Die Neuen stellen sich vor, und die Kunstpause ist wieder da

Es ist ein umfassender Personalwechsel, mit dem die Aachener Kulturlandschaft konfrontiert wird. Drei Spitzenposten in führenden Institutionen sind vor kurzem neu besetzt worden oder werden es demnächst.

So ist Carla Cugini neue geschäftsführende Vorständin der Peter und Irene Ludwig Stiftung (die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert), Eva Birkenstock ist neue Direktorin des Ludwig Forums in Aachen und Till-Holger Borchert neuer Direktor des Suermondt-Ludwig-Museums.

Der Museumsverein Aachen teilt mit, die Drei vereine nicht nur der Name Ludwig, „sondern auch eine große Liebe zur Kunst“. Was ja zu erwarten war.

Doch gefragt wird auch: Was treibt sie an? Welche Themen aus Kunst und Kultur – und darüber hinaus – beschäftigen sie? Welche Pläne haben sie für ihre jeweiligen Häuser? Wie blicken sie auf Aachen als Kulturstandort und als neue Heimat? Und wie auf die herausragende Sammlung von Peter und Irene Ludwig?

Darüber sprechen Carla Cugini, Eva Birkenstock und Till-Holger Borchert mit Christian Rein, Kulturredakteur von „Aachener Zeitung“ und „Aachener Nachrichten“.

Carla Cugini, Eva Birkenstock und Till-Holger Borchert kann man kennenlernen: bei einem Abend veranstaltet vom AZ/AN-Freundeskreis in Zusammenarbeit mit dem Ludwig Forum und den Freunden des Ludwig Forums kennen. Termin: Donnerstag, 19. Mai, um 18 Uhr im Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen, Jülicher Straße 97 – 109.

Um eine Anmeldung per E-Mail an ludwigsneuekoepfe@medienhausaachen.de wird gebeten.

Das Ludwig Forum für Internationale Kunst. Foto: AachenNews Archiv

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Die „Kunstpause“ ist wieder vor Ort! Wer ein Werk in 15 Minuten kennenlernen will, muss sich dienstags von 13 bis 13.15 Uhr im Suermondt-Ludwig-Museum (Wilhelmstraße 18) einfinden.

Wer also Lust auf Abwechslung in der Mittagspause und neue Bekanntschaften hat, macht eine „Kunstpause“ im Suermondt-Ludwig-Museum! In nur 15 Minuten lernt man ein Meisterwerk der Kunstgeschichte kennen.Termin ist z. B. am Dienstag, 7. Juni, von 13 bis 13.15 Uhr, wo es um das Bild „Versuchung des Hl. Antonius“ geht.

Das Museum teilt dazu mit: „Das aus drei blockverleimten Brettern bestehende Eichenholzrelief zeigt den Eremiten Antonius, der vor seiner Klause in einem Wald sitzt und von zahlreichen Ungeheuern bedroht wird, einem Schuppentier, einem Drachen mit herabhängenden weiblichen Brüsten, einem krallenfüßigen Wesen in Mönchskleidung. Der spätmittelalterliche Bildschnitzer stellt die inneren Versuchungen des Hl. Antonius als von außen auf diesen einwirkende, ungeheuerliche Mischwesen dar. Dieses Thema, das in der Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts häufiger vorkommt, ist in der mittelalterlichen Skulptur selten anzutreffen.

Insofern handelt es sich bei diesem Stück um ein Highlight der Aachener Sammlung.“

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Wahlplakate-Zerstörer leisten ganze Arbeit

Wahlplakate waren noch nie besonders beliebt, sind aber trotz Internet und Plattformen auf jedem Handy bei Wahlkämpfen unverzichtbar. In diesem Jahr, wo die NRW-Wahl nur noch zwei Wochen hin ist (15. Mai), sind die Wählerin und der Wähler besonders gnadenlos zu den Plakaten. Sie werden beschädigt, runtergerissen und natürlich beschmiert.

Vorrangig scheint es die CDU zu treffen. Aber auch die FDP. Die kommt mit dem Nachhängen nicht mehr nach, die Stellen bleiben frei. Nur eine Partei gibt es, die verzeichnet bisher noch keine Verluste. Die gute, alte Piratenpartei.

Hängt relativ niedrig, wurde aber bisher noch nicht beschädigt. Woran das nur liegen mag???
Und auch dieses schlichte Plakat mit einem schönen Wortspiel hängt und hängt und hängt. Schade, dass nach dem 15. Mai Schluss ist. Diesem Plakat würde man ja locker ein paar zusätzliche Wochen gönnen.

