Bombe gefunden: 3.800 müssen heute ihre Wohnungen verlassen. Mit UPDATEs

Bei Bauarbeiten wurde am gestrigen Mittwoch, 22. Juni, auf Höhe der Salierallee 18a am Rand des Grünstreifens eine US-Flieger-Bombe gefunden. Gewicht: 500 kg. In Abstimmung mit dem Kampfmittelräumdienst wird am heutigen Donnerstag ein Bereich im Radius von 500 Metern um die Bombe herum geräumt.

Im Anschluss an die Evakuierung wird die Bombe entschärft. Betroffen sind rund 3.800 Personen. „Sobald die Bombe entschärft ist, wird die Stadt Aachen alle Bewohner*innen informieren“, so wird mitgeteilt.

Am heutigen Donnerstag werden Schulen und KiTas in diesem Bereich geschlossen bleiben. Schul- und KiTa-Leitungen sind informiert worden. Betroffen sind unter anderem das Pius Gymnasium, das Rhein-Maas-Gymnasium, das Einhard Gymnasium sowie weitere Schulen und KiTas. Die Vorgabe zur Räumung betrifft auch die Fachhochschule (FH) Aachen mit dem Standort Eupener Straße.

Für Evakuierte, die keine andere Möglichkeit der Unterbringung haben, ist als Notunterkunft die Luise Hensel Realschule im Gillesbachtal 35 vorgesehen. In Corona-Quarantäne befindliche Personen können die Boulderhalle in der Kurbrunnenstraße 22 aufsuchen. 

Die Stadt Aachen empfiehlt, den Bereich heute zu meiden bzw. großräumig zu umfahren.

UPDATE:

Die Stadt Aachen bittet Anwohner*innen, die Fragen zur Evakuierung haben, sich auf aachen.de oder Facebook über den aktuellen Stand zu informieren. Zusätzlich besteht die Möglichkeit sich telefonisch an die Hotline des Call Aachen unter der Rufnummer 0241 4320 zu wenden.

Die Evakuierung des betroffenen Bereichs rund um den Fundort läuft planmäßig. 

Die Polizei sperrt alle Zufahrtsstraßen zu dem Evakuierungsgebiet für den Verkehr. Natürlich dürfen Fahrzeuge, die sich im Evakuierungsgebiet dieses noch verlassen.

Der Außenring kann zunächst weiter befahren werden. 

Alle Verkehrsteilnehmer*innen werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren.

Eine Interaktive Karte zum Evakuierungsgebiet findet sich auf aachen.de.

UPDATE, 11.30 Uhr:

Das Gebiet rund um den Fundort der Bombe wird weiterhin evakuiert. 

Personen, die keine andere Möglichkeit der Unterbringung haben, können in der Luise Hensel Realschule im Gillesbachtal 35 unterkommen. Dort sind derzeit 65 betroffene Menschen untergebracht. Zwei in Corona-Quarantäne befindliche Personen haben die Boulderhalle „move“ in der Kurbrunnenstraße 22 aufgesucht. 

Vor Ort sind derzeit 147 Kolleg*innen der Feuerwehr und des THWs im Einsatz. Diese unterstützen gemeinsam mit 50 Kräften von weiteren Hilfsorganisationen und 46 Polizist*innen die 31 Kolleg*innen des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung bei der Evakuierung des Gebiets.

UPDATE: 14.09 Uhr:

Der Kampfmittelräumdienst hat die US-Flieger-Bombe erfolgreich entschärft. Die evakuierten Anwohner*innen können in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Heute im Ausschuss: Templergraben – wieder auf oder doch geschlossen für private Kfz?

In Aachen im Hochschulviertel gibt es ein Stück Straße, aus dem derzeit der private Kfz-Verkehr verbannt ist. Die CDU-Fraktion im Rat möchte das ändern. Der AStA nicht.

Zur heute stattfindenden Diskussion (mit nachfolgender Abstimmung) im zuständigen politischen Gremium über die Öffnung des Templergrabens äußert sich in einer Stellungnahme der AStA der RWTH wie folgt (Zwischenüberschriften von AachenNews):

Wir sind als AStA der RWTH auf den Tagesordnungsantrag der CDU-Fraktion (Thema: Reallabor Templergraben, hier: Öffnung zur Aufrechterhaltung des Verkehrsflusses) für den Mobilitätsauschuss am Donnerstag (23. 06.) aufmerksam geworden und möchten an dieser Stelle – wie vor der Entscheidung im Februar – als Studierende nochmal auf die immense positive Bedeutung des Templergrabens für die studentische Kultur und die Aufenthaltsqualität auf dem „Campus Mitte“ hinweisen. 

