau bekannt. Auch das ist eine Besonderheit.
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Rezo knöpft sich die Presse vor. Wie Medien mit Menschen umgehen, mit Fakten und mit ihren Fehlern.

Pfingsten ist vielleicht ein guter Anlass, sich mal ein paar Gedanken über „die Presse“ zu machen und wie sie arbeitet. Hauptsächlich Zeitungen. Wer sich also mit diesem schwierigen und wirklich in vielfacher Hinsicht verzwickten und verwickelten Thema befassen will, der bekommt schon mal einen guten Einstieg mit dem neuen Video von jenem Blauhaarigen aus Aachen, der sich Rezo nennt.

Dieser Mensch ist neuerdings Grimmepreisträger, und auch ohne dass er den Preis bekommen hätte: Ich bin Fan, finde Rezo erfrischend klug, und seine Arbeitsweise ist in meinen Augen voll korrekt. Das neue Video von ihm ist ein harter Brocken, und ich denke, dass man es in 2 oder 3 Etappen hören muss.

Der Titel ist „Die Zerstörung der Presse“. Wobei ihr euch daran erinnern müsst, dass Rezo (und eine gewisse Szene) das Wort „Zerstörung“ verwendet, wenn er meint, er habe sich mit einem Thema ganz intensiv befasst.

Also hier, hoffentlich sieht man was: https://www.youtube.com/watch?v=hkncijUZGKA&t=2028s

Auf Twitter hat Rezos neues Video natürlich schon jede Menge Reaktionen erzielt. Ach so, Twitter wird ja demnächst von Trump plattgemacht? Mal sehen.
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Corona: Interessante Links mit neuen Infos

In der Zollernstraße in Aachen: Die Pandemie ist bei weitem noch nicht besiegt, und die Plakate am Haus der StädteRegion sind durchaus berechtigt.

Ganz unten wird sehr gut erklärt, wie das Corona-Virus den Körper befällt. Langsam runterscrollen. Das könnte interessant sein, da ja jetzt die Zahl der Infizierten wieder steigt. Das weiß ich, weil ich eine Minute gegoogelt habe.

Und Vorsicht: Die Krankheit ist keine Krankheit mehr, die nur Personen höheren Alters befällt. Glaubt nicht denen, die sagen, das Virus gäbe es nicht, die ganze Angelegenheit basiere auf einer Hysterie, bestimmten Virologen dürfe man nicht vertrauen, nur Mediziner hätten Ahnung, Virologen nicht und jemand plane, die Menschheit zu schädigen (alles so gehört und gelesen).

Unten also der Link, kann sein, dass ich dem heute noch weitere hinzufüge. Wer sich von der Berichterstattung zum Thema Corona runtergezogen fühlt, sollte hier nicht mitlesen. Es gibt Gründe, dass wir zuversichtlich bleiben: Das Gesundheitssystem in Deutschland ist nicht schlecht (im Vergleich zu denen in anderen Ländern), und dass viele Menschen Kurzarbeitergeld bekommen, das ist sozusagen auch grandios.

https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/grafik-erklaerstueck-wie-das-coronavirus-den-koerper-befaellt/

Weitere Links: https://www.timesofisrael.com/amid-spike-in-virus-cases-schools-in-outbreak-areas-set-to-shutter/

Was zum Lachen: https://www.youtube.com/watch?v=mIjJedupOLU&feature=emb_logo

Erstaunlich, wie anschaulich alles darstellbar ist: Aerosole. Dreidimensionale Animation. https://projekte.sueddeutsche.de/artikel/wissen/3-d-animation-warum-abstand-halten-so-wichtig-ist-e546790/

Ach ja, was Pfingsten eigentlich ist, das habe ich noch nie verstanden. Trotzdem: frohe Pfingsten.

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Hier geht es noch mal um die Corona-Maßnahmen und um die Frage, ob die  Maßnahmen, die die Pandemie stoppen sollten, ob die (bisher) geholfen haben. Das kann man am Verlauf der Pandemie erkennen, die zunächst fröhlich vor sich hingaloppierte und dann mehr und mehr gestoppt wurde.
Die ganz große Katastrophe ist ja – gottseidank – ausgeblieben. Die Pandemie ist in Deutschland bisher relativ glimpflich abgelaufen (im Gegensatz zu Frankreich und Italien, England und den USA. Und auch die Schweden haben auf 100.000 Einwohner genau 4 X so viel Tote zu beklagen wie wir. Die haben die ganzen Toten in den Alten- und Pflegeheimen in Kauf genommen. Krass..

Entsprechend dem milden Verlauf kommen jetzt die Schwafler um die Ecke, die sagen: Seht ihr, es war doch alles gar nicht so schlimm. Es wurde vollkommen übertrieben reagiert. So ein Mist, Drosten will nur mit seinen Impfungen Kasse machen usw, usw. Die Wirtschaft geht kaputt, weil die Politik auf Virologen gehört hat.

