Testzentrum an Rothe Erde nimmt Arbeit auf

Hier kann man sich einmal pro Woche kostenlos testen lassen.

Am Bahnhof Rothe Erde hat heute ein Corona-Testzentrum seine Arbeit aufgenommen. Sofort bildete sich eine kleine Schlange, ohne Anmeldung wurden gleich zahlreiche Freiwillige getestet. Es ging Schlag auf Schlag.

Innen leisteten zwei eigens geschulte Studentinnen (Biologie und Medizin) hervorragende Arbeit. Eine musste die Personalien aufnehmen und per Hand in eine Liste eintragen, die Zweite führte zum Test ein Stäbchen tief in die Nase rein (sehr unangenehm).

Anmelden musste man sich gestern nicht. Einige Personen wurden aber weggeschickt, sie hatten gerade ihren Personalausweis nicht dabei. Getestet wird montags bis freitags jeweils von 7 bis 13 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr. Sonntags ist geschlossen.

Kurz warten, Hände desinfizieren, und dann gehts los. Es ist ein krass gutes Gefühl, wenn man am Ende nach kurzer Wartezeit die Bescheinigung mit dem Vermerk bekommt: Testergebnis negativ.

Mehr Infos über das Impfen in der StädteRegion und über die weiteren Testzentren – es sind viele – in der StädteRegion, hier klicken.

Das ist so enttäuschend: Es wird schon seit etwa Weihnachten geimpft, und noch immer sind in Aachen nicht alle über 80-Jährigen geimpft. Und: Für die Altersgruppe der über 70-jährigen Menschen können aktuell noch nicht einmal Termine vergeben werden. Von den Ü60 gar nicht zu reden. Das geht so langsam und ist in meinen Augen eine Katastrophe für sich.

Ü70, das sind auch Menschen, die sehr stark gefährdet sind. Was ist eigentlich genau schief gelaufen, dass diese Menschen jetzt noch nicht geimpft sind?

Den Impfstoff im eigenen Land erfunden zu haben, das reicht nicht. Man muss ihn dann auch massenhaft herstellen können. Und dann für die eigenen Menschen so viel reservieren können, dass wenigstens die Ü70 nach 3 Monaten alle geimpft sind.

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Aachener Kultureinrichtungen öffnen wieder

Die Inzidenszahlen steigen, es gibt wieder jeden Tag mehr Infizierte als am Vortag. Wo das endet, kann sich jede/r selber denken (Spoiler: im Lockdown). Längst sind in Aachen noch nicht mal alle über 80-Jährigen erstmalig geimpft. – Gleichwohl kehrt das „normale“ Leben ganz langsam zurück. Nach viermonatiger Schließung öffnen in Aachen auch wieder die meisten Einrichtungen des städtischen Kulturbetriebs ihre Türen.

Nach der aktuellen Coronaschutzverordnung ist der Besuch der Museen mit vorheriger Terminbuchung und bei sichergestellter Rückverfolgbarkeit zulässig. Man weiß nicht, wo die Menschen sich anstecken, man weiß nur, dass diejenigen, die sich angesteckt haben und nicht wissen wo, dass die einkaufen waren. Museen gelten bisher nicht als Corona-Hotspots. Auch nicht die Läden der Friseure und die Restaurants. Die haben richtig gute Hygienekonzepte.

Unterdessen teilt die Polizei mit: Es gäben sich Betrüger am Telefon als Mitarbeiter der Stadtverwaltung aus. Diese würden am Telefon Beratungstermine zum Thema „Impfen“ in den eigenen vier Wänden anbieten. Mit dieser Masche versuchten die Täter vor allem ältere Menschen zu täuschen und Einlass in deren Wohnungen zu bekommen. 

Solch ein Beratungsangebot gibt es jedoch gar nicht. 

„Bislang reagierten die Betroffenen richtig, gingen nicht auf die Anrufe ein und informierten sofort die Polizei“, so freuen sich die Beamten.

Für die Museen gilt: Die Anzahl von gleichzeitig anwesenden Besucher*innen in geschlossenen Räumen darf eine Person pro 20 Quadratmeter nicht übersteigen. Das Tragen eines Mund-Nasenschutzes in Form einer medizinischen oder einer FFP2-Maske ist verpflichtend.

