Um an das Geld anderer Leute zu kommen, lassen sich Spitzbuben mächtig was einfallen

Folgende Geschichte berichtet die Aachener Polizei (Pressestelle) und stellt sie zur Veröffentlichung zur Verfügung. Es geht um Betrüger, und wie raffiniert die sind. – Gerade ältere Menschen wissen im Wirrwarr der Zeitläufte manchmal nicht, was gerade Phase ist und sind leichte Beute. Bitte versucht mal, euch ein bisschen um Ältere zu kümmern, wenn sie bei euch im Haus wohnen. – Die Polizei schreibt:

„Am gestrigen Nachmittag klingelt das Telefon bei einer 64-jährigen Aachenerin. Ein Kommissar der Kripo ist am Apparat, als solcher meldet sich jedenfalls der unbekannte Anrufer. Die Frau wird hellhörig. 

Das was danach passiert, das ist der Aachener Polizei leider aus vielen vergangenen Fällen bekannt: 

Wie immer wird der Frau eine Geschichte vorgetragen, diesmal über verdächtige Bankmitarbeiter und vertrauliche Bankdokumente, die in die falschen Hände geraten sind. 

Wie immer besteht höchste Gefahr für das Vermögen. 

Wie immer gerät die Frau in Angst. Verständlich. 

Wie immer empfiehlt der Kommissar das Geld in polizeiliche Obhut zu geben. 

Wie immer klingelt es wenig später an der Haustüre der Frau. 

Wie immer steht dort der freundliche Kollege des Kriminalbeamten, der das Geld persönlich in Empfang nimmt. 

Doch, wie immer war all das frei erfunden – und von den Tätern und dem Geld, mehrere tausend Euro, fehlt nun jede Spur.“

Die Polizei rät allen, die solche Anrufe bekommen (und da muss man sich dran halten): Lassen Sie keine unbekannten Personen ins Haus oder in die Wohnung. Die Spitzbuben schauen sich in alten Telefonbüchern die Vornamen an, und wenn die altmodisch sind, dann weiß man ja Bescheid. Wie z. B. Margret oder Margarethe heißt ja heute (leider) kein junger Mensch mehr.

Grundsätzlich nimmt die Polizei kein Bargeld oder Wertgegenstände entgegen oder in Verwahrung. Die Pressestelle teilt mit: „Halten Sie nach einem verdächtigen Anruf mit Familienangehörigen (oder mit Nachbarn) Rücksprache. Sensibilisieren Sie Ihren Verwandten- und Bekanntenkreis, insbesondere ältere Menschen. Rufen Sie im Zweifel die Nummer 110 an.“ Besser ist das.

Weitere Informationen, auch speziell zur Seniorenprävention, gibt es auf dieser Webseite: https://www.polizei-beratung.de/. (am)

Gold und Geld möchte jede/r haben. Kriminelle lassen sich da einiges einfallen, die Polizei erteilt Hinweise, an die man sich halten sollte.
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Plastikmüll: Korrekt getrennt und fleißig gesammelt. Aber das reicht nicht.

Im Freunder Weg in Aachen: Der Plastikmüll wird abgeholt.

Das wird noch ein langer Weg und ein hartes Stück Arbeit, bis wir den verdammten Plastikmüll auf Null reduziert haben. Regelmäßig kommen in unserer Straße solche Berge zusammen, die dann – wie man neuerdings erfahren hat – ins Ausland verkauft werden, nach Südamerika, und die dort ins Meer gekippt werden. Sie bilden mittlerweile eine Art Kontinent.

So haben wir für Weihnachten die Wohnungen gemütlich und blitzblank, packen in feierlicher Stimmung die Geschenke aus und vermüllen gleichzeitig die Meere dieser Welt. Wie kann man so blöd sein?!?!

Und nirgendwo sind Leute dabei, Gesetze zu formulieren, die einen derartigen Schwachsinn verhindern. Ich seh jedenfalls niemand, der ernsthaft daran arbeitet. Unterdessen gibt es in Aachen Engpässe bei der Abholung.