In Aachen vor dem Stadtarchiv, Reichsweg 30, vormals Nadelfabrik.
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Freibad Hangeweiher ist offen

Die Freibadsaison im städtischen Freibad Hangeweiher ist eröffnet. Neben dem 50-Meter-Schwimmerbecken, ausgekleidet mit Edelstahl, mit Sprunganlage, bietet auch das Nichtschwimmerbecken im Edelstahllook mit Wasserkanonen, großer Edelstahlrutsche und Massagedüsen Badespaß für Groß und Klein.

Für die ganz Kleinen steht ein Kinder-Planschbereich im Schatten zur Verfügung. Außerdem gibt es verschiedene Spiel- und Sportmöglichkeiten. Die Stadtverwaltung teilt mit: „Ganz gleich ob Frühschwimmer*innen, Sonnenhungrige oder Familienbadetag – das innenstadtnahe Freibad mit großer Liegewiese und schönem Baumbestand ist für alle attraktiv.“

Aachens Freibad ist picobello hergerichtet und wartet auf große und kleine Wasserratten.

Voraussichtlich stehen die Kartenautomaten mit integriertem Geldwechsler aus technischen Gründen erst verspätet zur Verfügung. Aber nicht nur deswegen lohnt es sich, bereits vorab eine Eintrittskarte im Webshop unter www.ticket-baeder.aachen.de (Link funktioniert leider noch nicht) zu kaufen, sondern auch, um Wartezeiten zu vermeiden.

Der Hangeweiher wird in diesem Jahr wieder in drei Phasen zu geänderten Öffnungszeiten geöffnet sein, die sich an die Witterungs- und Lichtverhältnisse anpassen.

Das Freibad ist vom 1. bis 31. Mai wie folgt geöffnet: 

·          Mo.  12.00 – 20.30 Uhr

·          Di.  06.30 – 20.30 Uhr

·          Mi.  06.30 – 20.30 Uhr

·          Do.  06.30 – 20.30 Uhr

·          Fr.  06.30 – 20.30 Uhr

·          Sa.  06.30 – 20.30 Uhr

·          So.  06.30 – 20.30 Uhr

Kassenschluss ist täglich um 19.30 Uhr, das Ende der Wasser- und Duschzeit täglich um 20 Uhr, das Gelände des Freibades muss bis 20.30 Uhr verlassen sein. Bei schlechter Witterung kann das Freibad früher geschlossen werden. Am Montag, 2. Mai, entfällt der Reinigungstag, sodass der Hangeweiher ausnahmsweise von 6.30 bis 20.30 Uhr geöffnet ist.

Die Entgeltordnung für die Schwimmbäder und viele weitere Infos s. unter www.aachen.de/schwimmen.

Platz satt ist auf der großen Wiese für alle, die mit großen Decken und vielen Kindern anrücken. Aber: Das Gelände des Freibads muss bis 20.30 Uhr verlassen sein.
Vor dem Eingang vom Freibad: Dort wird bald wieder alles voller Fahrräder sein.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Vor 50 Jahren: Das Ende der Selbstbestimmung

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen eröffnete gestern die Ausstellung „Alle für eine?“ im Centre Charlemagne. Marc Teuku von der Fraktion „Zukunft“ dokumentierte die Vorgänge in Wort und Bild.

An ein (dunkles) Kapitel Aachener Geschichte erinnert jetzt eine Ausstellung im Centre Charlemagne in Aachen. „50 Jahre kommunale Neuordnung“ kann Aachen feiern. Den vor 50 Jahren ihrer Selbstständigkeit beraubten heutigen Stadtteilen war damals gar nicht zum Feiern zumute. Im Gegenteil.

Ob Aachen, Monschau, Heinsberg oder Heimbach: Anfang der 70er Jahre wurde ganz NRW neu zugeschnitten. Aus vielen einzelnen Gemeinden in NRW wurden wenige große. Die Kleinen wehrten sich wie bekloppt, es gab Protestversammlungen zu Hauf und Prozesse bis in die höchsten Instanzen. Allein: Es wurde nichts erreicht.

Die kleine Ausstellung in Aachen zeigt Dokumente aus den eingemeindeten Stadtteilen – aus Brand, Eilendorf, Haaren, Kornelimünster, Laurensberg, Richterich und Walheim. Die wurden durch die Eingemeindung zu neuen Stadtteilen der Stadt Aachen. Das sogenannte Aachen-Gesetz, mit dem die Neugliederung des Kreises Aachen beschlossen wurde, trat am 1. Januar 1972 in Kraft. Aachen wuchs dadurch nicht nur auf etwa das Dreifache seiner Fläche, sondern gewann auch rund 63.000 Einwohner hinzu.

