Sehenswert: zwei Künstler im Hambacher Forst

Starker Bericht von 3sat kulturzeit über den Versuch der Polizei NRW, das erste  Malverbot seit dem 2. Weltkrieg zu verhängen. Alles nur, damit RWE seine gewissenlosen Rodungspläne im Hambacher Forst durchpeitschen kann. Es ist absurd. Es ist falsch.

Hier: http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=75682

Jenseits aller Kunstbetrachtungen gilt die Einschätzung:

Energiekonzerne missbrauchen die Erdatmosphäre als kostenloses Endlager für ihre CO2-Emissionen. 

 

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Wohnungen werden knapp und knapper, Politik reagiert

Die Wohnungsnot in Aachen wird immer größer. Das Gutachten des Instituts Quaestio kommt in diesem Zusammenhang zu dem Ergebnis, dass bis Ende 2019 in der Stadt circa 4.500 Wohneinheiten fehlen, bis Ende 2035 müssten insgesamt sogar mehr als 10.000 Wohnungen neu gebaut werden. Die Stadtverwaltung und die Aachener Politik müssen handeln. Sie verkaufen ab sofort Grundstücke, die der Stadt Aachen gehören, nicht mehr dem, der am meisten bietet. So war es bisher vorgeschrieben. Neu: Sie verkaufen jetzt die Grundstücke an den, der sich verpflichtet, z. B. Wohnungen zu bauen. Selbst wenn der „gute“ Käufer nicht den Maximalpreis zahlen kann.

Das neue Verfahren wird angewendet „bei der Vermarktung von mehr als 10 aneinander grenzenden Reihenhausbaugrundstücken und bei Projekten für den Geschosswohnungsbau, auf denen insgesamt mehr als 15 Wohneinheiten errichtet werden können“ (s. Verwaltungsvorlage).

Die Sache ist interessant und in ihren Einzelheiten etwas komplizierter, als hier kurz angerissen. Wer mehr wissen möchte: hier klicken

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Platz ist im engen Aachener Kessel, der noch dazu an einer Seite durch eine Staatsgrenze am Wachsen gehindert ist, immer zu wenig vorhanden. Auch für Unternehmen, die sich ansiedeln wollen (Stichwort: Zulieferbetriebe für das neue e.Go-Werk). Deshalb beschäftigen sich Politik und Stadtverwaltung mit der Gründung von „interkommunalen“ Gewerbegebieten. In Aachens Nachbarschaft hat nämlich z. B. Eschweiler noch reichlich Fläche.

Von „interkommunaler Zusammenarbeit bei der Gewerbeflächenentwicklung und -bereitstellung in Abstimmung mit den Nachbarkommunen und der StädteRegion“ ist die Rede. Dabei muss u. a. geklärt werden, in die Kasse welcher Kommune die Gewerbesteuer fließt. Mehr lest ihr hier.

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Wenn in Aachen Wohnungen gebaut werden, dann bisher viel zu oft Wohnungen für betuchte Leute. Deshalb wollen die Politiker vorschreiben, dass – wer Wohnanlagen baut – 50 40 Prozent aller neuen Wohnungen für Leute anbieten muss, die einen Wohnberechtigungsschein (WBS) haben.

Bisher waren die Vorhabenträger verpflichtet, im Plangebiet geförderten Wohnungsbau zu realisieren, und dabei zwischen 20 und 40 Prozent (bezogen auf die Anzahl der Wohneinheiten) im Sozialen Wohnungsbau zu erstellen. Jetzt werden es also 50   40 Prozent sein.

Übrigens: Insgesamt kann auf Grundlage der Daten festgestellt werden, dass mindestens 50 Prozent der Aachener Haushalte einen Anspruch auf WBS haben. Dabei ist vielen Menschen nicht bekannt, dass ein Wohnberechtigungsschein (WBS) nichts mit dem Bezug von sozialen Leistungen zu tun hat. Es reicht ein mittleres Einkommen – und schon bekommst du den WB-Schein. (Ein WBS ermöglicht es, öffentlich geförderte Wohnungen  günstig  zu mieten.) Noch Fragen? Lest hier weiter.