Nebenbei: Das ist das Präventions-Paradox. Gerade weil die Maßnahmen so erfolgreich waren, gibt es keinen Beweis für ihre Wirksamkeit. d. h. Immer, wenn du das Richtige machst, sind die Leute zufrieden, aber du bist definitiv nicht der Held. So als würde man sagen: Wir brauchen keine Feuerwehr mehr, es hat ja jetzt schon so lange nicht gebrannt.

Jetzt können wir fragen: Haben wir richtig reagiert? Was lernen wir für die Zukunft daraus, denn es könnte durchaus mal wieder eine Pandemie geben. Und was können wir uns sparen an Maßnahmen, weil sie gar nicht viel gebracht haben? 

Das hat eine Wissenschaftlergruppe untersucht, deren Text ihr hier findet. Das öffentliche Leben wurde bei uns in drei zeitlich fest definierte Schritten heruntergefahren. Deswegen ist genau zu sehen: Was haben die einzelnen Maßnahmenpakete im einzelnen bewirkt? Welche Effekte hatten die einzelnen Maßnahmen auf die Infektions-Zahlen? 

Mit den Zahlen ist das so eine Sache: Es gibt Hinweise, dass die Zahlen nicht gerade ultrakorrekt bis hin zum Robert-Koch-Institut weitergeleitet werden. Von den Krankenhäusern zu den Gesundheitsämtern, von da zur Landesbehörde und dann noch nach Berlin. Das dauert jeweils unterschiedlich lange, und manchmal liegen die Meldezettel wohl auch tagelang rum, ehe sie weitergeleitet werden. Dazu hört ihr mehr im UKW-Podcast von Tim Pritlove

Die Studie hat die Covit 19-Fallzahlen in Deutschland in vier Phasen angeschaut. 
1. Vor Beginn der Maßnahmen.

2. Als große öffentliche Veranstaltungen/Events abgesagt wurden.

3. Nach der Schließung von Bildungseinrichtungen und Geschäften am 16. März.

4. Nach der weitreichenden Kontaktsperre am 22. März. Jeder bleibt möglichst zu Hause. 

Das haben sich die Wissenschaftler angeschaut und die ganzen Verzögerungen noch irgendwie rausgerechnet. Die Details spare ich mir hier. 

Bild Nummer 3  ist besonders gut, man sieht die Stufen in den Wachstumsraten. Da sieht man die Wendepunkte.

Die erste Stufe ist etwa am 8. März zu sehen, da halbiert sich die Wachstumsrate. Das Datum passt mit der Absage der Großveranstaltungen zusammen. Und die Bevölkerung war da sowieso sehr vorsichtig, weil jeder dachte: Da stimmt was nicht, wir kommen irgendwie in eine gefährliche Situation. Wenn es im TV plötzlich heißt: Alle Großveranstaltungen werden abgesagt, da ändert man sein Verhalten auch im privaten Bereich etwas.

Die 2. Stufe um den 16. März, da wurden Schulen, Kitas, Geschäfte geschlossen. Da sinkt die Wachstumsrate weiter. 

Der 3. Einschnitt am 22. März, der passt mit dem Zeitpunkt der  Kontaktsperren Maßnahmen überein. Ein Beinah-Shutdown.

Das Wachstum des Fallzahlen muss unter 1 kommen. Und das wurde erst nach der 3. Maßnahme erreicht, nämlich mit der Kontaktsperre.

Die Maßnahmen waren gut, die Zeitpunkte waren korrekt. Das hätte man nicht besser machen können.  Bei der 1. Stufe wurde klar: Das reicht noch nicht. Bei der 2. Stufe sah man: Das reicht noch nicht, aber wir sind nah dran. Die 3. Stufe brachte es voll: Das reicht und da blieben wir dann eine Weile.

Die Maßnahmen sind natürlich nicht allein verantwortlich für die Folgen, man verhält sich nämlich automatisch anders, wenn man erfährt, dass z. B. Kinder nicht mehr in die Schule gehen dürfen. Wenn man das hört, da ändert man sein Verhalten, ob es nun vorgeschrieben wird oder nicht.

Resümee im Podcast „Methodisch inkorrekt“, Folge 167, vom 26. 05. 2020:

Die Entscheider haben genau richtig entschieden und gehandelt und/oder sie hatten gute Berater. Aber das sehen bestimmt manche Leute ganz anders. 

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Ningbo schickt Schutzmasken. SeptemberSpecial? Ja, aber anders. Zum Plaudern ans Fenster.

Wegen Corona wird das Aachen SeptemberSpecial 2020 in der bekannten Form nicht stattfinden. Das Stadtfest mit seinem attraktiven Konzert-Programm auf fünf Plätzen und Bühnen in der Innenstadt (war geplant vom 17. bis 20. September) ist in diesem Jahr nicht möglich.