Das Ludwig Forum ist ab sofort wieder geöffnet. Tickets können unter dem Link https://customforms.ticketino.com/de/Forms2020/ludwigforum gebucht werden. Unter der Nummer 0241 1807-104 können auch telefonisch Termine abgemacht werden. Pro Zeitfenster von zwei Stunden sind 25 Besucher zugelassen. Der Museumsshop ist geöffnet; das Café geschlossen.

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Das Ludwig Forum für internationale Kunst befindet sich im Ostviertel der Stadt – an der Jülicher Straße. Es kann jetzt wieder besucht werden. Foto: AachenNews Archiv

Das Suermondt-Ludwig-Museum ist ab dem 13. März geöffnet. Tickets können unter https://customforms.ticketino.com/de/Forms2020/ludwigmuseum gebucht werden. Unter der Nummer 0241 47980-30 können auch telefonisch Termine abgemacht werden. Pro Zeitfenster von zwei Stunden sind 25 Besucher zugelassen. Der Museumsshop und das Café sind geschlossen. 

Das Centre Charlemagne öffnet ab Samstag, 13. März, wieder seine Türen. Tickets können unter dem Link https://customforms.ticketino.com/de/Forms2020/centrecharlemagne gebucht werden. Unter der Nummer 0241 432-4994 können auch telefonisch Termine abgemacht werden. Pro Zeitfenster von zwei Stunden sind 20 Besucher zugelassen. Der Museumsshop ist geöffnet; das Café geschlossen.

Das Internationale Zeitungsmuseum öffnet wieder ab Samstag, 13. März. Tickets können unter dem Link https://customforms.ticketino.com/de/Forms2020/zeitungsmuseum gebucht werden. Unter der Nummer 0241 432-4915 können auch telefonisch Termine abgemacht werden. Pro Zeitfenster von zwei Stunden sind 6 Besucher zugelassen. Der Museumsshop ist geöffnet; das Café geschlossen.

Das Couvenmuseum und das Zollmuseum Friedrichs bleiben vorerst geschlossen. Eine Öffnung beider Museen unter den Rahmenbedingungen der geltenden Coronaschutzverordnung ist aktuell nicht möglich. 

Die Musikschule der Stadt Aachen nimmt ihren Präsenzunterricht unter strengen Hygieneregelungen wieder auf. Ab dem 15. März findet der instrumentale/vokale Hauptfachunterricht in der Zentrale am Blücherplatz weitgehend als Präsenzunterricht statt. Soweit wie möglich wird auch Unterricht in den Zweigstellen der Musikschule stattfinden. Der Gruppenunterricht wird als Einzelunterricht mit entsprechenden Zeitanteilen oder im zweiwöchentlichen Wechsel erteilt. Die entsprechenden Lehrkräfte werden die Eltern und Schüler*innen über die jeweilige Vorgehensweise informieren. Alle elementaren Musikkurse und Unterrichtsangebote in den Kindertagesstätten sind dagegen noch bis zu den Osterferien ausgesetzt.

Die  Stadtbibliothek in der Couvenstraße ist zur Abholung und Rückgabe von Medien dienstags bis freitags von 10 bis 17.30 Uhr geöffnet. Die Mitarbeiter*innen sind in dieser Zeit telefonisch zu Rückfragen oder zur Bestellaufgabe erreichbar. Über „Click and Collect“ können Wunschmedien oder eine Überraschungsauswahl bestellt werden. Zur Unterstützung bei der individuelle Literaturrecherche für die Schule wird ebenfalls Literatur für Facharbeiten oder Referate zusammengestellt. Die Stadtteilbibliotheken Depot und Haaren sowie die meisten Bibliotheksnebenstellen sind planmäßig geöffnet. Der Bücherbus  fährt ebenfalls mit „Click and Collect“ aus. Digitale Angebote wie die Onleihe oder der PressReader stehen weiterhin zur Verfügung. Auch die Verlängerung oder Neuausstellung von Benutzer-Ausweisen ist wie bisher kontaktlos möglich.

Das  Stadtarchiv hat seinen Lesesaal wie gewohnt wieder dienstags von 13 bis 17 Uhr, mittwochs von 9 bis 17 Uhr und donnerstags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Eine schriftliche Voranmeldung zwei Werktage vor dem geplanten Besuch per Brief oder Mail unter stadtarchiv@mail.aachen.de sowie eine Vorbestellung der gewünschten Archivalien und Bücher ist dabei zwingend notwendig.