Nicht nachvollziehbar, nicht zu erkennen

Für uns ist die Forderung – den Templergraben wieder für den MIV zu öffnen und damit die zweite Phase des Reallabors abzubrechen – nicht nachvollziehbar. Wir haben schon im Februar auf diverse Gründe hingewiesen, die wir hier nicht nochmal alle aufzählen wollen. Gleichwohl beschäftigt auch uns die Situation am Templergraben, in den umliegenden Seitenstraßen sowie der Verkehrsfluss im Rahmen der Baustelle Brücke Turmstraße. 

Die Universität und damit auch die Studierendenschaft ist direkte Anrainerin in den meisten betroffen Straßen und wir bewegen uns dort in unserem Uni-Alltag. Einen Verkehrsfluss, der „offensichtlich nicht mehr angemessen gewährleistet“ ist, können wir nicht bestätigen. Lediglich (zeitlich und räumlich) punktuell ist eine Verkehrseinschränkung zu beobachten. Dies wird auch von Herrn Uwe Müller seitens der Verwaltung bestätigt, mit dem der Mobilitätsauschuss des Studierendenparlaments erst letzte Woche ein Gespräch hatte. 

Läuft alles unerwartet gut

Der Verkehr laufe an den meisten Stellen besser als im Gutachten prognostiziert und das städtische Umleitungskonzept funktioniere, so Herr Müller. 

In dem Sinne ist auch die Sperrung des Annuntiatenbachs ein wichtiges Element, welches auch im Gutachten empfohlen wurde und gleichzeitig den Beginn der zweiten Phase des Reallabors markiert. Denn so werden die sogenannten Schleichverkehre wirksam unterbunden und die Belastung z.B. in der Eilfschornssteinstraße sinkt von Tag zu Tag, wie Herr Müller bestätigt hat. 

Einseitige Berichterstattung

Zudem wollen wir darauf hinweisen, dass sich eine neue Verkehrssituation erstmal etablieren muss, und auch der Verweis auf die „eindeutige Presseberichterstattung” hinkt. Denn die Presse bildet selten alle Perspektiven auf eine Sachlage gleichermaßen ab, und studentische Stimmen bekommen in der Debatte wenig Gehör – obwohl wir allein als AStA der RWTH über 47.000 Studierende in Aachen vertreten. Entsprechend bitten wir auch die lokalen Medien unsere (studentische) Perspektive häufiger aufzunehmen.

Gleiches Stück Straße, andere Seite: der Templergraben wird zum Zankapfel. Fotos: AachenNews Archiv

Der Templergraben ist aktuell DIE Fläche für (studentische) Kultur. Insbesondere jetzt zum Sommeranfang steht dort eine Vielzahl an Veranstaltungen – im großen und im kleinen Rahmen – an. Die Nachhaltigkeitswoche der RWTH, der regelmäßig stattfindende studentische Biergärten sowie das anstehende Campusfestival sind nur drei Beispiele dafür, wie Stadtraum genutzt und gestaltet werden kann, der nicht vom Verkehr dominiert wird. Als Ort der Begegnung für Stadt und Studierendenschaft hat der Templergraben auch eine soziale Stellung bekommen, die gerade im Wachsen ist und durch eine Öffnung für den MIV wieder zerstört werden würde. 

Wir fordern, wir bitten

Aufgrund dieses einmaligen, erhaltenswerten Mehrwerts fordern wir den Templergraben für den MIV gesperrt zu lassen. Wir bitten alle Fraktionen bei ihrer Entscheidung die sachlichen Argumente abzuwägen und sich klarzumachen, dass eine Entscheidung GEGEN eine Öffnung des Templergrabens eine Entscheidung FÜR die Kultur, FÜR die Studierendenschaft, FÜR die RWTH, FÜR zukunftsfähige Mobilität, FÜR lebenswerten Stadtraum und FÜR das soziale Zusammenleben in der Stadt Aachen ist.

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Die Sitzung findet statt im Konferenzsaal 1, Eurogress, Monheimsallee 48. Sie ist öffentlich, Beginn ist um 17 Uhr.

Hier findet man die Tagesordnung für die morgige Sitzung des Mobilitätsausschuss. Erst unter TOP 20 geht es um den Templergraben (s. auch Anhang).

