Aachen bekommt einen neuen Stadtteilplatz

Bismarckstraße, Salierallee, Lütticher Straße, Vaalser Straße, Jakobstraße und jetzt auch noch die Lothringerstraße: Die Verwaltung hält derzeit ziemlich viele Bälle in der Luft. Es gibt aber auch viel nachzuholen. Diverse Straßen sehen nach Kanalsanierungen ziemlich heruntergekommen aus. Man wünscht sich für Aachen ein durchaus etwas eleganteres Erscheinungsbild. Es ist angenehm, wenn Stadtraum und Stadtbild attraktiv erlebbar und ansehnlich sind (mal ganz abgesehen von den Fahrradwegen, die doch sehr vermisst werden)

Widerstand ist vorhanden, ist aber weniger heftig als in früheren Jahren, als es bereits erste Bestrebungen gab, die Stadt etwas fußgänger- und fahrradfreundlicher zu gestalten. Es gibt jetzt einfach mehr Menschen, die mit dem Rad/E-Bike fahren wollen. Insbesondere haben sich auffallend viele Ü-50-Leute Räder angeschafft. Die krawalligen Autofans sind weniger geworden.

Premiumfußweg und Vorrangroute

Aktuell: Wie jetzt mitgeteilt wurde, wird die Lothringerstraße zwischen Wilhelmstraße und Oppenhoffallee umgestaltet. Damit werden der Premiumfußweg 3 (Frankenberger Park) und die Radvorrangroute Innenstadt-Eilendorf/Brand weiter gebaut. Die Stadt beabsichtigt außerdem, die heutige Platzfläche zwischen Alfons- und Friedrichstraße zu einem schönen Stadtteilplatz aufzuwerten. 

Bereits im April 2021 startete die Verwaltung einen Bürger*innendialog, aus dem dank großer Beteiligung seitens der Anlieger*innen und potentiellen Nutzer*innen viele Anregungen in die dann erfolgte Ausführungsplanung eingingen. Diese letzte Planungsphase ist nun abgeschlossen. Die Planungsergebnisse werden in einer vertonten Präsentation hier erläutert: www.aachen.de/lothringerstrasse

Die Platzfläche zwischen Alfons- und Friedrichstraße. Dort ist ab Anfang nächsten Jahres mit Bauarbeiten zu rechnen. Foto: AachenNews Archiv

Überdies ist die aktuelle Planung auch im Foyer des Verwaltungsgebäudes „Am Marschiertor“, Lagerhausstraße 20, ausgelegt. Das Verwaltungsgebäude ist montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr, freitags von 8 bis 14 Uhr geöffnet. 

Fragen und Hinweise zur Planung der Lothringerstraße im zweiten Bauabschnitt können schriftlich bis zum 8. Juli auf zwei Wegen eingereicht werden: zum einen über den Briefkasten im Foyer des Verwaltungsgebäudes „Marschiertor“, Lagerhausstraße 20, oder zum anderen per Mail an: lothringerstrasse@mail.aachen.de. Mit einem Baubeginn ist ab Anfang 2023 zu rechnen.

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Hier noch ein aktuelles Foto von der Bismarckstraße. Dass Autofahrern jetzt Gummipoller im Wege stehen, daran müssen sich viele noch gewöhnen, wie am heutigen Donnerstag, 30. Juni, zu beobachten war.

Im Vorgriff auf die Umgestaltung der Bismarckstraße wurde kürzlich ein Teilstück dieser Straße für den Kfz-Verkehr gesperrt. Alle anderen können hier problemlos durch, ausdrücklich auch E-Rollerfahrer*innen.

Einmal im Frankenberger Viertel unterwegs, kann man sich auch diesen Wohn/Büro/Geschäftskomplex in der oberen Bismarckstraße mal ansehen. Zur Erinnerung: Genau hier stand einst das „Aquarium“ genannte Verwaltungsgebäude der Vegla.

Unten Läden, darüber Wohnungen, Büros und Arztpraxen. Die Straße ist eine behelfsmäßig zusammengeflickte Rüttelstrecke.
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Jetzt buddeln sie wieder im Sand

Hier wird noch aufgebaut, mittlerweile steht der Sandkasten und Kinder sind mit Förmchen und Eimern vor Ort. Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann

140 Tonnen Sand füllen jetzt wieder (zum 7. Mal) den Platz zwischen Dom und Rathaus. Der Archimedische Sandkasten ist aufgebaut und lädt Kinder zum Spielen ein. Schaufeln und Förmchen spendierte die Stawag und liegen bereit.