Infos: Presseamt der Stadt Aachen

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Aachener Sozis im Ausschuss – Zum Fremdschämen

Ich rate eigentlich jedem, sich nicht zu ausführlich auf Facebook zu äußern und misstrauisch bei den dort geäußerten Berichten zu sein. – ABER ich kann die Seite https://www.facebook.com/KeupenSibylle empfehlen. Sie ist sehr gut (gemessen an dem, was sonst sich auf Facebook tummelt).

Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen (parteilos) berichtet auf Facebook von dem, was sie so die Woche über macht. Hoffentlich tut sie das weiterhin, hört damit nicht auf. Unter anderem besuchte sie Baumschützer auf einem fast kahl geschlagenen Grundstück, wo nur noch genau 13 große Bäume stehen. Die OB begrüßte die Baumrettung und versucht, die Aufforstung zu organisieren.

Davon berichtete sie auch (auf inquisitorisches Nachfragen der SPD, so peinlich) vor den Mitgliedern des Stadtrates. Schwieriges Feld. Die Frage ist, wer die Aufforstung bezahlen muss: der alte Eigentümer, der sich jetzt bereit erklärt haben soll, das kleine Grundstück zu verkaufen, zu einem zivilen Preis? Oder der Käufer? Als Käufer kommen bisher in Frage: der NaBu, die Anwohner und die Stadt Aachen.

Die Sozis kommen im Moment noch gar nicht klar mit dem Ansehen, dass die OB sich dabei ist zu erarbeiten und schon genießt. Sie sind so offensichtlich bei ihr auf der Suche nach dem Haar in der Suppe, dass man sich fremdschämt, wenn man gerade zugegen ist. „UiUIUiUi, da hat aber jemand ein Riesenproblem“, dachte ich jüngst im Hauptausschuss. Wenn die schon irgendwelche Facebook-Einträge (die ich leider nicht kannte) so extra-breit vor der Presse ins Gespräch bringen müssen, irgendwelcher Laberkram, wo selbst bei Facebook nach 10 Tage kein Mensch mehr dran denkt . . .

Was passiert ist: Die SPD hatte neulich bei einer wichtigen Entscheidung (gegen die Oberbürgermeisterin) die Abstimmung nur deshalb knapp in ihrem Sinne entscheiden können, weil sie die Stimme der AfD bekam, die von CDU und FDP sowieso. So konnten die Sozis der OB sozusagen in die Suppe spucken, was sie sicherlich gefreut hätte, aber zur Katastrophe wurde, weil man nur mit der Stimme der Ultrarechten erfolgreich war.

Ein Kuddelmuddel, seitdem haben die Sozis ein Imageproblem, denke ich. Sie mussten sich für ihr Zusammengehen mit der AfD böse beschimpfen lassen. Das steckt denen ganz offensichtlich noch in den Knochen. Es war gestern nicht nur für mich mit Händen zu greifen. Arme Sozis.

Erfreulich sachlich waren die Wortbeiträge der CDU. Offensichtlich haben sie sich vorgenommen, auf Nachkarten und Nachtreten (wg. der verlorenen Wahl in 2020) einfach zu verzichten (bringt ja doch nichts) und Sacharbeit zum Wohle der Stadt und der Menschen zu machen. Fast meint man, die grüne Fraktion sollte mal prüfen, was mit der CDU geht. Vielleicht mehr als mit der SPD. In Köln haben sich die Grünen (mit Volt) auch zu einer Koalition mit der CDU zusammengeschlossen.

Die Bäume sind gerettet, wer muss nun das teilweise gerodete Grundstück aufforsten? Diese Frage sollte geklärt werden. Foto: AachenNews Archiv
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Arte: The Rise of Graffiti Writing

Für die allermeisten Menschen sind es nur häßliche Schmierereien, für andere ist es DIE angesagte Kunst unserer Zeit, in Teilen viel interessanter als das, was in Museen an den Wänden hängt.

Wer mehr sehen möchte: Die schönsten Street Art Wandmalereien & Graffiti in Berlin. Und: Hier gibt es eine Street Art Tour zum Nachspazieren.