Die von technokratischen Verwaltungsjuristen erfundene Neuordnung wurde vor 50 Jahren durchgesetzt und sie gilt es bis heute. Die Ex-Gemeinden haben sich in das Unabänderliche gefügt, Neubürger*innen wissen schon gar nicht mehr, was damals eigentlich geschah und warum sie mit dem Gefühl leben, nicht wirklich teilhaben zu können an der lokalen Politik.

Ziel der Zusammenlegungen war nicht die Stärkung der Demokratie, Ziel war die Optimierung der Verwaltungseffizienz. Es wurde zum Beispiel ausgerechnet, dass sich die Anschaffung einer Schreibmaschine eigentlich nur lohnt, wenn eine bestimmte Menge Seiten täglich auf ihre geschrieben werden. So wurde alles – teils absurd – durchkalkuliert – zum Schaden der Selbstbestimmung, zum Schaden der Demokratie.

Es gab nach der Neugliederung in den Gemeinden keine Ratsvertreter*innen mehr, die jede/r im Ort kannte, mit denen man vielleicht sogar zur Schule gegangen war und sich nicht scheute, sie anzusprechen. Die Hälfte der Gemeinderäte und damit ein großes Potential an bürgerschaftlichem Engagement wurde einfach nach Hause geschickt. Die andere Hälfte durfte in den – letztlich weniger einflussreichen Bezirksvertretungen – über die Geschicke des eigenen Ortes zu bestimmen versuchen. Tatsache war: Man musste sich plötzlich mit allen Anliegen nach Aachen wenden, dort entschieden irgendwelche Leute, die niemand kannte.

Die kleinen Gemeinden wurden in NRW (Bayern hat einen derartigen Verlust der Eigenständigkeit seinen Gemeinden niemals zugemutet) angeblich „gerüstet“ für einen besseren Vollzug von Bundes- und Landesgesetzen. In Bayern haben 74 Prozent aller Gemeinden unter 5000 Einwohner, in NRW gibt es nur 0,8 Prozent aller Gemeinden unter 5000 Einwohner. Die Durchschnittliche Gemeindegröße in NRW ist 45.600. Die in Bayern ist 6.000, in Baden-Würtemberg 9.500 (Zahlen aus 2001).

Je größer eine Gemeinde ist, desto mehr Anonymität gibt es mit allen damit verbundenen Missständen und Kosten, die durch die Anonymität entstehen. Es wird den Bürger*innen schwerer, sich mit ihrer Gemeinde zu identifizieren, sie werden gleichgültiger.

Ein schmerzlicher Vorgang ist es, wenn man von einer selbstständigen Gemeinde zu einem Stadtteil degradiert wird. Es ist so wie wenn ein erwachsener Mensch plötzlich einen Vormund bekommt, der letztlich alles entscheidet. Das hatten zuvor – nebenbei erwähnt – in Aachen schon Burtscheid und Forst erlebt. Da sollte man doch meinen, an derartige Vorgänge von Identitätsverlust sei man gewöhnt. Aber nein.

Bereits 1897 wurde die Stadt Burtscheid mit der Stadt Aachen zusammengeschlossen, 1906 folgte die Eingemeindung der Gemeinde Forst. Auch dazu gibt es Dokumente in der Ausstellung.

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In der Ausstellung (zu sehen bis 14. August) werden Dokumente verschiedenster Art gezeigt: Pläne und Karten, Foto- und Filmmaterial sowie Einrichtungsgegenstände aus den alten Gemeindesälen und Modelle historischer Gebäude. Infografiken und Karten erläutern wichtige Aspekte, darüber hinaus gibt es Zeitzeugeninterviews mit Beteiligten aus Politik und Verwaltung. Der Begleitband zur Ausstellung kostet 18,80 Euro.

Die Schau „Alle für eine?“ entstand in enger Zusammenarbeit mit den Heimat- und Geschichtsvereinen der eingemeindeten Orte. Öffnungszeiten im Centre Charlemagne am Katschhof: dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags von 10 bis 20 Uhr. Eintritt: 6 Euro, Besucher*innen unter 20 Jahren frei.

Ein Stück aus der Ausstellung, im Stil einer Todesanzeige: Der freien Gemeinde Walheim wurde vom Oberverwaltungsgericht in Münster mitgeteilt, dass sie ab sofort nur noch ein Stadtteil von Aachen sein darf. Als einen schweren „Schicksalsschlag“ für die Demokratie empfanden die Bürgerinnen und Bürger den Verlust der Selbstständigkeit und das war es auch.