Den Aufbau absolvierte das eingespielte Team des Stadtbetriebs innerhalb weniger Stunden. Das war ein Spektakel. Da wurden 160 Meter laufende Balken verlegt und mit 200 Schlossschrauben festgedreht, mit vier Kipplastern wurde Sand angefahren, der schließlich mit dem Radlader und auch per Hand in der 320 Quadratmeter großen Holzkonstruktion verteilt wurde.

Jeden Morgen bis einschließlich Sonntag, 7. August, wird der Sand auf Verunreinigungen kontrolliert. Außerdem gibt es wieder eine Archimedische Werkstatt, geleitet von Mitarbeitern der Kunstschule Bleibender Fabrik . Zum diesjährigen Thema „Energiegewinnung durch Windkraft“ bauen die Kinder unter der Anleitung des Künstlers Berthold Westhoff eine Konstruktion, mit der spielerisch erklärt werden soll, wie Energie gewonnen werden kann.

Der Sand ist in diesem Jahr übrigens frisch und neu, der vom letzten Jahr fand beim Hochwasser Verwendung – in Friesenrath und Walheim.

Das große Sonnensegel ist aufgebaut, und das beliebte Guten-Morgen-Yoga, ein Angebot im Rahmen der Gesunden Verwaltung der Stadt Aachen, findet ebenfalls wieder statt: Jeweils montags bis einschließlich 1. August, von 7 bis 7.30 Uhr – keine Kosten, keine Anmeldung.

Mit Infos vom Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing der Stadtverwaltung

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Neue Situation in der Bismarckstraße

Nicht am Montag, sondern erst am heutigen Mittwoch hat die Stadt ein wichtiges Stück Straße (am Neumarkt) gesperrt. Es musste offenbar umdisponiert werden, das kann vorkommen und ist nicht weiter problematisch. Wenn diese Sperrung bleibt, können dort Radfahrer*innen und Fußgänger*innen noch passieren, der Kfz-Verkehr aber nicht. Der wird umgeleitet.

Vor sich hin parkende Autos rauben durchschnittlich 23 Stunden am Tag den sich bewegenden Menschen ihren immer knapper werdenden Raum. Sind sie entfernt, wäre der Wille der Mehrheit der Politik im Rat umgesetzt. Die Bismarckstraße soll eine Fahrradstraße werden. Deshalb ist es erforderlich, dass auf dieser Straße weniger Pkw unterwegs sind als bisher. Der Kfz-Verkehr soll, so ist es geplant, auf die Oppenhoffallee ausweichen.

Die zahlreichen Radler*innen, die gewöhnlich die Bismarckstraße rauf- und runterfahren, fanden schnell ihren Weg – seitlich oder mitten durch. Die Autofahrer*innen kurvten einfach um den Neumarkt herum. Niemand regte sich (künstlich) auf.

Die Kellnerinnen vom „Insulaner“ wird es am meisten freuen: Sie können jetzt etwas zügiger die Straße queren, wenn sie die Gäste mit Essen versorgen. Die Terrasse vom „Insulaner“ befindet sich ja auf der anderen Straßenseite als die Gaststätte. Es wird weiter berichtet.

Die nächste Bewährungsprobe steht für Politik und Verwaltung in der Salierallee an. Auch die soll im Zuge der Verkehrswende und weil die Oberfläche der Straße sowieso saniert werden muss, fahrradfreundlich umgestaltet werden. Und – was für eine Schein-Katastrophe – es sollen auch dort ein paar Parkplätze wegfallen.

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Nachhaltiges Bauen: Stadt und RWTH Aachen starten Online-Umfrage

Immer öfter geht es in unserem Alltag um die Nachhaltigkeit. „Insbesondere im Bauwesen wird das vorhandene Potenzial in Deutschland allerdings noch nicht ausgeschöpft“, teilt die Pressestelle der Stadtverwaltung mit. Dies treffe sowohl auf den privaten als auch auf den öffentlichen Bausektor zu.