***

Das Unternehmen, das die Gelben Säcke abholt, wechselt zum 1. 1. 2020. Von dem neuen Entsorger (EGN), der früher schon mal zuständig war, verspricht sich die Stadtverwaltung eine Verbesserung des Service. Dazu lohnt es sich, in der Aachener Tageszeitung von heute, 18. Dezember, den folgenden Bericht zu lesen, dies in wenigen Tagen auch ohne Bezahlschranke: https://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/dienstleister-wechsel-sorgt-fuer-engpass-bei-abholung-in-aachen_aid-47873015

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Über die Zukunft des Theaterplatz ins Gespräch kommen

Wegen der geplanten neuen Verkehrsführung wurde vor dem Theater ein großes Tor aufgebaut. Alle Fotos: Stadt Aachen / Andreas Herrmann

„Das Portal gibt einen ersten Impuls, um schon in der Adventszeit über einen neuen Theaterplatz nachzudenken“, sagte Kulturdezernentin Susanne Schwier. Die Ausmaße des Tores: fünf Meter hoch und neun Meter breit – sind als Hinweis auf die Größe des Projekts gedacht, das dort angegangen wird. Man wolle mit dem Portal, das unter anderem Motive der berühmten Mailänder Scala zeigt, ein erstes Zeichen setzen, ergänzte Generalintendant Michael Schmitz-Aufterbeck.

„Ich bin mir sicher, dass der Platz in den nächsten Jahren durch eine Umgestaltung an Aufenthaltsqualität gewinnt, und das Theater damit wieder stärker ins Zentrum der Stadt rückt“, so Schwier. Wenn demnächst die Verkehrsführung einseitig verlaufen wird, dann können Elisenbrunnen und das Theater wieder als ein Ensemble begriffen werden, so wie es zur Entstehungszeit auch gedacht war.

Bunte Fußstapfen auf dem Vorplatzpflaster weisen den Weg durch das Portal und symbolisieren zusätzlich die Verbindung zwischen historischer Altstadt und Theater. Zur Untermalung der Eröffnung servierten Mitglieder des Sinfonieorchesters musikalische Beiträge. Zudem lädt in den kommenden Wochen ein kleiner Glühweinstand – mit freundlicher Hilfe des „LastExit“ aufgebaut –  alle dazu ein, sich auf dem Theatervorplatz zu treffen. Das neue Theaterportal bleibt bis Ende Januar stehen.

Die „Intervention“ des Theaters stellt aber „nur“ den Auftakt für viele weitere Aktionen und Veränderungen auf dem Theaterplatz dar. Im Frühjahr 2020 geht es weiter. „Ab dann machen wir den Theaterplatz zum Reallabor“, freute sich Frauke Burgdorff, städtische Beigeordnete für Planung, Bau und Mobilität, auf die spannende Zeit.   

Doch was genau heißt das eigentlich? „Wir stellen uns einen Vier-Jahreszeiten-Rhythmus vor – mit Schwerpunkten und Aktionen im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter“, erläutert Burgdorff. Zum Start geht damit auch eine geänderte Verkehrsführung einher.

Das Experiment im September kam bei den Menschen schon mal sehr gut an. Für die Fachleute war es zugleich äußerst spannend, die neuen Verkehrsströme zu beobachten und zu analysieren. Die große Frage vorab lautete natürlich: Kommt es durch die Wegnahme der Spuren auf der Nordseite des Platzes zu größeren Staus oder anderweitigen Verkehrsbeeinträchtigungen? Die Antwortet nach den ersten Erfahrungen lautet: nein.

Miteinander ins Gespräch kommen
Der Ansatz der Verwaltung am Theaterplatz ist neu: „Wir gehen bewusst ergebnisoffen in den Prozess“, betont Frauke Burgdorff. So würden nicht wie üblich in einem ersten Schritt Pläne erstellt, die einen (möglichen) umgestalteten Platz zeigen und über den Politik und Bürger dann in klassischen Beteiligungs- und Entscheidungsverfahren abstimmen können. „Beim Reallabor Theaterplatz ist wirklich jeder willkommen, mit uns ins Gespräch zu kommen und sich einzubringen.“

Dies wird unter anderem in der „PlanBar“ der Stadt Aachen möglich sein. Direkt am Theaterplatz gelegen, wird sie zentrale Anlaufstelle, Veranstaltungsort, Infopunkt für alle möglichen „Planspiele“. 

Auch dieses Foto hat das Presseamt freundlicherweise mitgeschickt. Schön, ne?
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2500 rennen wieder los. Straßen müssen zeitweise gesperrt werden

Der Lauf von diesem Wochenende ist nicht der erste, den die ATG ausrichtet. 2012 konnte bereits der 50. Lauf gefeiert werden. Alle Fotos: Henning Brinkmann

Die Aachener Turn-Gemeinde (ATG) richtet am Sonntag, 15. Dezember, den 57. ATG-Winterlauf mit 2.500 Läuferinnen und Läufern aus. Auf der 18 Kilometer langen Punkt-zu-Punkt-Strecke sind diverse Straßensperrungen nötig.