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Mit dem Wohnungsmarktbericht 2017 ist der 11. Bericht zum Aachener Wohnungsmarkt erschienen. Wie im letzten Jahr angekündigt wurde dabei eine weitere Ausdifferenzierung der Datenerfassung und –analyse vorgenommen. So werden insbesondere vermehrt Querbezüge zwischen den einzelnen Entwicklungen und zu den kommunalpolitischen Beschlüssen dargestellt.

Erstmals enthält der 11. Wohnungsmarktbericht ein Kapitel zum Thema „Kommunale Handlungsinstrumente“, in dem die wichtigsten Instrumente und Maßnahmen erörtert werden, die aktuell durch die Stadt Aachen zur Steuerung, Regulierung und strategischen Weiterentwicklung des lokalen Wohnungsmarktes angewandt werden.

Die Kommunalen Handlungsinstrumente sollen in den nächsten Berichten fortgeschrieben werden. Wie bereits im letzten Bericht eingeführt, wird aufgrund der besonderen Relevanz des Themas zudem der Bereich des „Öffentlich geförderten Wohnungsmarkts“ in einem eigenen Kapitel behandelt.

Der Wohnungsmarktbericht wird im Piratenbüro, Wilhelmstraße/Ecke Lothringer Straße in Kürze ausgelegt und kann dort eingesehen werden. Besteht überhaupt Interesse?

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Wohnungen könnte man auch da bauen, wo (in langen Jahren des Leerstands) mittlerweile vergammelte Gebäude im Besitz des Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) sind, in der Karl-Marx-Allee und der Nizzaallee beispielsweise, worauf in dieser Elektropostille schon im Juni 2015 hingewiesen wurde (s. Fotos unten).

Mittlerweile eine baufällige Ruine: ein Gebäude des BLB in der Karl-Marx-Allee in Burtscheid. Man sollte es abreißen und dort Wohnungen bauen.Ebenfalls im Besitz des BLB, und wie auf AachenNews.org bereits im Juni 2015 angeprangert: ein großes Gebäude in der Nizzaallee, leer und vergammelt. Empfehlung: abreißen und Wohnungen bauen.

 

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Papiermuseum Düren: Freier Eintritt in der Eröffnungswoche

In Düren kann noch diese Woche das neue Papiermuseum bei freiem Eintritt  besichtigt werden.

Das Papiermuseum Düren sieht jetzt aus wie aus Papier gefaltet, es ist aber aus Stein. Es ist eines von sieben Museen in Deutschland, die Papier zum Thema haben oder eine Abteilung zum Thema Papier besitzen. Das Museum befindet sich in Düren, wo es eine große und lange Tradition der Papierherstellung gibt. Noch heute wird an der Rur im Kreis Düren Papier hergestellt.

Das Museum (Neubau) wurde am gestrigen Sonntag eröffnet. Träger des Museums ist die Stadt Düren, die beim Neubau finanziell unterstützt wurde von Industriellen im Raum Düren, von zwei Bundesministerien, dem LVR und weiteren Geldgebern. Das Papiermuseum ist dem Leopold-Hoesch-Museum (Kunstmuseum) angegliedert, das seit dem 1. August 2018 von Anja Dorn geleitet wird. Zuvor hatte Renate Goldmann sieben Jahre lang als Museumschefin für jede Menge spektakuläre und hochinteressante Ausstellungen verantwortlich gezeichnet.

Aus der Pressemappe: 

Für die Gestaltung des neuen Papiermuseums und seiner Dauerausstellung zeichnen der mehrfach prämierte Kölner Architekt Klaus Hollenbeck und sein Team verantwortlich: Die architektonischen Schwerpunkte liegen im modernen Anbau, einer attraktiven Außenfassade, die Bestand und Neubau miteinander verbindet und die Anmutung eines ganz neuen Museums verleiht, sowie einer neuen Raumkonzeption.

Die gesamte Fläche wird durch den Einbau eines zweiten Geschosses von 500 qm auf 900 qm vergrößert und ein optimaler Rundgang für die Ausstel- lungsdramaturgie geschaffen. Das gesamte Museum ist nun auch barrierefrei. Durch die Erweiterung erhält das Papiermuseum einen neuen, museal angemessenen Zugang und rückt zugleich näher an das Leopold-Hoesch-Museum heran.