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Aachen baut und plant

Spielplatz Meerssener Straße soll umgestaltet werden

Der Spielplatz in der Meerssener Straße soll umgestaltet werden. Die Stadtverwaltung lädt alle Bürger*innen sowie Kinder und Jugendliche zu einer Infoveranstaltung ein am Donnerstag, 5. Mai, um 16 Uhr auf dem Spielplatz Meerssener Straße. 

Fachleute der Verwaltung stellen die bisherigen Planideen vor und freuen sich über weitere Anregungen und Wünsche. Wer Fragen hat oder Ideen weitergeben möchte, kann auch folgende Mailadresse nutzen: spielplatz@mail.aachen.de.

Hasbach in Walheim: Bauarbeiten beginnen

Die Straße Hasbach in Walheim wird grundlegend erneuert. Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 2. Mai, und dauern voraussichtlich bis in den Januar 2023. Das Bauunternehmen arbeitet in mehreren Bauabschnitten. 

Im ersten Bauabschnitt wird der Hasbach zwischen Walheimer Straße/ Prämienstraße und Sperberweg umgestaltet. Die Straße wird auf diesem Teilstück für den Durchgangsverkehr mit Kfz gesperrt. Es wird immer nur in etwa 50 Meter langen Abschnitten gearbeitet. Halteverbote in der Baustelle bitte beachten, Umleitungen sind ausgeschildert. Die Zufahrt zum Sperberweg ist für Anliegerinnen und Anlieger jederzeit gewährleistet.

Die Fahrbahn im Hasbach erhält einen neuen Untergrund und eine neue Asphaltdecke. Die Gehwege werden durchgängig gepflastert. Der nördliche Gehweg wird auf ganzer Länge auf rund zwei Meter verbreitert. Überdies werden hier taktile Leitstreifen und Elemente eingebaut. Sie erleichtern sehbehinderten Menschen die Nutzung des Gehwegs. 

Eine der kaputtesten Straßen von Aachen: Hasbach in Walheim.

„100 klimaneutrale Städte bis 2030“

Die Europäische Kommission hat im vergangenen Jahr Städte dazu aufgerufen, sich an ihrer Mission „100 klimaneutrale Städte bis 2030“ zu beteiligen. Knapp 400 Städte aus ganz Europa haben sich beworben.

Jetzt hat die EU-Kommission verkündet, dass Aachen zu den 100 ausgewählten Kommunen gehört. Die Stadt hat sich bereits mit überzeugenden Instrumenten wie dem Integrierten Klimaschutzkonzept (IKSK) und dem Ausrufen des Klimanotstands auf den Weg gemacht, was nun auch auf europäischer Ebene gewürdigt wird. 

Spielplatz Beverstraße soll umgestaltet werden

Der Spielplatz Beverstraße soll wieder aus seinem Dornröschenschlaf erwachen. Und daher benötigt er eine komplette Umgestaltung. Der Fachbereich Klima und Umwelt der Stadt Aachen lädt alle Bürger*innen sowie Kinder und Jugendliche zu einer Infoveranstaltung ein. Sie beginnt am Dienstag, 3. Mai, um 16 Uhr, auf dem Spielplatz Beverstraße. Ein Zugang zum Spielplatz befindet sich neben dem Haus Beverstraße 13, ein zweiter neben den Häusern Nr. 7 und 9 im Wohngebiet „In den Kronprinzengärten“. 

Fachleute des Fachbereichs stellen die bisherigen Planideen vor und freuen sich über weitere Anregungen und Wünsche. Wer Fragen hat oder Ideen weitergeben möchte, kann auch folgende Mailadresse nutzen: spielplatz@mail.aachen.de.

„Tag der Städtebauförderung “

Die Stadt Aachen beteiligt sich auch in diesem Jahr am bundesweit stattfindenden „Tag der Städtebauförderung “. Am Samstag, 14. Mai, stehen zwei große Stadtentwicklungsprojekte im Fokus: die Umgestaltung des Theaterplatzes und die Entwicklung des Altstadtquartiers Büchel. Die Besucher*innen erwartet den gesamten Tag über ein buntes Programm mit vielen Informations- und Mitmachmöglichkeiten.