Dieser Lauf ist etwas Besonderes – schon allein deshalb, weil er keine Runde ist, man erreicht am Ende nicht den Startpunkt. Beim Laufen wird einem meist angenehm warm. Wenn es allerdings regnet und zugleich noch sehr windig ist, wenn dann noch Glätte hinzukommt . . . dann wird’s schwer.

Der Lauf beginnt, so teilt das Presseamt mit, am ehemaligen Jugendheim des Vereins im Vichtbachtal bei Zweifall, führt über Mulartshütte, Venwegen, Kornelimünster und Hitfeld sowie durch den Aachener Wald zum ATG-Sportplatz Am Chorusberg. Er beginnt um 11 Uhr in und dauert bis etwa 13.30 Uhr. 

Drei wichtige Zufahrtsstraßen zwischen der Eifel und Aachen werden zeitweise komplett gesperrt: die Hitfelder Straße auf Höhe der Straße Kreuzerdriesch von 11.30 bis etwa 12.15 Uhr, die Monschauer Straße  auf Höhe des Parkplatzes Pionierquelle von 11.40 bis rund 12.45 Uhr und die Eupener Straße auf Höhe des Pommerotter Wegs von 11.45 bis zirka 13.30 Uhr. 

Die Stadt und die Städteregion bitten alle Verkehrsteilnehmer, diese Stellen zu meiden und weiträumig zu umfahren. Freie Fahrt in Richtung Belgien und Eifel sowie stadteinwärts gibt es auf der Lütticher Straße und der Trierer Straße.

Blick auf eine Lauf-Veranstaltung (Sport Scheck Stadtlauf 2013) im Sommer. Start und Ziel hier: der Markt

Da die Parkplätze rund um das ATG-Stadion Am Chorusberg rar sind, bittet der Sportverein alle Teilnehmer und Zuschauer frühzeitig anzureisen, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und den letzten Kilometer zu Fuß zurückzulegen. Das Ordnungsamt wird ein Auge auf das ordnungsgemäße Parken werfen, dies gilt vor allem für die Grünstreifen entlang des Luxemburger Rings, die keine Parkflächen sind. Vorsicht: Knöllchen-Gefahr. 

UPDATE Aktuelles Foto vom Lauf heute, Sonntag, 15. Dezember, 2019: Abfahrt am Chorusberg. Die Wetter- und sonstigen Bedingungen waren „insgesamt gut“, so die Einschätzung der Teilnehmer.

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Schock im Mobilitätsausschuss

Schwer enttäuscht bin ich gestern aus dem Mobilitätsausschuss gekommen. Fast schon fassungslos. Dort saß nämlich Jan van den Hurk – es war sein erster Auftritt als sachkundiger Bürger für die SPD. Ja, genau, DER Jan van den Hurk, der sich so massiv für den Radentscheid stark gemacht hat (hier). Und für Klimaschutz. Was mich schreckensbleich werden ließ, war sein Abstimmungsverhalten gestern.

Ein Glück, dass ICH in dem Ausschuss nur Zuschauerin und nicht stimmberechtigtes Mitglied bin. Ich hätte nicht an mich halten können und losgepoltert, als Jan van den Hurk gegen alles stimmte, was die Grünen (und Piraten) vorschlugen, was sie umfangreich erklärten und zur Abstimmung stellten: Alles ganz und gar prima Maßnahmen, die auf Klimaschutz und mehr und besseren Radverkehr hinauslaufen. Und Jan van den Hurk stimmte jedes Mal DAGEGEN. (Von den anderen SPD-Mitgliedern hatte ich sowieso nichts anderes erwartet.) 

Aber wenn jemand monatelang durch Aachen läuft und erklärt, wie wichtig Klima und Radentscheid sind und warum man da unterschreiben sollte . . .  und wenn der dann gegen mehr und besseren ÖPNV stimmt, gegen vor Sachkunde triefende Vorschläge der Grünen, die da auch schon mehr als ein paar Tage drüber nachdenken. Sehr ausgewogene, gut begründetet Vorschläge, auch vom Piraten im Ausschuss vorgetragen. 

