Das möchte nicht jeder wissen

Das Coming-out von Ex-Fußball-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger ist Top-Thema in der deutschen und englischen Presse. Soweit ich sehe, wird es in Spanien ignoriert. Und in Italien soll es die größtmögliche Beleidigung sein: schwul.

Ich bin mir nicht sicher, ob es mit Arroganz zu tun hat. Aber: Ich will nicht wissen, wen und wie der Thomas Hitzlsperger fickt. Es interessiert mich nicht. Aber er zwingt mich, das zu wissen. Mit welchem Recht?

Ich erzähle ja auch nicht überall, wie ich gern ficke.
Wann werden wir soweit sein, dass alle die sexuelle Orientierung eines Prominenten nicht interessiert? Mich interessiert die sexuelle Orientierung von Thomas Hitzlsperger nicht. Warum wird es mir trotzdem erzählt?

Alle Welt fordert, dass sich jetzt noch mehr Starfußballer outen. Dass sie sagen, ob sie heterosexuell, bisexuell, homosexuell oder was weiß ich sind. Wo soll das hinführen? Kein Grund zur Freude, wenn sie das täten, finde ich.

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Was es in Aachen geben sollte. Folge 2: Kostenlos surfen

Was Aachen ja dringend braucht, als Hochschulstadt und überhaupt, das sei hier noch schnell eingeschoben: Kostenloses Surfen überall.

Es ist eine Forderung, die man in Aachen nicht massiv genug vertreten kann. Am besten sollten alle Parteien, die im Mai in den Stadtrat kommen wollen, und obendrein noch der Aachener Bischof sie vertreten. Verdammt noch mal, das liegt doch so was von auf der Hand.

Dass es relativ leicht möglich ist, haben mir technisch Versierte schon mehrfach versichert. Leute, die es wirklich wissen.
Mit Freifunk, Hot-Spots in der ganzen Stadt, da lässt sich leicht was bauen. Und das funktioniert dann noch besser als in Berlin, wahrscheinlich.
Zum Informieren mal hier weiterlesen: http://blog.freifunk.net und im Leverkusener Teil des Kölner Stadtanzeigers hier: http://mobil.ksta.de/leverkusen/initiative-freifunk-surfen-auf-dem-weihnachtsmarkt,23742680,25668940.html

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Was es in Aachen geben sollte. Folge 1: Nacht-Bürgermeister

Den Björn Jansen, der jetzt in Aachen Oberbürgermeister-Kandiadt der SPD ist, kenne ich nicht, aber mit seiner Kandidatur steht er komplett auf verlorenem Posten.

Nur: Auch als von vornherein feststehender Loser kann er natürlich die Finger in die Wunden legen und es mit ein paar Vorschlägen bei bestimmten Bevölkerungsschichten krachen lassen. Piraten versuchen das auch so, wenn sie irgendwo als chancenlose Bürgermeister kandidieren.

Der Aachener OB hat sich beispielsweise in Sachen Club-Szene klar auf die Seite der Anwohner gestellt. Die sollen ihre Ruhe haben, nicht aus der Innenstadt wegziehen – in ruhigere Wohngebiete. Ich bin ja selbst Innenstadt-Bewohnerin (wie etwa 40.000 andere) und für uns wird wirklich viel getan.

ABER: Der Gegenkandidat kann sich, da ohnehin Verlierer, auf die Seite der vielen Studenten und jungen Menschen stellen. Auch die vielen Singles in der Single-Hochburg Aachen sind ja eher feierfreudige Leute. Und warum sollte Björn Jansen die Wiederbelebung der Party-Szene nicht zu einem seiner Hauptthemen machen?

Es ist doch tatsächlich so, dass es mit der Szene-Kultur in der alten Kaiserstadt seit etwas mehr als zehn Jahren krass abwärts geht. Wo will ich denn, wie noch vor Jahren beispielsweise im Westbahnhof, bis 4 Uhr morgens tanzen und abfeiern? Wo, verdammt noch mal? Ich erinnere mich noch sehr gut, wie die Leute in der Jakobstraße sonntags gegen 4 Uhr morgens nach Hause kamen, in fast jedes Haus einer/eine. Heute sind dort ab 22 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt.