For more information über das Papiermuseum, klick here

 

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Über Fahrradwege und Fahrradstraßen

Beim Fahren über alle möglichen Aachener Fahrradwege kommen mir Fragen. Warum macht sich die Stadtverwaltung die Mühe und lässt sich praktisch für jeden Fahrradweg eine neue Gestaltung einfallen? Hier zum Beispiel (Theaterstraße) ist ein Fahrrad auf blauem Grund abgebildet . . . 

. . .  und an andere Stelle (s. Foto unten) ist ein Fahrrad auf eher rötlichem Grund dargestellt. Warum sind nicht einheitlich alle Fahrradwege mit rötlichem Grund markiert? 

Auf dem Foto unten sieht man drei weiße Fahrräder auf der Straße, zwei vorne und eins hinten. Da blicke ich jedesmal nicht so wirklich durch. Andere zum Glück offenbar wohl, denn die Stelle an der Normaluhr ist nicht als Unfall-Brennpunkt bekannt.  

Auf dem Foto unten ist der Radweg (Heinrichsallee) mit einer gestrichelten Linie markiert. 

. . .  und hier (Foto unten) geht es über einen sehr schmalen Fahrradweg, wo es eine durchgezogene Linie gibt, ins Grüne. Der kurze Fahrradweg ist aber so dermaßen schmal, dass man tatsächlich lieber auf der Linie fährt. Ist das so gewollt?

Es ist bestimmt verdammt schwer, in relativ enge Aachener Straßen die FahrradfahrerInnen zu integrieren. Aber nachdem jetzt bestimmt 20 Jahre lang das Rad immer beliebter wird (und zunehmend Leute mit dem Pedelec unterwegs sind), wäre es doch mal an der Zeit, zügig ein Radwegenetz aufzubauen – mit einheitlicher Darstellung auf der Straße. Unten ist ein weiterer Radweg abgebildet, einer von denen, die RadlerInnen sich mit FußgängerInnen teilen müssen. Das führt zu Reibereien. Wie die Fußgänger sich manchmal erschrecken, das ist der Wahnsinn . . . 

. . . und jetzt noch ein Foto (weitere werden folgen) von etwas, wo ihr mal raten sollt, was das für eine Straße ist. Na . . . ?

Es ist eine Fahrradstraße (hinten: der alte Bahnhof von Brand), die man als solche gar nicht erkennt. Ja, Aachen hat tatsächlich eine Fahrradstraße, es ist ein kurzes Stück, man beachte das Schild links. Es gibt in Aachen übrigens eine weitere Fahrradstraße, wo aber Autos nicht zugelassen sind.

Fahrradstraßen (4,5 Meter breit und auf rotem Grund) wünsche ich mir für Aachen noch sehr viele mehr. Ich bin mir übrigens sicher, dass die Piraten-Kollegen und die Grünen die Mehrheit im Stadtrat ohne Ende nerven werden mit Forderungen nach Fahrradstraßen. Die Radwege/-straßen sollte man einheitlich sofort als solche erkennen. Wie man das am besten macht, erfährt man bei ADFC und VCD garantiert kostenlos.

Zum Weiterlesen: Aufbruch

und: https://www.innovative-staedte.com/bücher/einrichtung-von-fahrradstraßen/

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Und noch was: Bitte lest zum Thema Hambacher Forst, was Ex-Museumschef Wolfgang Becker auf Facebook geschrieben hat. Sehr interessant.  Ich hoffe, der Link funktioniert.

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. . . und Schluss: Großbrand-Analyse liegt jetzt vor

Die Analyseergebnisse der vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) genommenen Proben nach dem Großfeuer in einem Industriepark in Rothe Erde (Montag, 27. August) liegen jetzt vor. Die Experten hatten das Umfeld des Brandes und die Gebiete, die von der Rauchwolke betroffen waren, direkt am Abend des Unfalltages untersucht und Proben entnommen.

Die Pressestelle der Stadtverwaltung verbreitet folgenden Text:

„Das LANUV teilt der Stadt Aachen mit, dass im unmittelbaren Umfeld der Brandstelle einige Oberflächen besonders stark mit Rauchgasen belastet worden sind. Hierzu zählen die insbesondere nordöstlich gelegenen Industriegebäude und die südlichen und südwestlichen Fassaden der Wohnblöcke an der Weißwasserstraße. Vorsorglich sollten in diese Betrachtung auch die dem Brand zugewandten Fassaden der weiteren Wohngebäude im Karree Weißwasserstraße, Fringsgraben, Hüttenstraße mit einbezogen werden.