In der Planbar am Theaterplatz gibt es eine Ausstellung zur zukünftigen Gestaltung des Platzes und Angebote zum Dialog. Zwei Stadtspaziergänge eröffnen die Möglichkeit, die öffentlichen Räume der Aachener Innenstadt zu erkunden. Am Büchel steigt ein großes Fest mit Musik, Aufführungen und vielem mehr bis in die Abendstunden.  Alles weitere zum Tag der Städtebauförderung hier.

Parallel findet der beliebte Aachener Fahrradtag unter anderem mit einer Sternfahrt aus den Bezirken zum Elisenbrunnen statt.

Entwurf für Studentenwohnheim ist fertig

Auf dem Gelände des alten Straßenbauamts an der Karl-Marx-Allee 220 sollen zu 100 Prozent öffentlich geförderte Studierendenwohnungen entstehen. Seit 2013 ist der ehemalige Standort des Landesbetriebs Straßen.NRW ungenutzt. Nachdem die KD Aachen Karl-Marx-Allee mbH & Co. KG. das Areal erworben hat, ist in Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen eine Mehrfachbeauftragung mit mehreren Büros durchgeführt worden. Das Ziel lautet: Auf dem Grundstück soll ein qualitätsvoller architektonischer sowie städtebaulicher Baustein entstehen, der in Gänze auf die Zielgruppe Studierendenwohnen ausgerichtet ist. Die Ergebnisse der Mehrfachbeauftragung werden im Rahmen einer Outdoor-Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Ausstellung wird am Dienstag, 17. Mai, um 15 Uhr vor Ort auf dem Grundstück der Karl-Marx-Allee 220 von Stadtbaurätin Frauke Burgdorff und von Seiten des Investors von Dipl.-Kfm. Stefan Frey (Vorstand der Frey AG in Köln) eröffnet. Alle Bürger*innen sind eingeladen, an der Ausstellungseröffnung teilzunehmen und sich über die Ergebnisse der Mehrfachbeauftragung zu informieren. Die Entwürfe sind dann noch bis zum 31. Mai – entlang des Bauzauns und somit rund um die Uhr – zu sehen. Zuvor werden die Ergebnisse der Mehrfachbeauftragung bereits in der Bezirksvertretung Aachen-Mitte am 4. Mai und im Planungsausschuss am 5. Mai vorgestellt. Auch hierzu sind alle Bürger*innen eingeladen.

Fünf Planungsbüros hatten sich am Wettbewerbsverfahren beteiligt. Eine Fachjury, die sich aus Mitgliedern der Politik, der Verwaltung und des Investors sowie externen Expert*innen zusammensetzte, würdigte die Qualität aller eingereichten Entwürfe vor dem Hintergrund der komplexen Aufgabenstellung. Am Ende kürte die Jury in ihrer Beratung Mitte März einstimmig den Entwurf des Büros pbs architekten aus Aachen zum Sieger.

Visualisierung: pbs architekten aachen

Metzgerstraße: Straßenraum wird neu aufgeteilt

Die Fahrbahn der Metzgerstraße muss zwischen Feldstraße und Schlachthof erneuert werden. Zunächst wird der Netzbetreiber Regionetz die Versorgungsleitungen erneuern. Im Anschluss daran möchte die Stadt den Straßenraum anders als bisher aufteilen. Der nördliche Gehweg wird in seiner Breite verändert. Es sind Bäume, Fahrradbügel und E-Ladestationen vorgesehen. Außerdem wird auch der Parkplatz erneuert.

Es gibt zwei Möglichkeiten, mehr über die bisherige Planung zu erfahren. Zum einen finden Bürger*innen im Internet eine vertonte Präsentation. Sie ist unter dem Stichwort „Metzgerstraße“ auf der Webseite www.aachen.de/baustellen zu finden.

Zum anderen liegen die Planunterlagen bis Montag, 9. Mai, im Foyer des Verwaltungsgebäudes Marschiertor, Lagerhausstraße 20, aus. Das Foyer ist montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr geöffnet, freitags von 8 bis 14 Uhr. Wer Hinweise, Anregungen und Bemerkungen zum Umbau der Metzgerstraße einbringen möchte, kann das schriftlich tun: entweder über den Briefkasten im Foyer des Verwaltungsgebäudes Marschiertor oder per Mail an  metzgerstrasse@mail.aachen.de. Bitte als Betreff „Bürger*innenbeteiligung Metzgerstraße“ angeben.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Brücke Turmstraße. Montag geht es los. Abbruch.

Am kommenden Montag gegen 7 Uhr ist es soweit. Da wird die Brücke Turmstraße gesperrt. Und obwohl die Stadtverwaltung keine Kosten und Mühen gescheut hat, die Bevölkerung zu informieren, werden tausende Menschen aus allen Wolken fallen und keine Ahnung haben, was mit der Brücke los ist und warum diese nicht mehr befahren werden kann. Ist leider so.