Wiederbelebung des Aachener Nachtlebens könnte eine Forderung sein, von wem auch immer. Demnächst folgt hier ein kleiner Text über die nächste mögliche Forderung im Wahlkampf, die da lautet „Kein Kind ohne Mahlzeit“.

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Die Machenschaften der Banken

Die Machenschaften der Banken sind Gegenstand eines Stückes im Stadttheater in Aachen. In dieses Stück bin ich am Wochenende reingeraten und habe mich insbesondere über den lang anhaltenden Beifall gewundert. Das Stück heißt „Himbeerreich“ und kritisiert die Banken und auch insbesondere die Politik – rückhaltlos. Volle Breitseiten werden auch gegen Angela Merkel gefeuert. Dass diese Dame den Karlspreis für Verdienste um Europa bekommen hat, kann einen da nur fassungslos machen.
Aber wie gesagt: Man wundert sich am meisten über das gutbürgerliche Publikum, das die Leistungen von Stückeschreiber, Regisseur und Schauspielern so mit Applaus bedacht, als hätte keiner von denen Angela Merkel gewählt. Dabei haben die alle die CDU gewählt, also vermute ich jetzt mal.
Das Stück wird im Aachener Stadttheater weiter aufgeführt am 12., 19. und 31. Januar sowie am 15. Februar. Einzelheiten unter http://www.theater-aachen.de

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Sie wollen so gern mitmachen. Wird man sie auch lassen?

In den Städten und Gemeinden von NRW treffe ich in den letzten Monaten viele eher junge Frauen und Männer, die gern mitmachen würden in der Kommunalpolitik. Das ist wirklich erstaunlich. In Aachen natürlich und in Düren und Jülich gibt es sie. Aber auch in Köln und Düsseldorf, in Bonn und Neuß, in Kerpen sogar: Wohin man kommt, überall kümmern sie sich um die Kommunalpolitik und versuchen, die Vorgänge und Abläufe zu verstehen.

Wer hilft ihnen? Eigentlich keiner. Und entsprechend langsam kommen sie rein in die Politik.

Es sind Piraten, und nicht etwa Jusos oder Leute von der Jungen Union. Bei SPD und CDU hör ich von den im Rat seit ewigen Zeiten aktiven Leuten, dass es bei ihnen kaum Nachwuchs gibt und man nicht weiß, wer in zehn Jahren eigentlich mal Kommunalpolitik machen wird, wenn die Älteren nicht mehr können.

Sie haben den Nachwuchs vor der Nase, der allerdings in der Piratenpartei mitmacht. Da frag ich mich mit Blick auf den Mai, wenn die Gemeindeparlamente gewählt werden: Schaffen die Jungen es? Werden die Wähler ihnen Chancen geben? Das ist alles noch sehr offen.

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Denk ich an Europa in der Nacht . . .

Europa. Wir sind der Kontinent der Kriege, aber seit 60 Jahren wollen wir ein Kontinent des Friedens sein. Nur: Blauhelme auf Zypern, das bedeutet nicht Frieden, das bedeutet Krieg. Und auch, was sich auf dem Balkan abgespielt hat und abspielt, zeugt  nicht davon, dass die EU für ein friedliches Europa gesorgt hätte. Wirklich nicht.

Die europäischen Staaten haben festgesetzt, dass jeder in der Europäischen Union Mitglied werden kann, der gewisse definierte Bedingungen zum Beitritt erfüllt. So wie bei einem Club oder Verein: Jeder wird aufgenommen, der bestimmte Bedingungen erfüllt. Und was ist? 
Es wurden Griechenland, Bulgarien, Rumänien und zuletzt auch Kroatien aufgenommen, von denen man vorher ganz genau wusste, dass sie die erforderlichen Bedingungen GAR NICHT erfüllen. Hohe Inflation, Korruption auf allen Ebenen, keine funktionierende Verwaltung, kein intaktes Rechtssystem, kein Minderheitenschutz – alles Ausschlussgründe. Diese Länder erfüllten nicht die Beitrittskriterien und wurden trotzdem Mitglied. Das kann nicht gutgehen. 