Sorry, da fehlen einem die Worte. Das ist ja, wie wenn jemand im Tierschutzverein aktiv ist und auch noch Spenden sammelt für die Tiere und dann – im Bundestag angekommen – sofort für das Schreddern von Küken stimmt. Hallo? Geht’s noch?

Vielleicht bin ich naiv, aber angesichts einer Umweltkatastrophe, die schon im Gange ist und wo jetzt schnellstens gegengearbeitet werden muss, da ist nicht Abwarten angesagt, sondern HANDELN. Nicht überstürzt, sondern klug aber flott. 

Was hatten Piraten und Grüne im Einzelnen zur Abstimmung gestellt und wurde von CDU und SPD abgelehnt? Hier einige Beispiele: 

Hitze und Trockenheit werden uns zu Ausgaben zwingen, wovon die meisten Menschen jetzt nicht mal eine Ahnung haben. So forderte Matthias Achilles (Piratenpartei) 500.000 Euro in den Haushalt einzustellen für unvorhergesehene Maßnahmen, die erforderlich werden wegen der grassierenden Klimakatastrophe. Man muss bedenken: Eine Katastrophe rollt auf uns zu, und wir haben noch ein bisschen Zeit, uns darauf vorzubereiten. Da wäre es ja sinnvoll, sich eine halbe Millionen parat zu legen – falls es zum Äußersten kommt, sozusagen. 

Die Grünen wollten 2020 schon mal 80.000 Euro einsetzen für die Planung einer Fahrradbrücke im Campus West, und 2022 und 2023 jeweils 2 Millionen zum Bau der Brücke. Außerdem sollte (für 80.000 Euro) ein Gutachten das „Parken in Aachen“ dahingehend erforschen, wie man das besser/anders regeln kann, so dass nicht 100.000 Pkw täglich bis mitten in die Innenstadt fahren. Weiter wollten die Grünen 500.000 Euro für Maßnahmen ausgeben, um die Fahrten der ASEAG zu beschleunigen und 2021 noch eine Million für Busspuren, insgesamt auch 200.000 Euro für eine Neukonzeption des ÖPNV usw. usw. usw.

Sage jetzt keiner, dafür sei kein Geld da. Aus der Kasse der Stadt wird für 50 MILLIONEN Euro, das Neue Kurhaus an der Monheimsallee saniert, nur damit das Eurogress ein paar Räume und Säle mehr für Kongresse und Tagungen zur Verfügung hat. Räumlichkeiten, die es in der RWTH sowieso schon gibt.

Eine Umwelt-Katastrophe rollt auf uns zu, und wir sanieren erst mal ein 100 Jahre altes Riesen-Gebäude. . . . . hier (Kopf auf Tisch)

Maßnahmen, die gestern im Mobilitätsausschuss zur Abstimmung gestellt wurden. Update: Ich bleibe übrigens bei meiner Einschätzung: Die Demonstrationen von FFF gehen der Politik am Arsch vorbei.
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Neue Professoren im Rathaus zu Gast: 21 Männer, 2 Frauen

Die 23 neuen Professoren der Aachener Hochschulen! Soweit man sehen kann, sind traurigerweise nur zwei Frauen dabei. Sonst alles Männer, seit 100 Jahren geht das schon so. „Welche Gesellschaft bildet das ab?“, kann man da fragen in Abwandlung eines Zitats von Boris Palmer, dem Oberbürgermeister von Tübingen. Ach ja: People of Color sind hier auch nicht dabei. These: Professor-Werden ist in Deutschland de facto einer bestimmten, auserwählten Gruppe vorbehalten. Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann.

Oberbürgermeister Marcel Philipp hatte 23 neu berufene Professoren (dabei wie man sieht nur 2 Professorinnen, von Diversität keine Spur) der Aachener Hochschulen ins Rathaus eingeladen. Das teilte die Pressestelle der Stadt mit und lieferte freundlicherweise auch gleich ein Foto mit.

Die offiziellen Vertreter der Stadtgesellschaft sind sehr bemüht um Kontakte zur RWTH, man möchte diese Hochschule und ihr Personal in die Stadt integrieren. Sie alle sollen Teil der Stadtgesellschaft werden. Auch die neuen Studentinnen und Studenten werden ja mit Veranstaltungen eigens begrüßt. Das Bemühen ist da, doch es gelingt nur schwer. RWTH und FH waren Jahre und Jahrzehnte eine Art Fremdkörper in der Stadt, das zu ändern ist nicht leicht und bisher leider nur selten gelungen.