Die bereits am Dienstag, 28. August, empfohlenen vorsorglichen Maßnahmen gelten für diesen engen Bereich um die Brandstelle (Weißwasserstraße, Hüttenstraße, Fringsgraben) laut LANUV somit sicherheitshalber weiter.
Das bedeutet: Sichtbar belastete Flächen (Partikelspuren, Asche, Rußablagerungen) sollen unter Verwendung von Handschuhen und mit normalen Reinigungsmitteln einmal gesäubert werden. Obst und Gemüse sollte gut gewaschen und nur geschält verzehrt werden. Großblättrige Pflanzen wie Salat sollten zur Sicherheit nicht verzehrt werden.

Insbesondere die Reinigung möglicherweise belasteter Oberflächen sollte von den Anliegern im besagten Karree, so das LANUV, zumindest für vorhandene Fenster und Türen befolgt werden. Die in der Vorwoche ausgesprochene vorläufige Empfehlung des LANUV, Salat und ähnliche im Privatgarten gezogene Nutzpflanzen nicht zu verzehren, wird für die Wohngebiete außerhalb des genannten Karrees Hüttenstraße, Weißwasserstraße und Fringsgraben aufgehoben.

Rasenschnitt und anderer Grünabfall kann generell der Kompostierung zugeführt werden.

Für die im Umfeld der umliegenden Kindergärten untersuchten Proben ergab sich kein nennenswertes Gefahrenpotential. Ein weiterer Handlungsbedarf ergebe sich für die Kindergärten und die betreffenden Wohngebiete nicht. Auch für den Kindergarten Weißwasserstraße und den anliegenden öffentlichen Spielplatz sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich, so die Landesbehörde abschließend.“

Und zum Schluss ein Foto, das ich gestern geknipst habe, das aber mit dem Text nix zu tun hat. Schön, nee?

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Umgang mit alten Akkus, Batterien und Elektrogeräten: Das empfiehlt die Feuerwehr

Die Brandursache ist gefunden, die Stadtverwaltung schickte folgenden Text , der hier nur ganz leicht verändert wiedergegeben wird.

Es steht fest: Die Ursache für den Großbrand in einer Lagerhalle in Aachen Rothe Erde war ein ausgedienter Akku. Nach Ermittlungen der Kriminalpolizei hat sich herausgestellt, dass circa 30 Kubikmeter Elektroschrott, der kurz zuvor angeliefert worden war, in der Halle selbständig in Brand geriet. Als Auslöser kommt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein noch unter (Rest-)Spannung stehender Akku in Betracht.

Elektroschrott im Allgemeinen und die Frage der korrekten Entsorgung von Akkus nimmt seit Jahren zu. Vor dem Hintergrund des Großfeuers in Aachen weist die Feuerwehr daher auf Folgendes hin: Alte Akkumulatoren, Batterien von Laptops oder ähnliche Geräte können selbst im Ruhezustand oder bei längerer Nichtinbetriebnahme eines Gerätes noch eine erhebliche Gefahrenquelle darstellen.

Diese Stromquellen können durch die Energie, die sich noch in den Geräten findet, einen Brand auslösen. Es wird deshalb dringend geraten, die Herstelleranweisung für die Aufbewahrung und die Außerbetriebnahme von Laptop-Batterien, Handy-Akkus und ähnlichen Geräten gründlich zu studieren und die Geräte gemäß diesen Vorschriften zu entsorgen.

Ergänzend dazu verweist die Feuerwehr der Stadt Aachen auf Empfehlungen des Bundesumweltamtes

(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/elektrogeraete/lithium-batterien-akkus#textpart-2):

Richtige Entsorgung: Werft Lithium-Batterien und Lithium-Akkus – wie alle anderen Batterien und Akkus auch – nie in den Hausmüll, sondern in die Batterie-Sammelboxen im Handel. Verbraucherinnen und Verbraucher sind hierzu gesetzlich verpflichtet. Sammelboxen müssen überall dort vorhanden sein, wo Batterien verkauft werden.