Nach jahrelanger Vorbereitung beginnt am Montag, 2. Mai, der Abriss und Wiederaufbau der Brücke Turmstraße. Die umfänglichen Planungen werden dann bis voraussichtlich Ende 2023 umgesetzt. Einen Überblick schickte die Stadtverwaltung zu. Bitte lesen:

Vorbereitende Arbeiten

Die Hohlkastenbrücke aus dem Jahr 1971 ist marode und stark sanierungsbedürftig. Es gibt feuchte Stellen, stehendes Wasser im Hohlkasten, ein defektes Entwässerungssystem sowie viele weitere, massive Schäden am Überbau. Die Brücke muss abgerissen und neu gebaut werden.

In den vergangenen Wochen gab es schon umfassenden Vorarbeiten. Unter anderem wurde die Baustelleneinrichtung am Langen Turm umgesetzt. Die Geschwister-Scholl-Straße wurde bereits gesperrt, um eine Rampe zu errichten, über die das Bahngelände zum Abriss erreicht werden kann. Parallel wird derzeit die Verkehrsführung weiter eingerichtet und die Ampel am Doppelknoten Mies-van-der-Rohe-Straße/Professor-Pirlet-Straße/Seffenter Weg installiert. In der Professor-Pirlet-Straße werden Halteverbote für die gesamte Zeit der Baumaßnahme eingerichtet. 

Sperrung am 2. Mai 

Am Montag, 2. Mai, wird die Brücke Turmstraße gegen 7 Uhr gesperrt. Die erforderlichen Umleitungs- und Verkehrseinrichtungen werden teilweise parallel ausgeführt. Dazu gehören Markierungsarbeiten ebenso wie die Umstellung der Ampelanlage an der Claßenstraße. Die Arbeiten werden etwa einen halben Tag in Anspruch nehmen, wodurch es zeitweise zu Verkehrsbehinderungen kommen kann. 

Ablauf der Abrissarbeiten

Auf der Brücke beginnen unmittelbar nach der Sperrung die ersten Arbeiten. Es werden während der ersten Woche unter anderem der Asphalt der Fahrbahnfläche abgefräst, das Geländer, die Entwässerung und die Beleuchtung abgebaut. Die Brücke wird, soweit möglich, schon von oben demontiert, bevor die großen Abrissarbeiten Mitte Mai, im Zeitraum der Sperrung der darunter verlaufenden Bahnlinie, erfolgen. Nachdem schließlich die Oberleitungen zurückgebaut und das Gleisbett gesichert sind, beginnt am Abend des 17. Mai der Kappen- und Kragarmabbruch; am 18. Mai ist der Abbruch der ersten Hohlkästen vorgesehen. 

Umleitungen

Um die Folgen des Umleitungsverkehrs möglichst gering zu halten, wird die Umleitung über den Außenring eingerichtet. Sie verläuft ab Audimax über die Claßenstraße, Süsterfeldstraße, Pariser Ring, Vaalser Straße und die Schanz zurück auf den Alleenring. Diese Strecke wird auch in der Gegenrichtung ausgeschildert. 

Für den Radverkehr werden zwei ausgeschilderte Angebote eingerichtet: Aus Richtung Junkerstraße verläuft eine Umleitung über Königstraße, Templergraben und Wüllnerstraße. Wer mit dem Rad von der Hörn in Richtung Innenstadt unterwegs ist, wird über Professor-Pirlet-Straße, Seffenter Weg, Bunsenstraße, Kruppstraße und „kleine“ Turmstraße zur Wüllnerstraße geführt.

Die Umleitung für Fußgänger*innen folgt im Wesentlichen der Radwegeführung. Hier ist allerdings eine Abkürzung über die Intzestraße möglich. Nicht-barrierefreie Fußwege wie die Treppenanlage an der Bärenstraße oder im Bereich der Tennisplätze an der Moschee werden voraussichtlich von Fußgänger*innen stark frequentiert werden.

Die Entwicklung des Verkehrsaufkommens der Umleitungsstrecken rund um die Sperrung wird täglich beobachtet. Sollten Eingriffe notwendig sein, können diese beispielsweise durch Änderungen der Ampelschaltungen vorgenommen werden. 

Unten fahren Züge, oben Autos. Und ein paar Radfahrer*innen und Fußgänger*innen sind auch betroffen. Wer kann, meidet die Ecke, denn die Brücke wird abgerissen.