Nicht nachhaltig: So bauen, dass nach nur 30 oder 40 Jahren schon wieder alles abgerissen werden muss und das Material noch nicht mal wiederverwertet werden kann. Zwischen Annuntiatenbach und Templergraben befindet sich das weitläufige Kármán Auditorium. Es soll saniert werden, ein Bauzaun steht bereits seit vielen Wochen. Foto: AachenNews Archiv

Das Gebäudemanagement der Stadt Aachen hat daher zusammen mit dem Lehr- und Forschungsgebiet Internationale Wirtschaftsbeziehungen der RWTH Aachen University eine Studie entwickelt. Ziel ist es, besser zu verstehen, wie die Menschen in Aachen zu Nachhaltigkeit im öffentlichen Bau stehen.

Alle Bürger*innen sind im Rahmen dieser Studie herzlich dazu eingeladen, an einer Online-Umfrage teilzunehmen, um zu einem besseren Verständnis der Einstellung der Menschen zu diesem Thema zu gelangen. Hier geht es direkt zur Umfrage: 

https://www.soscisurvey.de/Nachhaltigkeit_oeffentlicher_Bau/?q=Aachen

Für die Teilnahme an der Online-Umfrage sollten etwa zehn Minuten eingeplant werden. Allerdings sind die letzten 6 Fragen sehr schwer. Ob Laien überhaupt durchblicken, das muss bezweifelt werden. Die Umfrage läuft bis zum 22. Juli. Stadt und RWTH bedanken sich vorab bei euch für die Unterstützung.

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Polizei informiert über „Sicherheit in der digitalen Welt“ – Noch Plätze frei

Wer das liest, nutzt höchstwahrscheinlich Computer, Smartphones und andere internetfähige Geräte im Alltag. „Doch das Internet bietet nicht nur Chancen, sondern auch Risiken und Gefahren“, das weiß man bei der Aachener Polizei. Es sei laut Digitalbarometer 2021 etwa jeder vierte Nutzer bereits Opfer von Cyberkriminalität geworden.

Nur etwa ein Drittel der Befragten nutzt angeblich einfache Schutzmechanismen wie z.B. automatische Updates. Das teilte das Kommissariat für Kriminalprävention und Opferschutz der Polizei Aachen jetzt mit. Dieses Kommissariat berät Bürgerinnen und Bürger in vielen Bereichen, wie sie sich besser vor Kriminalität schützen können – so auch im Bereich Cybercrime.

Wie man sich mit einfachen Möglichkeiten besser schützen kann und wo die Gefahren auch im privaten Bereich liegen, zeigt die Polizei in regelmäßigen Vorträgen zum Thema: „Sicher in der digitalen Welt“. Für den nächsten Termin sind noch Plätze frei! Der findet statt am Donnerstag, 30. Juni, um 18 Uhr im Polizeipräsidium Aachen, Trierer Straße 501.

Wer sich gelegentlich unsicher fühlt bei der Nutzung der Geräte in der digitalen Welt, ist möglicherweise bei einem Info-Termin der Polizei richtig.

Weitere Termine in diesem Jahr: 22.08. / 26.09. / 17.10. / 29.11.2022 jeweils um 18 Uhr

Anmeldungen (mit Termin, Name, Adresse und Rufnummer) per E-Mail bitte an: KP-O-Cybercrime.Aachen@polizei.nrw.de

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Neumarkt: Vorerst ist noch alles offen. Mit UPDATE

Heute, am Vormittag, in der Bismarckstraße. Gespanntes Warten.

Noch ist sie nicht gesperrt, die Straße zwischen der Gaststätte „Insulaner“ und dem Neumarkt. Die Baken stehen allerdings schon zum Aufstellen bereit. Es wartet an der Bismarckstraße außerdem ein Kamerateam des WDR auf Action. Die Sperrung scheint stadtweit von Interesse zu sein. (Tipp: Um 19.30 Uhr „Aktuelle Stunde“, WDR, einschalten.)

Heute soll in der Bismarckstraße ein entscheidendes Stück für den privaten Kfz-Verkehr geschlossen werden. Fußgänger und Radfahrer*innen kommen problemlos weiter. Das Sperren geschieht im Vorgriff auf die generelle Umgestaltung der Straße. Sie soll eine Fahrradstraße werden – mit deutlich größerer Aufenthaltsqualität als zuvor.