Was Griechenland betrifft, so lagen vor dem Beitritt dicken Studien und Gutachten vor, dass Griechenland überhaupt nicht bereit ist, Mitglied zu werden. Da muss man sich heute nicht wundern. Griechenland hatte damals kein Grundbuch, erhielt dann via EU viele Millionen um ein Grundbuch anzuschaffen und hat heute noch kein Grundbuch. 

Was oft erzählt wird, ist folgendes: Weil China und Indien mit ihren jeweils über eine Milliarde Einwohnern und Brasilien wirtschaftlich immer stärker und einflussreicher werden, müsse Europa sich ebenfalls erweitern und von den jetzt etwa 500 Millionen Einwohnern auf mindestens 800 Millionen kommen. Ansonsten säßen „wir“ (Europäer) in 10, 20 Jahren bei den G 7 demnächst nicht mehr dabei und hätten auch sonst wegen Bedeutungslosigkeit nichts mehr zu sagen. 
Also aus Angst vor den neuen Großen dieser Welt müsste Europa zusammenhalten und sich vergrößern. Das ist Werben für Europa durch Angstmachen. Sehr schade und der völlig falsche Weg. Wer weiß, in wie viele Länder China und auch Indien dereinst einmal zerfallen sein werden. Auch kann Europa in  der Gemeinschaft der Weltmächte einflussreich sein, wie heute Luxemburg in der EU. 
Schließlich möge man sich einmal anschauen, wie viele Nobelpreisträger aus China und Indien kommen. Sehr, sehr wenige. Und wie viele aus Europa und den USA. Es sieht doch so aus, als werde bis auf weiteres in China das produziert und nachgebaut, was Europäer und Amerikaner erfinden. Insofern kann Europa bei seinen „nur“ 500 Millionen bleiben und trotzdem eine wichtige Rolle unter den Weltmächten einnehmen. 
Das ist hier alles vorerst ziemlich salopp aufgeschrieben und wird bis zur Europawahl im Mai 2014 weitergedacht und diskutiert.

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Verschuldet, nicht durch eigene Schuld.

Jetzt ist er beschlossen, der „Kommunal-Soli“. Es handelt sich um eine Zwangsabgabe, die Pleite-Städte und -Gemeinden aus ihrem Finanz-Elend rausholen soll. „Kommunal-Soli“ bedeutet, dass in Nordrhein-Westfalen bestimmte Städte und Gemeinden den anderen Geld geben müssen. 
Okay, Städte wie Düsseldorf oder – in seiner Nähe – Monheim, die haben natürlich prall gefüllte Kassen. Weil dort schon immer tolle Firmen ansässig sind, die gute Gewinne machen und entsprechend Steuern zahlen. Die Kommunen (wie Stolberg, Nideggen, Nörvenich und Aldenhoven), die jetzt von den Wohlhabenden etwas bekommen werden, sind zwar möglicherweise durch eigene Schuld hochverschuldet. Die zahlen sich übrigens allein schon an den Zinsen dumm und dämlich. Aber die Pleite-Kommunen haben auch oft wirklich Pech: In Städten wie Düren und Stolberg wohnen einfach überproportional viele Alleinerziehende, Arbeitslose, bedürftige Alte. In einem Eifeldorf als Alleinerziehende oder Arbeitsloser zu wohnen, das ist extra-schwer. 
Diese Leute ziehen dann in die Mittelstädte, wo sie keine Autos brauchen, um alles (Arzt, Apotheke, Schulen, Discounter usw) zu erreichen, wo die Ämter sind, mit denen sie viel kooperieren müssen, wo auch etwas Anonymität vor nervigem Dorf-Gequatsche schützt und wo dann auch schneller weitere Betroffene sind, mit denen man sich zusammentun kann.
 