Wer meint, die eigenen Wände müssten etwas mehr Farbe abbekommen, dem rät der Chefredakteur des Berliner Tagesspiegel, Lorenz Maroldt, sich an Graffiti-Artisten zu wenden: https://graffitiartist.de/?bezuggrd=CHP&utm_source=cp-vollversion

Und weil es so schön ist, noch eine Wandmalerei im öffentlichen Raum in New York – von dem berühmten Künstler aus Brasilien, Eduardo Kobra. In New York ist man stolz darauf, mehrere Arbeiten von Kobra in der Stadt zu haben.

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Auf der Grenze: Amazon errichtet ein Verteilzentrum

Bis zum Herbst 2021 soll im grenzüberschreitenden Gewerbepark Avantis das neue Verteilzentrum von Amazon entstehen. Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann

Der Onlineversandhändler Amazon baut zur Zeit im grenzüberschreitenden Gewerbepark Avantis ein neues Verteilzentrum. Es soll im Herbst 2021 eröffnet werden. Das erklärten Vertreter von Amazon in einem Pressegespräch zu den aktuellen Entwicklungen in dem deutsch-niederländischen Gewerbepark.

Im neuen Verteilzentrum von Amazon sollen die Kundenbestellungen für die sogenannte „letzte Meile“ der Zustellung vorbereitet werden. Die Anlieferung der Pakete aus den Logistik- und Sortierzentren erfolge vor allem nachts. Die Pakete würden nach Touren sortiert und anschließend von den Zusteller*innen mit Verteilfahrzeugen abgeholt und ausgefahren. Hoffentlich mit batteriebetriebenen Fahrzeugen, alles andere wär nämlich schlecht.

Amazon arbeitet von Avantis aus mit lokalen Lieferpartnern zusammen, die die Bestellungen an die Kunden*innen ausliefern, hieß es. Auf den knapp 9.000 Quadratmetern des neuen Verteilzentrums würden rund 170 Arbeitsplätze für Sortierkräfte sowie Fach- und Führungskräfte geschaffen. „Dazu kommen rund 350 Stellen als Fahrer*innen bei den Lieferpartnern“, so wurde Professor Dr. Manfred Sicking, Beigeordneter der Stadt Aachen und gleichzeitig Vorstand der Avantis GOB, zitiert.

In jeder Hinsicht rücksichtslos und aggressiv

Amazon macht vor allem seinen Gründer Jeff Bezos zum reichsten Mann im Erdenrund. Bezos hat von Gemeinnützigkeit noch nie was gehört, macht aber gelegentlich mit teils blödsinnigen Investitionen von sich reden. Amazon kassiert Gebühren und presst die Händler und Produzenten aus wie Zitronen, zahlt seinen Mitarbeiter*innen keinen angemessenen Lohn, nutzt die Infrastruktur in jedem Land, zahlt aber kaum Steuern. Bei Amazon konnten schon Nazi-Schriften ungebremst und in Mengen gekauft werden sowie Produktfälschungen. Amazon verfügt über eine durch und durch unheilvolle Marktmacht, die von der Politik längst hätte eingehegt werden müssen.

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Das Gewerbegebiet Avantis ist seit Ende der 1990er Jahre der erste grenzüberschreitende Gewerbepark Europas. Etwa 60 Prozent von Avantis liegen innerhalb des Aachener Stadtgebiets; 40 Prozent innerhalb der niederländischen Gemeinde Heerlen. Aventis hat eine Gesamtfläche von 100 Hektar und rund 700.000 Quadratmeter Gewerbefläche.

Gewerbeflächen auf dem Gebiet Aachens sind absolut rar. Momentan befinden sich noch weniger als zehn Gewerbeflächen mit rund 54.000 Quadratmetern im Besitz der Stadt. Mit Blick auf den geplanten Verkauf der restlichen Flächen des Gewerbegebiets Avantis ist Fachleuten klar, dass die Zukunft der Stadt in der Region liegt. Aachen muss in Zukunft noch stärker als bisher auf eine Zusammenarbeit im Bereich der interkommunalen Gewerbegebiete setzen.