Die Neuaufteilung des Straßenraums war möglich geworden, weil zuvor der Kanal erneuert wurde und diese Arbeiten die Straße ohnehin ganz und gar kaputt gemacht hatten.

Entsprechend dem Willen der politischen Mehrheit in Aachen werden verschiedene Straßen fahrrad- und fußgängerfreundlich neugestaltet. Insbesondere die Grünen hatten mit dem Versprechen, eine Verkehrswende einleiten zu wollen, die letzte Kommunalwahl haushoch gewonnen. Auch ein Radentscheid hatte in Aachen in diese Richtung große Zustimmung erfahren. In Aachen haben Grüne mit ihren Vorstellungen vom Leben und von der Welt bei drei wichtigen Wahlen große Mehrheiten erzielt. Die einstige CDU-Stadt ist eine grüne Stadt geworden.

Die Ökopartei muss sich allerdings gegen eine kleine, sehr laute Gruppe von Menschen durchsetzen, die am liebsten alles so lassen wollen wie es immer war. Facebook und die Leserbriefspalten der örtlichen Presse füllen sie mit ihrem Unmut.

UPDATE

Relindis Becker weiß mehr und schreibt auf Facebook: „Heute wurden die Hinweisschilder aufgehängt, morgen werden die Baken zur Absperrung aufgestellt. O-Amt, Polizei und Straßenverkehrsbehörde werden nächste Woche auch vor Ort sein und sensibilisieren und aufkommende Fragen beantworten. So die Auskunft auf meine Nachfrage in der Verwaltung.“

Das Verfahren wird verzögert. Wir werden uns also noch gedulden müssen.

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Unterdessen: Ein Blick in die große Politik

Die Osteuropapolitik der SPD liegt in Trümmern. Die sozialdemokratische Osteuropapolitik hat nicht zu Frieden geführt. Unter dieser hat sich Russland zu einer richtigen Diktatur entwickelt, wo Menschenrechte, Pressefreiheit und Demokratie mit Füßen getreten werden.

Russland verfolgt eine offen-kriegerische Außenpolitik. Erstaunlich, wie schwer es den Sozialdemokraten fällt, das einzusehen. Für Scholz ist nicht wichtig, dass die Ukraine gewinnt, für ihn sind nur die Beziehungen zu Russland wichtig und die Frage, wie sich diese Beziehungen nach Ende des Krieges gestalten werden. Nur einzelne Figuren bei der SPD verstehen, was die Stunde geschlagen hat.

Wer jetzt Zeit hat, kann den folgenden Text lesen. Es ist eine sehr interessante Analyse zur „Zeitenwende“. Keine Gewalt ist keine Lösung.

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Ab heute: Am Neumarkt ist für den privaten Kfz-Verkehr kein Durchkommen mehr*

In diesem Teil der Bismarckstraße gibt es im näheren Umfeld acht Restaurants/Cafés mit Außengastronomie. Sollte dort ein Stück Straße für den privaten Kfz-Verkehr gesperrt bleiben, werden sicher noch weitere hinzukommen. Keine schlechte Perspektive für Menschen, die es wegen Hitze aus den Wohnungen treibt.

Pkw-Durchfahrt in der Bismarckstraße wird gesperrt 

Im Vorfeld des geplanten grundlegenden Umbaus der Bismarckstraße, die eine Fahrradstraße werden soll, wird von heute an die Durchfahrt für den Kraftfahrzeugverkehr auf Höhe des Neumarkts unterbunden.

Die Bismarckstraße wird für den Durchgangsverkehr mit Kraftfahrzeugen zunächst provisorisch unterbrochen: mit Schildern, Sperrgittern und Flexipollern. Diesen Abschnitt am Neumarkt können in Zukunft nur noch die nutzen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Zugleich wird am Neumarkt bereits jetzt mehr Platz für kreative Nutzungen, Aufenthalt oder auch Außengastronomie geschaffen, dies bewußt einige Monate vor Beginn der geplanten umfassenden Umgestaltung der Straße, die laut bisheriger Planung im ersten Quartal des Jahres 2023 starten soll. 