Sperrung des Bahnverkehrs

Die Brücke Turmstraße führt über insgesamt sieben Gleise der Deutschen Bahn (DB). In Abstimmung mit dem Konzern wird die Bahnstrecke vom 13. bis 27. Mai gesperrt, um den Abriss auszuführen. Der Bahnverkehr in Richtung Aachen endet dann in Herzogenrath. Es wird ein Schienenersatzverkehr der DB angeboten. Weitere Wochenendsperrpausen sind vorgesehen, letztmalig im November 2023.

Park-&Ride-Angebot in Richterich ab 2. Mai

Im Zuge der Sperrung Turmstraße wird in Richterich auf dem Gelände der Roermonder Straße 615 eine zusätzliche Parkplatzfläche mit etwa 50 Parkplätzen angemietet, welche ab Montag, 2. Mai, als P&R-Anlage ab der Haltestelle Schönauer Friede betrieben wird. Hier verkehrt normal die Buslinie 47 bereits in einem 15-Minuten-Takt.

Ab Juni wird die Aseag diese Verbindung mit einem zusätzlichen Shuttle-Service in der Woche von 6 bis 20 Uhr mit zwei zusätzlichen Fahrten pro Stunde und Richtung erweitern. Dies gilt auch samstags zwischen 9 und 20 Uhr. 

Für das P&-R-Angebot werden spezielle Tickets angeboten: Ab Juni, mit Beginn des zusätzlichen Shuttle-Angebots, bietet die Aseag für die Achse Richterich – Aachen Innenstadt ein Ticket „30 Euro für 30 Tage“ an, welches im Bus erworben werden kann. Das Ticket wird es vorerst nur während der Baumaßnahme geben. Darüber hinaus gilt aber zwischen 1. Juni und Ende August das bundesweite Ticket von 9 Euro pro Monat. Grundsätzlich kann, wie bei allen P&R-Angeboten, ein Fünf-Personen-Ticket für 5 Euro/Tag erworben werden. 

Alle Informationen sind auch unter www.aachen.de/turmstrasse zusammengefasst und werden dort laufend aktualisiert.

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Leider nur zur Probe: Jugendliche wählen

Jugendliche wählen verhältnismäßig oft die Grünen. Diese haben sich in rasantem Tempo auf eine neue Realität einstellen müssen, die weit entfernt ist vom ursprünglichen, grünen Profil. Spannend wird es sein zu sehen, ob die Wählerschaft diesen (durch einen gemeinen Angriffskrieg erforderlichen) Umschwung ebenfalls mitvollzieht.

Besser wäre es natürlich, wenn Personen ab 16 an der kommenden NRW-Wahl teilnehmen könnten, falls sie es möchten. Wobei man auch überlegen müsste, ob das Wahlmindestalter nicht sogar auf 14 runtergesetzt werden sollte. (Hier sind 14-Jährige bekannt, die in Bezug auf Zukunft deutlich vernünftigere Ansichten vertreten als Ü75.)

Da sie nun leider an der wirklichen Wahl nicht teilnehmen dürfen, gibt es in der StädteRegion eine Schein-Wahl, an der sich Jugendliche beteiligen können. Spoiler: Das Ergebnis weicht garantiert krass vom Ergebnis der „richtigen“ Wahl ab.

In der StädteRegion Aachen finden U18-Wahlen in allen StädteRegions-angehörigen Kommunen statt. Also in Aachen, Baesweiler, Herzogenrath, Eschweiler. Monschau, Roetgen, Simmerath, Stolberg, Würselen. Kinder und Jugendliche können ihre Stimme vom 2. bis einschließlich 6. Mai in einem Wahllokal abgeben. Welche Wahllokale das sind, ist auf http://www.dasgeht.de/u18wahl/ zu finden. Dort gibt es auch einen Wahlomat.

Die Stadt Aachen richtet über die gesamte Woche ein eigenes Wahllokal im Wahlamt Aachen-Mitte, Blücherplatz 43, ein. Gewählt werden kann in Zimmer 002 (Erdgeschoss). Stimmzettel werden dort ebenfalls bereitgehalten. 

Die Öffnungszeiten in Aachen lauten: 

2. Mai, 8 – 15 Uhr

3. Mai, 8 – 15 Uhr

4. Mai, 8 – 18 Uhr

5. Mai, 8 – 15 Uhr

6. Mai, 8 – 13 Uhr

Die Jugendlichen können außerdem in der Stadtbibliothek und im Bücherbus Fabian, in der OT Josefshaus, OT Gut Kullen, in der Welschen Mühle und anderen Örtlichkeiten wählen. Die Tage und Uhrzeiten stehen auf der Seite unten, die man anklicken kann.