„Wissenschaft, Forschung und Entwicklung zählen zu den wichtigsten Aushängeschildern der Stadt Aachen und sind zugleich eine wertvolle Ressource“, sagte Philipp in seiner Begrüßungsansprache. Ihm ist die Bedeutung der Wissenschaftler für die Stadt durchaus bewusst.

Jahr für Jahr beginnen tausende Studierende ihre akademische Laufbahn, gleichzeitig verlassen tausende die Hochschulen der Stadt als bestens ausgebildete Fachkräfte. Zu viele von ihnen kehren Aachen den Rücken, so die Ansicht etlicher Kommunalpolitiker. OB Philipp erklärte im Rathaus: Ausschlaggebend für den Erfolg der RWTH und der Fachhochschulen sei „eine exzellente Lehre, die durch Hunderte von Professorinnen und Professoren täglich vermittelt wird“.

Jedes Jahr beginnen zahlreiche neuberufende Professorinnen und Professoren ihre Lehr- und Forschungstätigkeit an einer der Aachener Hochschulen. Es ist wichtig, dass die sich in Aachen wohlfühlen. Und dass sie die Stadt im Westen als vielfältige und lebenswerte Stadt erleben.

Nach dem Empfang im Aachener Rathaus gab es für die Neuen noch eine Führung durch das am Katschhof gelegene Stadtmuseum Centre Charlemagne.

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Grünes Licht für das Neue Kurhaus. Kosten: 50 Millionen Euro

Das Neue Kurhaus neben dem Eurogress, als Bauwerk ein Schmuckstück an der Monheimsallee. Es steht leer und wird bis 2023 saniert. Foto: Archiv

Das Neue Kurhaus, euch allen bekannt als das Spielkasino von Aachen, neben dem Quellenhof an der Monheimsallee – zu finden, wird saniert. Für (zunächst geplant) 50 Millionen Euro. Das ist kürzlich im zuständigen, politischen Gremium der Stadt endgültig beschlossen worden. 50 Millionen aus der Kasse der Stadt.

Bei der Gelegenheit wurde im Rathaus noch einmal klargestellt: Mit dem Umsetzungsbeschluss aus der Juli-Ratssitzung ist zugleich der Baubeschluss gefasst worden. Die lokalen Zeitungen haben umfassend berichtet, mit denen haben wir in Aachen Glück. Aber ich habe den Eindruck, dass die Info trotzdem noch nicht bis zu allen vorgedrungen ist, die so etwas gern wissen möchten. Deshalb hier noch mal ein paar dürre Zeilen zu einem Mega-Projekt.

Das Neue Kurhaus ist tatsächlich ein Gebäude, das viele Aachenerinnen und Aachener mit heftigen nostalgischen Gefühlen betrachten. Dort haben sie getanzt, Jahre und Jahrzehnte zu Hunderten gefeiert, sich verliebt, fürstlich gespeist bei Sternekoch Gerhard Gartner oder zumindest davon geträumt, da mal hingehen zu können. Später haben sie auch mal ein paar Mark verspielt oder in der Disco getanzt. Jetzt steht der Kasten schon mehrere Jahre lang leer.

Man könnte es wasserdicht machen und warten, bis jemand kommt, der es kauft oder mietet. Für diese Möglichkeit plädierten die Piraten und die Grünen im Rat. Die Millionen könnte man dann für Schulen, Radwege, die Verkehrswende oder zur Abwendung der Klimakatastrophe, für ein besseres Klima im sommerlich heißen Aachen oder für die Sanierung des Hangeweiher usw. verwenden. Aber nein. Die Mehrheit entschied anders.

Die Abteilung Gebäudemanagement der Stadtverwaltung stellte jüngst die Kostensituation vor und bestätigte, dass die Sanierung rund 50 Millionen Euro kosten wird. Die Fertigstellung ist für Ende 2023 ins Auge gefasst. Hauptnutzer ist das Eurogress, das dort Tagungen und Kongresse stattfinden lassen wird. Die Nachfrage ist vorhanden.

Laut Verwaltung gibt es durch das Großprojekt keine Einschränkungen bei anderen Bauprojekten in der Stadt. Auch die Sanierung der Schulen bleibt angeblich unbeeinflusst von den Sanierungsarbeiten am Kurhaus.