Die getrennte Sammlung hält zum einen die Schadstoffe aus Hausmüll und Umwelt fern. Zum anderen ermöglicht sie die Verwertung der Batterien und damit die Rückgewinnung wertvoller Stoffe wie zum Beispiel Stahl, Zink und Nickel.

Klebt bei lithiumhaltigen Batterien und Akkus vorher die Pole ab, um einen Kurzschluss zu vermeiden. Bei der Entsorgung von Elektroaltgeräten wie Fotoapparaten oder Laptops sollten vorher die Batterien entnommen werden. Auch bei Lithium-Batterien gilt: Wann immer möglich sollten bei mobilen Geräten Akkus den nicht wiederaufladbaren „Weg-Werf-Batterien“ vorgezogen werden.

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Großbrand in Rothe Erde. Keine Verletzten

Im Aachener Ortsteil Rothe Erde haben sich am heutigen Montag viele Menschen gefürchtet. Der Westwind trug dicke, schwarze Rauchwolken in Richtung Eilendorf und Stolberg davon. Foto unten: So sah der Brand aus vom Frankenberger Viertel her gesehen. Foto: Henning Brinkmann

Die Aachener Feuerwehren – freiwillige und Berufsfeuerwehr – haben heute gegen ein Feuer gekämpft, das in der Halle eines Recyclingbetriebs in Nähe der Philipsstraße in Aachen-Rothe Erde kurz nach 11 Uhr ausgebrochen ist.

Zunächst hieß es unter Passanten auf der Straße in Rothe Erde, dass es bei Continental brennt, was glücklicherweise nicht stimmte. Dann hieß es: Es brennt bei dem Professor von der Hochschule, womit die e.Go-Produktionsstätte von Professor Schuh gemeint war.  Stimmte auch nicht. Von da, wo ich herkam, sah es aber total so aus, und ich kam aus dem Erschrecken nicht raus.

Im Weitergehen konnte man aber klar erkennen, dass die e.Go-

Dauerte eine Weile, bis wir Passanten kapierten, dass nicht die e.Go-Produktionsstätte brannte, sondern eine andere Halle in dem Stadtviertel.

Produktionsstätte gar nicht brannte. Es war vielmehr eine Recyclinghalle, es brannte also Schrott. Zunächst erinnerte ich mich an eine Altpapier-Sammelstelle, aber es war tatsächlich Elektro-Schrott, der da brannte und höllenmäßig Qualm entwickelte.

Die Feuerwehr konnte eine Ausweitung des Feuers verhindern. Verletzte sind nicht zu beklagen. Es entstand eine so gigantisch, schwarze Rauchwolke, dass die von weit her zu sehen war.

Alle Wachen und Gerätehäuser waren übrigens trotz Großeinsatz besetzt, „damit der Grundschutz der Aachener Bevölkerung gewährleistet ist“, teilte die Pressestelle der Stadtverwaltung mit.

Wegen der Rauchentwicklung erging die Aufforderung an die Bevölkerung, in den Bereichen Aachen-Ost, Rothe Erde, Eilendorf, Haaren, Verlautenheide und in Teilen von Eschweiler und Stolberg Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungs- wie auch Klimaanlagen abzuschalten. Die Feuerwehr hat mit drei Messfahrzeugen die Luft gemessen, eine Analyse folgt.

Evakuiert wurden zwei Wohnhäuser an der nahegelegenen Weißwasserstraße, die Feuerwehr hatte die Lage bald gut im Griff, die Polizei sperrte das Gebiet weiträumig ab. In der Turnhalle Neuköllner Straße hat die Stadt Aachen eine Anlaufstelle für betroffene Anwohner eingerichtet.

Die Infos von der Stadt Aachen kamen zügig, der WDR und die Tageszeitungen leiteten alles weiter. Diesbezüglich lief alles glatt.

So stellte sich der Brand anfangs dar, von der Seite aus, wo sich das Quartier „Guter Freund“ in Forst (r.) befindet, gesehen.

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So habt ihr den Dom noch nie gesehen

Der gute, alte Aachener Dom soll in diesem Jahr noch viel raffinierter leuchten, als 2017. Tausende werden auf dem Katschhof erwartet. Foto: Archiv

Ein gigantisches Lichtspektakel wird im September zu Ehren des Aachener Weltkulturerbes veranstaltet. „Der Dom leuchtet“ in diesem Jahr sage und schreibe an 9 Abenden. Karten (nicht kostenlos) sind noch zu haben.