Alles von Politikern so beschlossen

Mit der neuen Verkehrsführung setzt die Fachverwaltung das um, was der Mobilitätsausschuss in seiner Sitzung 17. März 2022 beschlossen hatte. Wer von der Schlossstraße kommt, wird bereits vor der Einmündung der Goffartstraße per großem Schild darauf hingewiesen, dass die Durchfahrt am Neumarkt nicht mehr möglich ist. Kurz vor dem Neumarkt ist ein Abbiegen nach rechts aber weiterhin für alle möglich. 

Alle, die von der anderen Seite, also von Drimbornstraße oder Viktoriaallee auf der Bismarckstraße in Richtung Neumarkt mit Kraftfahrzeugen unterwegs sind, werden ebenfalls mit großen Hinweistafeln vor der Kreuzung Bismarckstraße/ Viktoriaallee auf die Sperrung am Neumarkt hingewiesen. 

Durcheinander wird sich einstellen

Trotzdem wird es natürlich am heutigen Montag zunächst mal ein Riesendurcheinander geben. So, wie man es zuletzt am Annuntiatenbach erlebt hat. Aber da kann man nichts machen. Nicht jede/r Autofahrer*in hat die Zeit, sich über die Verkehrspolitik der Stadt Aachen im Einzelnen zu informieren. Entsprechend steht mancher wie der Ochs vorm Berg, wenn es an die Realisierung geht.

Was zunächst wieder eine Art Aufstand provozieren wird: Die Parkplätze auf der Geschäftsseite der Bismarckstraße am Neumarkt entfallen ersatzlos. Die freiwerdende Fläche kann alternativ genutzt werden. Dazu zählen zum Beispiel weitere außengastronomische Angebote

Bitte wegfahren

Auf Höhe des Neumarktes sind inzwischen Halteverbotsschilder aufgestellt worden, damit mit der Umgestaltung am heutigen Montag, 27. Juni, begonnen werden kann. Autos, die in den letzten Tagen dort noch geparkt wurden, sollten spätestens am Montagmorgen bis 7 Uhr weggefahren werden.

Blick auf die Gaststätte „Insulaner“ und den Neumarkt. Pkw sollen wegen der Sperrung über Seitenstraßen umgeleitet werden.
Die Bismarckstraße wird bald gänzlich anders aussehen, sie soll Fahrradstraße werden. Foto: AachenNews Archiv

*Zu der Überschrift (sie lautete: Am Neumarkt ist ab Montag kein Durchkommen mehr) gab es auf Facebook eine Anmerkung.

Dort steht: „Kein Durchkommen“ ist eine Windschutzscheiben-Perspektive. Natürlich kommt jeder am Neumarkt noch durch. Nur wer im Auto sitzt, muss eine Schleife um den Neumarkt herum fahren.

Die Überschrift wurde danach korrigiert.

Mit Infos von Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Samstag ist wieder Lothringair

Samstag, 25. Juni, ist es soweit: Eine ganze Straße feiert. Es ist nach einer längeren Corona-Pause – zum 6. Mal – wieder Lothringair. Das Programm von diesem einmaligen Straßen-Festival findet ihr hier. Tausende werden sich wieder aufmachen und dabei sein – Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Los geht es um 14 Uhr. Und wenn zum Schluss die Aufräumkolonne durch die Straße geht, ist immer noch nicht Schluss, denn ab 23 Uhr gibt es wieder eine Aftershowparty im Musikbunker in der Goffartstraße. Organisiert wird das Lothringair ehrenamtlich. Es ist eine Privat-Initiative, die in Kooperation mit dem Musikbunker Aachen von Anwohnern, Kulturfreunden und lokalen Künstlern auf die Beine gestellt wird.

Ein Teil der Kosten wird durch Sponsoren und öffentliche Fördermittel finanziert. Um aber alle Künstlerhonorare decken zu können und damit das Festival für die Besucher*innen weiterhin kostenfrei bleibt, gab es eine Crowdfunding-Kampagne.

So könnt ihr euch heute amüsieren: Es gibt Tanztheater, einen Skate-Parcours und Ausstellungen, nachhaltige Mode und Musik, Musik, Musik. Die Kratzenfabrik erlaubt Einblicke in ihre Räume und das Printmagazin POEBEL ist dabei wie auch die Klingwiese. Das F/4 Mobile hat seine Räume in der Schlossstraße zur Verfügung gestellt, das Hochschulradio macht mit auf eigener „Bühne“ und sendet aus der Lothringerstraße.