59 wirtschaftlich Starke gibt es in Nordrhein-Westfalen, hat das NRW-Innenministerium ermittelt. Die halten sich natürlich selber nicht für stark, sie hätten eben nur sparsam gewirtschaftet und sich sogar von Grundstücken, Wald, Gebäuden und was nicht allem getrennt, um der Überschuldung zu entgehen. Der Düsseldorfer Oberbürgermeister gibt sogar an, seine Stadt müsse angeblich, um den „Kommunal-Soli“ zu zahlen, einen Kredit aufnehmen. Müsse sich also nun ihrerseits verschulden.
 
61 Städte und Gemeinden brauchen die Hilfe, damit sie innerhalb von sieben Jahren ihre Haushalte konsolidieren können. Ich nehme an, dass Aachen in den Soli einzahlen muss, ich weiß aber noch nicht wie viel und wie lange. 
Im NRW-Landtag haben Piraten, CDU und FDP gegen den Soli gestimmt. Die Starken sind wild entschlossen, gegen den „Kommunal-Soli“ zu klagen. Das wird spannend. 
 
Zum NRW-Stärkungspakt. http://t.co/S2LI7Qk2hv
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Eva Menasse

Eva Menasse 2007: Die nichtjüdischen Deutschen im Alter von ungefähr 50 Jahren sind aufgewachsen mit dem Fanal: „Wir sind Deutsche, und wir müssen der Welt zeigen, dass wir nicht alle Schwerverbrecher sind.“ Das ist heute vorbei.

http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=11706

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Wie man sich Bürgerinnen und Bürger zu Feinden macht

In Aachen wird ein Bauwerk abgerissen, von dem ein bekannter Architektur-Professor sagt, es sei nicht nur für Aachen wichtig, sondern es sei wichtig für ganz Deutschland. 
Es geht – wer hier mitliest, kann es sich denken – um den Bunker in der Rütscher Straße. Und der Professor ist Christoph Schulten (Aachen/Dresden). Im Rathaus machte er sich jüngst öffentlich und mit Verve für den Erhalt des Bunkers stark. Ohne jeden Erfolg. 

Dass der Bunker abgerissen wird, ist schon länger klar. Seit wann genau, wissen aber wohl nur die Herren im Rathaus und der Investor, der dort Luxuswohnungen errichten will. Die komplette Nachbarschaft von dem Bunker wurde jedenfalls kurzfristig über den Abriss informiert und fühlt sich jetzt (in Teilen) krass über den Tisch gezogen. Diese Menschen sind wütend, sie wurden nicht gefragt, kaum informiert, sie wurden vor vollendete Tatsachen gestellt.

Und das ist genau der Nährboden, auf dem die katastrophalen Bürgerentscheide wachsen und gedeihen. Wütende Bürgerinnen und Bürger werden sich revanchieren. Sie werden, wenn mal wieder über ein anderes Bauprojekt abgestimmt werden darf, mit „nein“ stimmen. Allein um den ignoranten Stadtoberen aus Politik und Verwaltung in die Suppe zu spucken. Als hilfloser Protest.

Dass die das in der Stadtverwaltung nicht kapieren!? Wie sonderbar. Man kann über ein Projekt (wie die Campusbahn oder das Bauhaus) die Bürger früh informieren. Wenn man sie aber in den Jahren zuvor dauernd ins Kreuz getreten hat, wieder und wieder, werden sie ihrer Wut und Enttäuschung Luft machen und sich blindwütig wehren. 

Alte Aachener erinnern in diesem Zusammenhang an die fatale Begradigung einer Straße, der die damalige Szene-Kneipe „Theos Pinte“ zum Opfer fiel. Es hagelte – so etwa 1975 soll das gewesen sein – Proteste, und es gab Demos. Noch und noch. Allein: Die Häuser wurden abgerissen, die Straße begradigt, die Kneipe funktionierte nicht mehr. So alles einfach entschieden über die Köpfe der Leute hinweg.  

In der Rütscher Straße haben wird es mit einem Bunker zu tun. Hässlich, groß, dunkel. Eine vielköpfige Initiative möchte ihn erhalten, wegen der Erinnerung. Ein Professor möchte ihn als bauhistorisches Kleinod erhalten. 