Quelle: Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing der Stadt Aachen

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Endlich mehr Wohnungen bauen

Wohnungsbau in der Viktoriaallee/Ecke Bismarckstraße in Aachen, auf dem ehemaligen Vegla-Gelände.

SPD und Grüne sind doch nicht so zerstritten wie es neulich den Anschein hatte. Zusammen wollen die beiden Fraktionen im Stadtrat einen Antrag einbringen, der auf den Bau von mehr Wohnungen abzielt. Denn (preiswerte) Wohnungen fehlen nach wie vor in Aachen.

Dem Ratsantrag 09/2021 ist eine Mehrheit sicher, das war vor der Wahl – als CDU/SPD die Mehrheit hatten im Rat – nicht möglich. Der neue Ratsantrag lautet: Die Verwaltung wird beauftragt, Maßnahmen zu ergreifen, die es der Stadt ermöglichen, direkt oder über Beteiligung an Firmen eigene Aktivitäten im Bau von Wohnungen, insbesondere im Bereich des sozialen Wohnungsbaus zur deutlichen Erhöhung des Bestandes städtischer Wohnung durchzuführen.

Zu mehr Wohnungen könnte man also kommen, indem man zum Beispiel eine rein städtische Gesellschaft gründet; die würde dann öffentlich geförderte Wohnungen hochziehen und könnte sie preiswert vermieten.

In Aachen wurden in den letzten Jahren schon viele Wohnungen gebaut, rund 400 allein in Forst. Doch das reicht alles bei weitem nicht. Gleichzeitig sind geeignete Baugrundstücke knapp. Nicht immer wurde übrigens in der Vergangenheit beachtet, zu den Wohnungen die passende Infrastruktur zu schaffen: Spielplätze, Grünflächen, Freiflächen, leider auch Parkplätze, Fahrradwege und Läden müssen vorhanden sein.

SPD/Grüne geben der Stadtverwaltung auch den Auftrag zu prüfen, ob eventuell die GEWOGE mehr bauen kann, als sie bisher schafft oder ob der Bau öffentlich geförderter Wohnungen durch städtische Ämter zum Ziel führt.

In Brand werden Wohnungen mit einer Quote für öffentlich geförderten Wohnraum gebaut. Jetzt plant die Politik die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft. Ziel: Die Mieten niedrig halten. Foto: AachenNews Archiv

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Link zu einem Interview zum Thema Baukultur: „Wir bauen den größten Sondermüll der Baugeschichte“ – Denk mal drüber nach!

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Biotopia Aachen. Am Freitag, 12. März, geht es digital um „Stadt und Region“. Zoom-Konferenz.

Der Förderverein „aachen“ und Baukultur Nordrhein-Westfalen laden gemeinsam mit der Stadt Aachen, den Städtebaulehrstühlen an FH und RWTH Aachen, BDA und BDB Aachen zur dritten Veranstaltung der Reihe „Biotopia“ ein. Das Thema lautet dieses Mal „Stadt und Region“. 

Die Veranstaltung findet coronabedingt im digitalen Format am Freitag, 12. März, 14.45 bis 18.30 Uhr, als Zoom-Konferenz statt. Die Veranstalter bitten alle, die an der Veranstaltung über Zoom teilnehmen möchten, sich unter biotopia@aachenfenster.de anzumelden. Der Teilnahmelink wird dann rechtzeitig versandt.

Wie in vielen Fragen der Stadtentwicklung allgemein oder der Mobilitätswende sei auch bei der klimagerechten Stadt der Zukunft der Blick über den lokalen „Tellerrand“ in die Region geboten. Das teilt die Pressestelle der Stadtverwaltung mit.

Besonders Aachen müsse sich aus seiner gefühlten Randlage als Zentrum herausfordernder Landschaftsentwicklungen zwischen Parkstad Limburg im Westen und dem Rheinischen Revier im Osten verstehen – erst recht, wenn, wie im Rheinischen Revier, in den nächsten Jahrzehnten eine neue Landschaft bis hin zum zukünftigen Indesee entwickelt werden kann. Eine einmalige Chance sei dies, „eine öde Agrarindustrielandschaft in eine neue arten- wie abwechslungsreiche Energielandschaft mit hohem touristischen Potential zu verwandeln“.

Die Veranstaltung startet um 14.45 Uhr mit einem musikalischen Entrée von Mitgliedern des Salonorchesters Aachen.