Die Kasse der Stadt ist wegen der guten Konjunktur offenbar so prall voll, dass auf nichts verzichtet werden muss, während im Laufe der nächsten Jahre die 50 Millionen für das neue Kurhaus ausgegeben werden. Viel Geld im übrigen für ein paar Konferenzräume und -säle, die womöglich die RWTH auch zur Verfügung stellen würde.

***

Die Stadtverwaltung teilte jetzt auch aktuelle Zahlen zur „Schulsanierung“ mit: „In der Gesamtschau aller Finanzausgaben zwischen 2009 und 2018 landet die Stadt Aachen bei 184,7 Millionen Euro, die in diesem Zeitraum in die Schul- und Kita-Gebäude investiert worden sind.“  

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Ein Provisorium und viele Fragen

Provisorischer Asphalt-Belag, wo einst Pflanzen und Bäume wuchsen: Der Einmündungsbereich Klappergasse/Ecke Jakobstraße. Foto: Archiv

Ganz übel sieht seit Jahren der Platz Ecke Klappergasse/Jakobstraße aus. So nah an Markt, Dom und Rathaus einen Platz so lange so desolat zu belassen, das ist im negativen Sinne schon sensationell. Auch das Kopfsteinpflaster rund um die Terror-Poller fehlt, das sieht echt häßlich aus. Ein Aachener Sozialdemokrat hat eine Anfrage an den Oberbürgermeister (Chef der Verwaltung, die zuständig ist) gestellt. Die Fragen hätte ich allerdings – ehrlich gesagt – auch gern mal beantwortet.

Norbert Plum schreibt: „Mit Ratsanfragen vom 08. 03. 2018, 07. 06. 2018, 06. 05. 2019 und 14. 05. 2019 habe ich um Beantwortung der Frage gebeten, wann das Kopfsteinpflaster der Jakobstraße im Bereich der „Sicherheitspoller“ Ecke Judengasse wieder hergestellt wird. Und mit Ratsanfrage vom 14. 05. 2019 habe ich nachgefragt, wann der provisorische Asphalt-Belag im Einmündungsbereich Jakobstraße Ecke Klappergasse (an der archäologischen Vitrine) wieder in seinen ursprüng­lichen Zustand zurückversetzt wird.“

Der SPD-Ratsherr wurde vertröstet und hingehalten. Hier nachzulesen: Anlage Nummer 4. – Getan hat sich bezüglich „Sicherheitspoller Jakobstraße“ und „Jakobstraße/Ecke Klappergasse“ nichts. Wie es dort 2015 noch aussah und was dann geschah, seht ihr hier.

Jetzt macht Norbert Plum einen neuen Versuch: Er will (wörtlich) wissen:

  1. Wann wird das Kopfsteinpflaster der Jakobstraße im Bereich der „Sicherheitspoller“ Ecke Judengasse und zwischen Judengasse und Johannes-Paul-Il.-Straße verbindlich wieder hergestellt?
  2. Wann wird der provisorische Asphalt-Belag im Einmündungsbereich Jakobstraße Ecke Klappergasse (an der archäologischen Vitrine) mit Sicherheit wieder verschwinden? 

Kommentar: Wäre ja am besten, wenn die Verwaltung mal sofort loslegt und die 2 unansehnlichen Stellen beseitigt. Wenn das noch nicht mal zu schaffen ist (wg. Personalmangel?), wie sollen die denn dann ganze Radvorrangrouten kreuz und quer durch Aachen realisieren?

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So kann’s auch gehen: Manfred Maurenbrecher singt eine Ode an einen Platz in seinem Wohnviertel. Hier „Paradies Rüdi“.

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Aachen, not dead yet

Es soll auch schöne Hinterhöfe geben in Aachen. Gesehen hab ich schon viele – meist häßliche. Die schöneren hier: Ein paar Beispiele.

Es ist wahrscheinlich die Funktion eines Hinterhofs, das zu verstecken, was man nicht zeigen will: Mülltonnen, Garagen, überflüssiges Grünzeug, Briefkästen, alte Fahrräder, Autoabstellplätze, kaputte Kühlschränke, Waschmaschinen und Krempel für die nächste Sperrmüll-Abfuhr. Hinterhöfe sind seit jeher Un-Orte, eben gerade keine Vorzeige-Orte, leider.

In der Wirichsbongardstraße in Aachens Innenstadt

Meistens fragt man sich, wie es den Leuten damit geht, dass sie nach hinten aus dem Fenster schauen und dann auf Brandschutzwände blicken und auf Gerümpel, Mülleimer und abgestellte Autos.