Das Festival sprengt seine Grenzen und reicht bis zum Hirschgrün in der Richardstraße. Raststätte und Berufskolleg gehören zu den 16 Orten des Festivals, ein Reisebüro, mehrere Ateliers und der Alfonsplatz zählen zu den Orten, auf denen sich das Festival austobt. Hier zu finden.

Kurz: Das Lothringair-Festival zeigt, welch kreatives Potenzial in dieser Aachener Straße steckt und wie vielfältig die regionale Kunst- und Kulturszene ist.

Eine Szene, gesehen beim Lothringair im Juli 2019. Foto: AachenNews Archiv

Alle Infos findet ihr hier: https://lothringair.de

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Von Aachen nach Brüssel und zurück

In der Franzstraße, quasi hinter der ehemaligen Klaus-Hemmerle-Hauptschule, befindet sich der „Spielplatz Franzstraße“. Es ist eine kleine, grüne Idylle, wo dieses Foto entstand. Wer Häuserwände mag (wg. Platz für Graffiti) und auch Bäume, dem könnte es gefallen.

Der heutige Freitag scheint wie der gestrige Tag wieder nervig zu werden. Zunächst gab es in Forst gegen 8 Uhr morgens das Geheul eines durchdringenden Signaltons. Hier ist völlig unbekannt, woher das kam und was der Ton zu bedeuten hat.

Dann gab es mittags viel Aufregung wegen eines verdächtigen Gegenstandes, gefunden im Verwaltungsgebäude am Hauptbahnhof, im dortigen Bürgertestzentrum. Dabei handelte es sich laut Polizeimeldung um einen Schuhkarton aus dem Kabel heraushingen. Die Polizei Aachen sperrte den Bereich um den Bahnhofsvorplatz weiträumig ab. Alle im Gebäude befindlichen Personen mussten das Haus sicherheitshalber verlassen. Stress pur.

Spezialisten des Landeskriminalamtes gaben aber schnell Entwarnung. „Von dem Schuhkarton ging keine Gefahr aus“, teilte die Polizei mit. Alles gut.

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Im Radio ist zu hören, dass nun Länder wie Albanien und Montenegro total angepisst sind, weil sie nämlich schon seit vielen Jahren darauf warten, EU-Beitrittskandidaten zu werden und sich jetzt arg zurückgesetzt fühlen, weil dieses Entgegenkommen der Ukraine und Moldau scheinbar umstandslos gewährt wurde. Verständlich, dass man da sauer ist. Aber: Dass ein zu Unrecht von Russland dermaßen hart angegriffenes Land etwas anders (bevorzugt) behandelt wird als andere, scheint zumindest mir logisch. Zur Erinnerung: Die Ukraine soll ausgelöscht werden, da ist Beistand ein Muss.

Passend zur allgemeinen politischen Lage, hat sich ein Teil der Fraktion DIE Zukunft dieser Tage auf den Weg nach Brüssel zum Europaparlament gemacht (s. Foto unten). Dort konnte man live eine kurze Rede von Ursula von der Leyen (CDU), Präsidentin der Europäischen Kommission, zur Ukraine anhören. Sie wechselte innerhalb ihrer Rede von Englisch zu Deutsch und zu Französisch. Resümee: Das war keine shit show.

Erinnerungsfoto: Diese sympathischen Menschen aus Aachen haben in Brüssel den Europa-Abgeordneten der Piratenpartei, Dr. Patrick Breyer (mit Maske), besucht und einer Sitzung des EU-Parlaments beigewohnt.

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Zurück nach Baustellen-City (aka Aachen).

Hier werden Zug um Zug die rund 100 Jahre alten Abwasser- und sonstigen Kanäle erneuert. Das macht man, um nicht ständig von Kanal-Brüchen samt Straßenüberschwemmungen überrascht zu werden (wie z. B. in der Wilhelmstraße), sondern geplant vorgehen kann. Das ist sinnvoll, wird aber leider nicht gut kommuniziert in Aachen.

Man ärgert sich über die Vielzahl von Baustellen, aber es wird auch einiges fertig in Aachen. Zum Beispiel ist an einer Ecke vom Münsterplatz (nach vielen Monaten) das Baugerüst samt Hüllen verschwunden. Dort wird jetzt die elegante Innenausstattung eines neuen Cafés installiert. Betreiber und Eigentümer ist die vom Templergraben her bekannte „Bäckerei Kaussen“. Zuvor befand sich dort, (korrekte Adresse: Hartmanstraße 2), das Geschäft „Gimo Moden“.