Folgende Gäste sind zu Biotopia III eingeladen: StädteRegionsrat Dr. Tim Grüttemeier, Stadtbaurätin Frauke Burgdorff (Stadt Aachen), Dr. Andreas Kipar (LAND, Milano/Lugano/Düsseldorf), Simone Raskob (Stadt Essen), Prof. Dr. Rolf Kuhn (IBA Fürst-Pückler-Land), Prof. Christa Reicher (RWTH Aachen), Dr. Anja Brüll (Dreiländerpark), Peter Bertholet (Parkstad Limburg), Klaus Austermann (Ministerialrat MHKBG NRW), Boris Linden (Strukturentwicklungsgesellschaft Hambach).

Um Stadt und Region geht es am kommenden Freitag bei der nächsten Zoom-Konferenz. Mit einer Tüte Popcorn werde ich auf diesem Stühlchen Platz nehmen (gesehen am Waldfriedhof) und zuhören. Foto: Henning Brinkmann

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Erstes digitales IHK-Forum

Zu all denen, die (neuerdings) in großen Foren über die Zukunft der Stadt Aachen diskutieren möchten, gehört auch die Industrie- und Handelskammer (IHK). Sie fasst das Thema allerdings weiter, ihr geht es um die Entwicklung unserer Region einschließlich der Städte Düren, Euskirchen und Heinsberg. Am morgigen Dienstag, 9. März, ab 11 Uhr startet der virtuelle Livetalk mit prominenten Gästen.

Austausch, Inspiration von außen bekommen, über die Zukunft, neue Technologien und eine attraktive Innenstadt diskutieren – das wollen auf einmal alle. Denn mittlerweile haben selbst Konservative erkannt, dass auf die Umbrüche unserer Zeit reagiert werden muss. Gemächlich alles so weiterlaufen lassen wie bisher – das wäre fatal. Aachen glich in den letzten Jahren einem Schüler, der mal überall auf Note 2 stand, dann auf Note 3 runterrutschte und schließlich war die Note 4 in Sicht.

Doch jetzt berappelt man sich: Installierte im Rathaus eine neue Mehrheit, hob eine resolute Frau auf den Chefposten und stellte eine Baudezernentin ein, die in einem Jahr mehr Innovation auf den Weg gebracht hat, als ihr Vorgänger in seiner gesamten Amtszeit.

Viele reden viel: Was man machen könnte. Was erreicht werden müsste. Was vermieden werden sollte. Austausch ist ja nur die erste Stufe der Veränderung. Eines Tages müssen die relevanten Akteure auch mal in dieses Machen kommen. Da würde z. B. als erstes Glasfaserkabel für die gesamte Region schon viel Fortschritt bewirken.

Mal sehen, wohin uns das erste digitale IHK-Forum führt. Weiter nur reden oder auch handeln? IHK-Präsidenten Gisela Kohl-Vogel wird mit der Aachener Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen sprechen, mit Kinobetreiber Sebastian Stürtz, Staatssekretär Christoph Dammermann (NRW-Wirtschaftsministerium), StädteRegionsrat Tim Grüttemeier sowie Stefanie Peters von der Neumann & Esser Group. Es wird auch Statements geben: von Olaf Scholz (SPD), Professorin Christa Reicher und Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen.

Mehr Infos und Anmeldung: hier

Leere Ladenlokale und Großkäufhäuser, das sollte nicht die Zukunft der Aachener Innenstadt sein. Hier: Mefferdatisstraße.
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Applaus für die Retter der Bäume. 300 kommen zur Wanderung mit Michael Zobel.

Ein Baumretter sah sich die Versammlung lieber von oben an.

Gut 300 Menschen jeden Alters mögen es gewesen sein, die sich am Sonntag am Chorusberg versammelten. Sie trafen sich mit einem Waldpädagogen aus dem Hambacher Forst, der mit den Baumschützern zu einer Wanderung unter Klimaschutzaspekten eingeladen hatte.

Michael Zobel zeigte sich gut informiert über die Situation in Aachen, darüber, wo es jüngst Abholzungen gegeben hatte und wo weitere folgen werden, u.a. an der Vaalser Straße, wo sich die Aachener Firma Abiomed erweitern und 200 neue Arbeitsplätze schaffen will. Als er in einer kleinen Ansprache auf die besetzten Bäume zeigte und meinte, ohne die Besetzer stünden diese Bäume nicht mehr, gab es Applaus.