Vom 22. bis zum 30. September einschließlich wird der Dom zwischen 21.30 und 22 Uhr die Projektionsfläche für Bilder und Lichteffekte sein, die sich ein Artdirektor und ein Licht-Designer ausgedacht haben. Alles wird in der Dunkelheit noch viel imposanter und schöner leuchten, als in den letzten beiden Jahren, als sich schon mal die Massen auf dem Katschhof drängelten, um das Licht-Spektakel zu bestaunen.

Den Dom, der in diesem Jahr seit 40 Jahren zum Weltkulturerbe gehört, kann man mit Worten gar nicht beschreiben, so wundervoll und vollkommen

Ohne Tickets kein Licht-Spektakel. Die Verantwortlichen möchten nicht, dass mehr ZuschauerInnen auf den Katschhof gelangen, als zulässig ist.

erscheint er mir von innen und außen. Ihn zu erhalten ist seit Jahrhunderten eine freiwillige Aufgabe vieler Generationen. Das Interesse der Menschen auf diese Kostbarkeit zu lenken, scheint mir neben der Feierei auch das Ziel der 3D-Projektion zu sein.

Das muss ich einfach gesehen haben: Ein digitales Gesamtkunstwerk, ein Open-air-Spektakel mit Szenen aus der mehr als 1200-jährigen Geschichte dieses Bauwerks, für das ein RWTH-Lehrstuhl-Inhaber eigens ein 3D-Modell geschaffen hat. Ein Jahr dauerten die Vorbereitungen.

Das Vorprogramm beginnt jeweils um 21 Uhr, ab 21.30 Uhr gibt es dann die 20-Minuten dauernde Show. Kann sein, dass noch etwas gewartet werden muss, bis es ausreichend dunkel ist. Der 22. und der 29. September sind schon ausverkauft, am 28. September kommen nur Studierende auf den Platz zwischen Dom und Rathaus.

Pro Person werden nicht mehr als 4 Karten ausgegeben. Karten gibt es zum Beispiel in den Räumen der Dominformation (tägl. 10 bis 18 Uhr), direkt gegenüber von der Domschatzkammer.

Kleiner Vorgeschmack? So habt ihr den Dom noch nie gesehen: https://www.facebook.com/unseraachen

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Aachen-Image-Umfrage: Stadtverwaltung und Rat wollen es jetzt wissen

Aachen ist schön, ohne Zweifel, besonders wenn man in bestimmten Ecken nicht so genau hinschaut. Jetzt wird u. a. ein neuer Slogan gesucht.

Wer immer nur meckert oder unentwegt von Aachen als Stadt schwärmt, hat jetzt Gelegenheit, sich an offizieller Stelle Gehör zu verschaffen – im Rahmen einer Image-Umfrage.

Klar, Umfragen sind problematisch. Man weiß nie, was mit den Angaben genau gemacht wird usw. Die Stadtverwaltung versichert: „Die Umfrage ist anonym, der Schutz der Daten wird gewährleistet.“ Kann man dem vertrauen? Ich jedenfalls fände ich es schön, wenn der eine oder die andere hier mitmachen würde. 

Worum gehts? Verschiedene Fragen bittet man euch zu beantworten: Was unterscheidet Aachen von anderen Städten? Was macht die Stadt besonders? Würden Sie Freunden empfehlen, nach Aachen zu ziehen?
Mitmachen sollen Aachens Bürgerinnen und Bürger und Menschen aus der (eu)regionalen Nachbarschaft.

Weiter wird mitgeteilt, dass es sich um eine OnlineBefragung handelt. Sie ist „ein Bestandteil des Markenprozesses, den die Stadt Aachen – beauftragt durch den Rat der Stadt – angestoßen hat“. Untersucht wird das aktuelle Image der Stadt Aachen, die so genannte Marke mit ihren Bausteinen.

Was ist das Ziel der Umfrage? Aachen hat viel Attraktives zu bieten. Es sei  aber zu fragen, „ob die Stadt ausreichend gut profiliert unterwegs ist“. Der alte Slogan „Sprudelnden Vielfalt“ (70er Jahre, voriges Jahrhundert) wurde im Stadtrat als nicht mehr passend, als zu diffus empfunden. Ein klares Profil soll jetzt konturiert werden.