Klein und eng sind naturgemäß die Hinterhöfe in der Innenstadt, ausladend sind die in den Bezirken am Rande der Stadt. Gefunden werden sie alle per Zufall: Man hastet von Termin zu Termin, schaut rechts, links, denkt noch „Leute, macht Platz, ich habe es eilig“ und dann sieht man aus den Augenwinkeln eine Einfahrt, dahinter einen Innenraum. Man geht ein paar Schritte zurück, knipst und stellt das Ergebnis ins Netz.

More to come.

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Auch das noch: Unter dem Pflaster liegt eine römische Wasserleitung

Feinarbeit: Philip Breidenbroich von skArcheoConsult legt in der Baugrube in der Lothringer Straße einen Teil der römischen Frischwasserleitung frei. Der Aquädukt führte von Burtscheid nach Aachen zum Bereich der heutigen Elisabethhalle. Foto: Stadt Aachen / Stefan Herrmann

Die Lothringer Straße steckt voller Überraschungen. Während die Baumschützer noch die fünf Bäume betrauern, die dort gefällt wurden, und die Radfahrer verfluchen, die dort auf Errichtung einer Radvorrang-Route bestehen, machen die Kanal-Bauarbeiter und Archäologen einen seltenen Fund: Teile eines römischen Aquädukts (Wasserleitung) konnten freigelegt werden.

Die alte Leitung hat ab etwa 100 n. Chr. über eine Länge von knapp zwei Kilometern Frischwasser von Burtscheid nach Aachen zu den großen römischen „Münsterthermen“ geführt. Die Stadtverwaltung teilte mit: Die nun entdeckte Ausrichtung des Aquädukts liefert Experten neue Erkenntnisse über den genauen Verlauf der Leitung.

„Es wurde immerhin die alte Wasserleitung entdeckt, die das römische Aachen mit Wasser versorgt hat“, ordnete Stadtarchäologe Andreas Schaub die Entdeckung ein.

Wasserversorgung für große Themen

„Unter Kaiser Trajan (98 bis 117 n.Chr.) wurde Aachen großräumig neu errichtet“, berichtet Andreas Schaub. „Unter anderem entstanden dabei die Thermen unter dem Dom – die ‚Münsterthermen‘ -, die mit rund 6200 Quadratmetern Fläche zu den größten Heilbädern im Imperium Romanum zählten. Vor allem für deren Versorgung mit Frischwasser wurde der Aquädukt von Burtscheid nach Aachen errichtet.“ 

Startpunkt am „Kalten Bach“

Der Startpunkt der römischen Frischwasserleitung lag beim heutigen Schwertbad in Burtscheid. Dort wurde vom „Kalten Bach“ – der Wurm – eine hölzerne Abzweigung errichtet, die in den Aquädukt geleitet wurde. Von dort verlief die rund 1770 Meter lange Leitung grob über die heutige Dammstraße, Bachstraße, Warmweiherstraße, Herzogstraße, Lothringer Straße, Wirichsbongardsstraße und Elisabethstraße bis zum Bereich, wo heute die Elisabethhalle und die Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Aachen am Münsterplatz liegen. Dort endete der Aquädukt in einem so genannten Wasserkastell.  

Massive Bauweise

„Die Leitung insgesamt ist in einer sehr massiven Art und Weise gebaut worden. Das Bauwerk war insgesamt etwa zwei Meter breit und ist – zumindest in großen Teilen – in die Erde eingegraben worden“, erklärt der Stadtarchäologe. Aufgrund der Aachener Topografie wurde im Bereich des heutigen Theaterplatzes durch eine Aquädukt-Brücke die dortige Senke überwunden, um dann zum Wasserspeicher im Bereich der Elisabethstraße zu kommen. – Zum Glück gab es damals noch keine Bebauungspläne, Umweltschützer und streitlustigen Anwohner. Die Leitung samt Brücke und Wasserkastell wäre sonst heute noch nicht fertig.

„Wenn es optimal läuft, findet sich darauf sogar eine Inschrift, die uns erlaubt, die Datierung noch exakter angeben zu können“, hofft Grabungsleiterin Sarah Janßen-Kempka. 

In wenigen Tagen schreitet dann aber in der Lothringer Straße der Kanalbau wie geplant voran und der römische Fund wird einfach wieder zugeschüttet.

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