Ich bin persönlich nicht gegen den Bau von Luxuswohnungen. Und ich mag Bunker nicht gern ansehen. Meine Mutter und ihre Schwester haben noch heute den Horror in den Augen, wenn man sie was zu irgendeinem Bunker in Aachen fragt. Was sie dort als Kinder erlebten, hat sie traumatisiert. 
Auch als Architektur finde ich Bunkerbauten hässlich. Sie wurden zur Nazizeit errichtet, und wir hängen uns ja auch nicht die Bilder auf und stellen uns die Skulpturen auf, die von Nazi-Künstlern damals produziert wurden. Diese Scheiße müssen wir nicht ständig vor Augen haben. Auch nicht zur Abschreckung oder Erinnerung. Aber hier sollte mal erklärt werden, wie man sich in Aachen seit Jahren die Bürgerinnen und Bürger zu Feinden macht. 

Auch für Stadtverwaltung und Politik gilt: Wer andere glücklich macht, der wird glücklich.

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Alles nur noch viertklassig?

Jetzt reicht es aber bald. 
 
Nicht nur, dass die Alemannia, was der hiesige vaterstädtische Fußballverein ist, viertklassig (!) spielt. Und in der 4. Liga auf einem hinteren Platz rangiert. Nein, jetzt hat auch Ex-WDR-Intendant Fritz Pleitgen Aachens Viertklassigkeit entdeckt und angeprangert. 
 
Im Rathaus wurde irgendein Preis verliehen. Pleitgen rückte als Festredner aus Köln an und äußerte sich zur Überraschung der Festgesellschaft zum Karlspreis. Und zwar zu den Preisträgern (langweilig, kommen alle aus dem gleichen Milieu) und zur Zeremonie (langweilig, immer dasselbe). Der Ex-Intendant haute ganz schön auf die Kacke. Super. Tja, das  Publikum applaudierte wie bekloppt. Ratsherren von CDU und SPD haben unterdessen schon öffentlich kundgetan, dass sie nichts von Pleitgens Einschätzungen halten. Etwas anderes hatte ich von denen aber auch nicht erwartet. 
 
Der Ex-WDR-Mann nahm sich, einmal in Aachen am Rednerpult, auch den „Orden wider den tierischen Ernst“ vor, eine Veranstaltung, für die sich viele Aachener schämen. Etwa wenn sie im Urlaub gefragt werden: „Wo kommen Sie her?“ – „Aus Aachen.“ – „Ist das nicht die Stadt, von wo immer diese schreckliche Karnevalssitzung übertragen wird?“ – „…“
Die Ordensträger bringt kein Mensch mit Humor in Verbindung, ist Pleitgen aufgefallen. Tja, und das seit 20 Jahren. Kein schöner Schwachsinn, kein jeckes Ausflippen, gar nichts, im Sinne von GAR NICHTS. 
 
Ist Aachens Polizei etwa auch viertklassig? Eine Hotel-Betreiberin glaubt das und klagt wegen eines Übergriffs. Sie fand sich im Juli 2012 in Handschellen gefesselt in einem Polizeiauto wieder, wurde angeblich ein paar Straßen weiter wieder freigelassen. Jetzt sind erst mal ihre Akten verschwunden.
Vor ein paar Tagen versuchten 15 Polizisten im Ostviertel für Ruhe und Ordnung zu sorgen, sie sahen sich aber plötzlich einer Überzahl von jungen Männern gegenüber und zogen sich zurück. 
 
Auf jeden Fall nicht erstklassig ist Aachens Stargeiger David Garrett in dem Film „Der Teufelsgeiger“. Von „eingesülzter Soundsoße“ und „in Klangmarmelade absaufen“ schrieb ein Filmkritiker. Er bezieht deshalb gerade Prügel via Leserbriefen. 
Und wie sieht es mit der neuesten Produktion des Stadttheaters aus? Auch viertklassig. Die Märchenoper „Rusalka“ fiel jedenfalls beim Kritiker mit Karacho durch. (Das Publikum applaudierte übrigens heftig und war begeistert.)
 
Die Alemannia, der Karlspreis, der Orden wider den tierischen Ernst, die Polizei, der Stargeiger, die Dvorak-Oper… es reicht. Aachen sollte mal wieder mit was Positivem rauskommen. 
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