Die endgültigen Wahlergebnisse werden am Dienstag, 10. Mai, im StädteRegionshaus im Rahmen einer Pressekonferenz veröffentlicht und in üblichen Medien und in AachenNews.org auch mitgeteilt.

https://dasgeht.staedteregion-aachen.de/nrw-landtagswahl-2022

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Dachbegrünung wird vorbereitet

In der Bismarckstraße/Ecke Viktoriaallee. Die neue Wohnanlage bekommt grüne Dächer. VulkaTec

Viele Stunden lang wurde gestern auf die Dächer der neuen Wohnanlage in der Bismarckstraße/Ecke Viktoriaallee (früheres Gelände der Vegla) Substrat für die Dachbegrünung nach oben gepumpt. Das lässt hoffen, dass – wie von der lokalen Politik gewünscht – das Klima geschont wird.

Wenn schon Fläche versiegelt werden muss für Wohnungen, Kitas, Läden, Büros und Praxen, dann sollen wenigstens die Dächer dem Umweltschutzgedanken verpflichtet sein. Grüne Dächer speichern Regenwasser – bis zu 80 Prozent – und verdunsten es langsam wieder. Das entlastet die Kläranlagen und sorgt für ein ausgeglicheneres Klima. Sie produzieren Sauerstoff, filtern verschmutzte Luft, absorbieren Strahlung und verbessern dadurch insgesamt das Klima.

Innen im dicht bebauten Frankenberger Viertel fehlt es an Grünflächen, im nahegelegenen Ostviertel desgleichen. Grüne Dächer sind schön anzusehen, allerdings sind die neuen Gebäude auf dem alten Vegla-Gelände so hoch, dass wohl kaum jemand auf die begrünte Fläche wird blicken können. Schade eigentlich.

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Ganz Forst trifft sich beim Saubermachen

Zum Lesen auf das Bild klicken. Es vergrößert sich dann.

Am Samstag, also übermorgen, kann jede/r sich in Forst nützlich machen. Da findet eine dieser Müllsammel-Aktionen statt, bei der man immer wieder neue Menschen aus der Nachbarschaft kennenlernt.

Man trifft sich um 10 Uhr am Bunker Mataréstraße/Zeppelinstraße, Handschuhe und Müllsäcke werden vom Stadtbetrieb bereitgestellt. Danach geht man dann über zum gemütlichen Teil der Veranstaltung. Anmeldung (hoffentlich ist es dafür noch nicht zu spät) möglich unter stb-forstdriescherhof@mail.aachen.de

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Mit Faust, Herz und Victory-Zeichen

Mit dieser Faust wirbt die Stadt Aachen für die Karlspreis-Verleihung am Himmelfahrtstag.

Am Himmelfahrtstag, 26. Mai, werden die belarussischen politischen Aktivistinnen Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Weronica Tsepkalo mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen ausgezeichnet. Die Festrede hält Bundesaußenministerin Annalena Baerbock. 

Jede der drei Aktivistinnen – eine (Maria Kalesnikava) sitzt in Belarus im Gefängnis und wird von ihrer Schwester vertreten – macht bei öffentlichen Auftritten ein Zeichen. Ein mit den Händen geformtes Herz, ein Victory-Zeichen und die erhobene Faust bedeuten, dass die Frauen für ihre Ziele kämpfen, jede auf ihre Art.

Alle drei Aktivistinnen sind bekannt geworden durch ihren mutigen Einsatz für Demokratie und Freiheit in Weißrussland (auch Belarus genannt). Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen sagte über die drei: „Ihr Einsatz für Demokratie, Freiheit und Recht beeindruckt mich bis heute.“

Belarus ist mit seinem Regierungschef Lukaschenko zum Handlanger Putins geworden und unterstützt in gewisser Weise die Russen bei ihrem Krieg gegen die Ukraine. Zuvor hatte sich Lukaschenko zum sechsten Male zum Regierungschef seines Landes wählen lassen, wobei alles darauf hindeutete, dass die Wahl gefälscht worden ist.

Das Victory-Zeichen soll ebenfalls für Demokratie und Freiheit in Belarus stehen und auf die Karlspreis-Verleihung am 26. Mai hinweisen. Das dritte Bild – ein Herz – soll die Solidarität symbolisieren. Auch das Herz (s. unten) ist im Straßenraum von Aachen zu sehen.
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