Das Grundstück im Aachener Süden war ein kleiner Wald, den 2013 der Aachener Immobilienhändler Gerd Sauren kaufte. 2019 ergab eine Prüfung, dass das Grundstück nicht in Bauland umgewandelt werden sollte. Wenige Monate später ließ Sauren den Großteil des ökologisch wertvollen Waldes roden, was nicht illegal war. Nur die „Habitatsbäume“ blieben stehen.

Am 20. Februar 2021 war es soweit: Die restlichen Bäume sollten ebenfalls gefällt werden, doch auf diesen hatte sich in den frühen Morgenstunden ein halbes Dutzend junger Leute niedergelassen. Die von Sauren bestellten Forstarbeiter zogen unverrichteter Dinge ab. Seitdem sind die Bäume besetzt.

Sauren signalisierte im Gespräch mit der Aachener Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen die Bereitschaft, das Grundstück (jetzt weitgehend eine Brache) zu verkaufen. Der Preis wird mit Sicherheit extra hoch sein. Dann würde – indirekt – Sauren für seine Rodungen auch noch belohnt.

Mit ihrer Kritik am Grundstückseigentümer halten sich die Besetzer nicht zurück. Sie sind allerdings der Ansicht, dass nicht einzelne Menschen an der Klimazerstörung schuld sind, sondern dass es eine Form des Lebens und Wirtschaftens ist, wo es gestattet ist, für Profite die Umwelt und das Klima komplett zu ruinieren.

Mit der Besetzung und der Wanderung soll auf die Klimakrise aufmerksam gemacht werden. Das steht auf einem Flyer, den der Sprecher der Grünen im Aachener Stadtrat, Henning Nießen, heute vor Ort verteilte. Er hat dieser Tage übrigens mitgeteilt, dass er im kommenden Jahr für den NRW-Landtag kandidieren wird. Motto: „Artenvielfalt verteidigen: Auf den Bäumen und im Parlament“.

Einige gaben zu, bis vor Kurzem noch nicht mal gewusst zu haben, wo der Chorusberg in Aachen ist. Das hat sich jetzt aber geändert.

Die Baumbesetzung am Chorusberg hat inzwischen auch in den Sozialen Medien ihren Widerhall gefunden: bei Twitter, Facebook, Instagram usw. findet man Infos von den Gruppen „Fridays for Future“ und „Ende Gelände Aachen“.

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Im Impfzentrum ist Sonntag kein Ruhetag

Das Impfzentrum an der Krefelder Straße in Aachen. Bitte nicht zu früh kommen, es bilden sich sonst Warteschlangen.

Keine Pause im Impfzentrum. Auch am Sonntag wird von 8 Uhr morgens bis 20 Uhr abends geimpft. 12 Stunden (1400 Personen) jeden Tag. Die beheizte ehemalige Eissporthalle scheint für ihre neue Funktion gut geeignet. Es bildet sich an der Eingangsseite nur jeweils kurz eine Schlange. Der vordere Parkplatz ist auf einer Seite gesperrt. Es stehen hinter der Halle reichlich Parkplätze zur Verfügung.

Impfen ließen sich gestern viele sehr alte und gebrechliche Menschen, aber auch jüngere. Wer sich impfen lässt, braucht einen Termin und darf zur Unterstützung eine Person mitbringen. Man darf nicht spontan zum Impfen kommen.

Der Haupteingang, wo man sich zunächst die Hände desinfizieren muss. Der Ausgang befindet sich an der anderen Seite der Halle. Alles ist sehr gut ausgezeichnet.

Frage einer Leserin. Falls die Impfungen demnächst nicht mehr in der Halle, sondern in den Arztpraxen stattfinden werden, wird es dann wieder Eissport in der Halle geben?

Ehrlich gesagt: Wir wissen es nicht. Der Betreiber der Halle war Ende 2020 wegen des Lockdowns in finanzielle Schwierigkeiten geraten, hatte sogar eine Petition gestartet. Ob diese Schwierigkeiten mittlerweile behoben sind, ist nicht bekannt.

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