Neues Café mit großer Fensterfront: Am Münsterplatz ist jetzt das Baugerüst verschwunden.

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Hier gehts später LEIDER NICHT wie zunächst versprochen weiter mit Infos über die kurzfristige Beschlagnahmung des Piratenpartei-Servers im Vorfeld des G7-Gipfels in Elmau.

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Gasmangel, Bombe und eine alte Schule

Was für ein Tag! Der Wirtschaftsminister ruft die Alarmstufe Gas aus. Das bedeutet, die Experten haben ausgerechnet, dass wir im späten Winter nicht mehr genug Gas haben werden. Diese Knappheit hat mit Putin und seinem grauenhaften Krieg zu tun. Der Mann ist größenwahnsinnig und will, dass jede/r glaubt, Russland sei immer noch eine Supermacht. Dabei ist Russland nur noch halb so groß wie die Sowjetunion einst. Schon redet Putin davon, dass auch die baltischen Länder eigentlich zu Russland gehören.

Russland ist ein Land, das nichts Großartiges produziert, das nur Sachen aus dem Boden pumpen kann, die dort seit vielen Millionen Jahren rumgelegen haben (z. B. Öl und Gas). Russland produziert nichts Herausragendes, was verkauft werden könnte. Und so zerstört der Öl- und Gasreichtum das Land strukturell und wirtschaftlich. Man sieht einfach nicht die Notwendigkeit, sich auf die Hinterbeine zu setzen und zu arbeiten. So und mit nur 140 Millionen Einwohnern ist man keine Supermacht.

Und als wäre das nicht aufregend genug, wird in Aachen eine fette Bombe gefunden. Seit 7 Uhr heute morgen mussten 3800 Menschen evakuiert werden. Gegen 14 Uhr nachmittags war das Teil dann tatsächlich entschärft und niemand zu Schaden gekommen. Alles gut.

Und als wäre das nicht aufregend genug, nervt einen die örtliche CDU mit ihrem Fahrradwege-Hass ohne Ende. Hätten wir uns deren Geschwurbel heute im Mobilitätsausschuss auch noch angetan, wir wären ausgerastet. Da haben wir lieber die Tweets von Matthias Achilles (Fraktion DIE Zukunft) gelesen und so den Hergang der Diskussion mitverfolgen können. Am Ende steht fest: Der Templergraben bleibt frei von privatem Kfz-Verkehr, und Matthias Achilles kassiert seinen ersten Ordnungsruf, jemals.

Der Zufall wollte es, dass ich in der Franzstraße an der ehemaligen Klaus-Hemmerle-Hauptschule vorbeigekommen bin. Die Schule wird jetzt tatsächlich doch abgerissen, nach jahrelangem Planen. Hatte schon gedacht, das wird nichts mehr. Aber nein!

Wird abgerissen: die ehemalige Klaus-Hemmerle-Hauptschule in der Franzstraße, in der zuletzt Flüchtlinge gewohnt haben.

Auch nervenzerfetzend ist so ein Abriss mit großem Gerät! Besonders, wenn man mit dem Gebäude enorm viel verbindet. Aber es entstehen auf 4500 Quadratmetern 117 neue Wohnungen (zu 30 Prozent öffentlich gefördert) und ein paar Läden. Den Neubau in bester Innenstadtlage realisiert – wie könnte es in Aachen anders sein – das Architekturbüro Kadawittfeld. Die sollen ja auch in Stolberg für das neu zu bauende Rathaus schon Ideen entwickelt haben. Zunächst war noch ein Seniorenheim geplant, aber dann hat man sich für den Bau von Wohnungen entschieden.  Bauherr des neuen Wohnkomplex ist der Aachener Investor AGP GmbH, der die ehemalige Schule nebst Grundstück seinerzeit erworben hat.

Das war mal eine Schule. An einem Architekten-Wettbewerb hatten 2016 über ein Dutzend Architekten teilgenommen, es gab zwei Gewinner.
Will man etwas Neues bauen, muss meistens zunächst Altes zerstört werden. Wie jetzt in der Franzstraße.
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