Dass aus den Angaben heraus bestimmte Missstände ermittelt und dann bearbeitet werden, das ist – so verstehe ich die Ankündigung – nicht das Ziel der Umfrage. 

Nach der Befragung soll es auch darum gehen, eine Verständigung unter den Multiplikatoren und Marketingakteuren der Stadt zu erzielen, das moderne Bild der Stadt einheitlich nach außen darzustellen. Dieses Bild muss auf den Punkt gebracht, einfach kommunizierbar und in jedem Zusammenhang anwendbar sein. (Als neuer Slogan, vermute ich.)

Der Markenbildungsprozess wird vom Dortmunder Büro „Heinze und Partner“ gesteuert. Noch bis zum 9. September kann man sich beteiligen. Mitmachen können alle, die in Aachen, der Städteregion, in Ostbelgien oder NL-Limburg leben. Nach Auswertung der Umfrage werden die Ergebnisse mit repräsentativen Aussagen über Aachen verglichen, die bundesweit ermittelt werden.

Hier geht es zur Umfrage:
https://skopos1.de/uc/JBP/a090/

 

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Mehr Sicherheit auf dem Pedelec. Kostenloses Training. Mit Update.

Ampel. Theaterstraße. Aachen.

Viele Menschen steigen aufs Elektrorad, obwohl sie jahrelang nicht mal mehr auf einem Fahrrad gesessen haben. Und es kommt nicht nur in Aachen zu immer mehr Unfällen.

Aus diesem Grund bietet die städtische Kampagne „FahrRad in Aachen“ ein kostenloses Pedelec-Fahrradtraining an. Dabei lernen die Fahrerinnen und Fahrer anhand spezieller Übungen, sich mit der Technik vertraut zu machen. Sie üben das Anfahren, speziell das Anfahren am Berg, Handling und Kurven fahren, so teilt das Presseamt der Stadt Aachen mit.

Sinn eines solchen Fahrtrainings ist es, ein Gefühl für das Pedelec zu entwickeln und damit dann sicher im Straßenverkehr fahren zu können. Dass immer mehr Menschen auf das Rad mit Elektroantrieb umsteigen, ist absolut begrüßenswert. Die Leute lassen das Auto stehen und fahren auf ihren E-Bikes in die Stadt oder aus der Stadt raus ins Grüne.

Aufgrund der zusätzlichen Motorkraft eines Pedelecs und dem höheren Gewicht fährt sich ein Pedelec anders als ein herkömmliches Fahrrad. Deswegen ist es auch empfehlenswert, gefährliche Situationen im Zuge eines solchen Fahrtrainings auszuprobieren, um darauf vorbereitet zu sein und passende Handlungsmuster zu trainieren. So wird zum Beispiel das Gleichgewicht geschult, Hindernisse überwunden und auch eine Vollbremsung bei 25 Kilometern pro Stunde geübt.

Das Training dauert rund drei Stunden und findet statt am Freitag, 21. September, und am Mittwoch, 10. Oktober, jeweils von 16 bis 19 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen begrenzt. Es besteht Helmpflicht!

Anmeldung bei Dr. Stephanie Küpper unter fahrrad-in-aachen@mail.aachen.de oder unter Tel. 0241 / 432-6133.

Weitere Infos: hier

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Update: Die Nachfrage nach den beiden zunächst angebotenen Sicherheitstrainings für Elektrofahrräder (Pedelec) am 21. September und 10. Oktober war riesig groß. Deshalb bietet die Stadt im Rahmen ihrer Kampagne „FahrRad in Aachen“ zwei zusätzliche Termine an: am Donnerstag, 20. September, von 16 bis 19 Uhr im Floriansdorf (Septfontainesweg nahe der Feuerwache Nord) und am Freitag, 28. September, von 15 bis 18 Uhr auf dem Schulhof der Gesamtschule Brand, Rombachstraße 99.

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Der Verkehr ist durch technische Innovationen seit Jahrzehnten zwar immer sicherer geworden. Aber nur für eine Gruppe: Autofahrer. Die Zahl der getöteten und schwerverletzten Radfahrer ist in den letzten paar Jahren kaum gesunken. Verstehe die Zusammenhänge

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