Der Märkte und Aktionskreis City (MAC) und die Stadt Aachen beraten derzeit für den genannten Zeitraum über ein alternatives kleines und vor allem dezentrales Konzept. Ein solches Alternativkonzept muss allerdings ohne Bühnen- und Konzertprogramm auskommen.

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Aktuell (28. Mai) gibt es 1964 bestätigte Coronafälle in der StädteRegion Aachen (davon 975 in der Stadt Aachen). 1849 ehemals positiv auf das Corona-Virus getestete Personen sind inzwischen wieder gesund. Bislang gibt es 92 Todesfälle. Damit aktuell 23 Infizierte.  Ab Samstag, 30. Mai, gelten in Nordrhein-Westfalen weitere Öffnungen der Corona-Schutzmaßnahmen. Das Abstrichzentrum am Aachener Tivoli ist an Werktagen von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Alle Menschen, die getestet werden wollen, müssen vorher die Telefonhotline 0241/5198-7500 anrufen.

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Diese Spende kommt an! Über die Vermittlung des Partnerschaftskomitees Aachen-Ningbo ist eine großzügige Spende von 20.000 Mund-und-Nasen-Schutzmasken für Kinder in Aachen angekommen. Die Hälfte der Masken aus Ningbo konnten Roxana Reissen und Claudia Wellen-Spix als Vertreterinnen der gemeinsam tagenden Krisenstäbe von Stadt und Städteregion Aachen jetzt dem Universitätsklinikum Aachen, vertreten durch Marc Lützeler (Leiter Geschäftsbereich Materialwirtschaft/Apotheke) und Marius Naegler (Bereich Medicalprodukte), übergeben.

Die restlichen 10.000 Kindermasken werden ebenfalls verteilt, sie gehen an das Bethlehem Krankenhaus (Stolberg) und an den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst, Region Aachen.

Maskenübergabe im Klinikum. Foto: Universitätsklinikum Aachen/Florian Schäfer

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Auf Abstand und trotzdem Miteinander – dass dies geht, zeigt das Stadtteilbüro Aachen-Ost/Rothe Erde mit dem neuen Projekt „Fenstergespräche“. Ab sofort können Bürgerinnen und Bürger immer dienstags zwischen 11 und 14 Uhr oder mittwochs von 15 bis 17 Uhr zum Plaudern ans Fenster des Stadtteilbüros in den Reichsweg 30 kommen.

Dort wird jede/r ohne direkten Kontakt zu derzeitigen Angeboten im Stadtteil sowie zu Hilfsangeboten wie der Corona Nachbarschaftshilfe informiert. Gern kann auch einfach nur zum Austausch zwischen Tür und Angel vorbeigeschaut werden. Alles natürlich mit entsprechendem Abstand und unter Berücksichtigung der Hygieneregeln. Beim Besuch kann auch etwas Kleines für zu Hause mitgenommen werden: Es gibt Maskensets zum Selbermachen, Blumen zum Weiterverschenken, Blumenmurmeln zum Begrünen sowie Postkarten für nette Worte an Angehörige und Freunde und Freundinnen in der Ferne oder zur Danksagung an hilfsbereite Nachbarn und Nachbarinnen und engagierte Ehrenamtler und Ehrenamtlerinnen. 

Weitere Termine: Freitag, 5. Juni, von 10 bis 12 Uhr. „Fenstergespräche spezial“ mit der Seniorenratsvertretung für Aachen-Ost/Rothe Erde, am Stadtteilbüro Aachen-Ost/Rothe Erde, Reichsweg 30.

Freitag 19. Juni, von 14-18 Uhr: „Fenstergespräche spezial“ in Kooperation mit dem Spielhaus Kennedypark und mit kleiner blumiger Mitmachaktion für zu Hause, am Spielhaus Kennedypark, Düppelstraße 87.

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Ab sofort können Brautpaare wieder ein paar Gäste mehr zu ihrer Eheschließung in Aachen mitbringen. Die mögliche Teilnehmerzahl wird dabei stark vom Trauort beeinflusst. Zusätzlich zum Brautpaar, maximal zwei Trauzeugen, einem Standesbeamten oder Standesbeamtin und Fotograf dürfen in den größten Trauzimmern der Stadt, im Weißen Saal des Rathaus, im Festsaal des Couven-Museums, in der Burg Frankenberg, 16 Gäste der Trauung beiwohnen.

In der Welschen Mühle in Haaren, den Trauzimmern der Bezirksämter Brand und Laurensberg sind zehn zusätzliche Personen zulässig. Auf Schloss Schönau, im Bezirksamt Eilendorf sowie im Trauzimmer des Standesamtes sind acht zusätzliche Gäste erlaubt und im kleinsten Trauzimmer der Stadt, im Bezirksamt in Kornelimünster, immerhin noch vier Personen. In allen Räumlichkeiten gilt für alle zusätzlich zugelassenen Gäste die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

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Wer vor den Sommerferien noch Referate anfertigen muss, kann sich dafür in der Stadtbibliothek Aachen Unterstützung holen: Für Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10 stellen die Bibliothekare und Bibliothekarinnen Bücher und andere Materialien für die zu bearbeitenden Themen zusammen. Voraussetzung ist ein gültiger Leserausweis der Bibliothek.

Der Service ist kostenlos. Die Themen können ab sofort entweder telefonisch unter der Nummer 0241-432 38 610 oder per Mail unter bibliothek@mail.aachen.de angegeben werden. Außerdem sollte immer auch die Schulform und Klassenstufe mitgeteilt werden. Die bereitgestellten Medien stehen dann am übernächsten Öffnungstag zur Ausleihe zur Verfügung.

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Wahnsinn: Riesenandrang auf dem Recyclinghof

Der Aachener Stadtbetrieb appelliert aus aktuellem Anlass an alle Bürgerinnen und Bürger, nur die nötigsten Fahrten zu den Recyclinghöfen vorzunehmen. Das Besucheraufkommen auf den Recyclinghöfen ist derzeit extrem hoch. Nur, wenn ihr euren Krempel absolut dringend loswerden müsst, solltet ihr euch zum Recyclinghof aufmachen.

Zur Eindämmung des Corona-Virus dürfen nur maximal 15 Anliefer*innen gleichzeitig auf das Gelände drauf. So staut sich der Autoverkehr der Wartenden bis weit aus dem Gelände raus – auf die Straße. Irre. „Die Belastung auf das Umfeld ist enorm“, teilt die Stadtverwaltung quasi händeringend mit.

WICHTIG: Der Recyclinghof Brand, Camp Pirotte 50, hat geöffnet! Aufgrund einer Baustelle an der Ecke Debyestraße/Gewerbepark Brand, gehen viele Bürgerinnen und Bürger davon aus, dass die Zufahrt nicht möglich sei und steuern ersatzweise den Recyclinghof Eilendorf an. Über die Nordstraße ist der Recyclinghof Brand aber tatsächlich zugänglich, eine Umleitung ist ausgeschildert.

Auch im Hinblick auf das verlängerte Wochenende und das sonnige Wetter, bittet der Aachener Stadtbetrieb darum, nicht-zwingend notwendige Fahrten zum Recyclinghof auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben und weist auf die derzeit geltenden Öffnungszeiten hin:

Montag: geschlossen 

Dienstag und Donnerstag: 10 bis 18 Uhr 

Mittwoch, Freitag und Samstag: 8.30 bis 14.30 Uhr

Es ist weiterhin möglich, die mobile Grünschnittsammlung an den bekannten Standorten in Anspruch zu nehmen.

Hinweise zu Zeit und Ort der Grünschnittsammlung findet ihr hier:
https://serviceportal.aachen.de/abfallnavi

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Geldautomat gesprengt. Zwei Täter auf der Flucht.

Richteten in der Goethestraße in Aachen großen Schaden an: Zwei Männer, die einen Geldautomaten mit Sprengstoff losrissen.

Am heutigen Mittwoch (27. Mai) gegen 3.30 Uhr in der Nacht sind im Süden von Aachen viele Menschen durch einen gewaltigen Knall geweckt worden. Was war passiert?

Das Übliche, möchte man fast sagen. Es wurde mal wieder ein Geldautomat gesprengt. Von dieser Methode der Geldverteilung sollte man sich hierzulande mal so langsam verabschieden. Es werden zu viele gesprengt und zu wenige Täter gefasst.

Die Polizei teilt mit: „Es sprengten nach Zeugenangaben zwei bislang unbekannte Täter einen Geldautomaten in der Goethestraße. Die Detonation zerstörte den Selbstbedienungsbereich der Bankfiliale. Mehrere parkende Autos in der Nähe und auch Fensterscheiben benachbarter Häuser wurden beschädigt.“

Es entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren Tausend Euro. Die Täter flüchteten in unbekannte Richtung. Sofortige Fahndungsmaßnahmen, auch mit dem Polizeihubschrauber, verliefen ohne Erfolg.

Die Täter werden sich wohl über die Grenze, nach Belgien oder Holland abgesetzt haben. Das soll schon mehrfach vorgekommen sein. Zur Höhe der Beute macht die Polizei heute noch keine Angaben. Eine Spurensicherung erfolgte vor Ort. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Hinweise zu den Tätern nimmt die Polizei Aachen unter der Telefonnummer 0241/9577-31401 oder (außerhalb der Bürozeiten) unter 0241/9577-34210 entgegen.

Fotos: Pressestelle der Polizei Aachen
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