Im Ausschuss geht es – nebenbei erwähnt – auch um einen Antrag, der die Hartmannstraße am Elisenbrunnen betrifft. Gefordert wird von Piraten und UWG, die Parkplätze in der Hartmannstraße umzuwandeln und dazu einen Umsetzungsplan vorzulegen. Wörtlich: „Die bisherigen öffentlichen Parkplätze sollen zu einer Mischung aus Behindertenstellplätzen, Fahrradstellplätzen, Grünflächen und Aufenthaltsflächen umgestaltet werden.“

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Am Bushof muss nun niemand mehr in die Ecke pinkeln. Am 01. Juli gibt es dort eine kabarettistische Bushofführung

Das wurde aber auch Zeit: Neben Aachens Bushof steht jetzt ein Toiletten-Häuschen. Einmal benutzen kostet 50 Cent.

Die neue Toilette am Bushof ist jetzt betriebsbereit – barrierefrei mit Wickeltisch und allem Drum und Dran. „Für die 70.000 Menschen, die das Bushof-Areal täglich werktags passieren“, sei das eine gute Nachricht, so teilt die Stadtverwaltung jetzt mit.

Gegenüber vom Bushof wurde bereits 1. die häßliche Passage geschlossen. Dort wird bald 2. eine neue Dienststelle der Polizei eröffnet. Die Volkshochschule im Bushof hat 3. ein neues, elegantes Entrée bekommen, und ein ziemlich cooles Wandbild innen und ein Werk von Aachens Graffiti-Künstler Mathes Straetman (Lazy65) gibt es als 4. ebenfalls. Man erkennt das Bemühen, diese Ecke von Aachens Innenstadt endlich aufzumöbeln.

Mit dem neuen Häuschen, so erfahren wir, sei eine zentrale Maßnahme, die das Netzwerk Bushof sich auf die Fahnen geschrieben hatte, umgesetzt. Die Umsetzung habe etwas länger gedauert als geplant, das schmälere jedoch nicht die Freude über diesen Erfolg.

Heidemarie Ernst die von Seiten der Stadtverwaltung für mehr Sicherheit und Sauberkeit am Bushof sorgt, sagt: „Jeder Mensch, den dort künftig ein menschliches Bedürfnis plagt, wird die Freude mit uns teilen.“ Sie nennt das neue Toilettenhäuschen „ein Mehr an Sauberkeit rund um den Bushof.“

Die Toilette befindet sich seitlich vom Bushof, an der Ecke Kurhausstraße in Nähe der Haltestelle Nummer 10.

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Am Freitag, 1. Juli, um 17 Uhr findet eine kabarettistische Bushofführung  mit „Manni dem Huusmeäster“ am Bushof statt. Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen begrüßt die Teilnehmenden vor Ort und spricht einführende Worte.

Manfred Savelsberg ist als „Manni d’r Huusmeäster“ Aachens wohl bekanntester Hausmeister. Seit mehr als 50 Jahren steht er auf Bühnen und noch immer schlüpft er gerne in den Kittel seiner Paraderolle als Hausmeister im Aachener Rathaus. Mit seiner Expertise als „Huusmeäster“ führt Manni nun humorvoll durch den Bushof und das ihn umgebende Gebiet, um zu schauen was getan wurde, was noch fehlt und wie der Öcher das so findet. 

„Huusmeäster“ Manfred Savelsberg wartet auf euch für eine Bushofführung am 1. Juli. Meldet euch an. Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann

Die Teilnahme an der Führung mit „Manni d’r Huusmeäster“ ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist ab sofort bei der Koordinationsstelle Bushof unter netzwerk-bushof@mail.aachen.de oder telefonisch unter der Nummer 0171 8637370 möglich.

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Journalist Bernd Müllender setzt Aachen ein Denkmal

Das neue Buch von Bernd Müllender erscheint passend in den Farben der Stadt.

„Ach, Aachen!“, so seufzt der Journalist Bernd Müllender und präsentiert unter diesem Titel auf sage und schreibe 383 Seiten Geschichten aus und über Aachen. Heute (21. 06.) um 19.30 Uhr liest er auf Gut Branderhof aus seinem neuesten Buch. 

So eine Lesung mit Bernd Müllender ist ja allein schon eine muntere Angelegenheit, aber man muss auch viel lachen, wenn man die Texte still für sich liest. Der Mann hat wirklich Humor. Zum Beispiel, wenn es auf Seite 333 um den Aachener Fastelovend geht, dem er in Teilen ein „hohes alltagssexistisches Niveau“ bescheinigt. Müllender zieht dumme Humorritter durch den Kakao, er spottet ohne Ende und erfindet Ausdrücke wie Humptata-Establishment und Zotenzunft. 

Aus fünf Jahrzehnten stammen die Texte, alle sind aus der Feder von Bernd Müllender und es wert, mit zum Teil großem zeitlichen Abstand neu gelesen zu werden. Was waren das für Zeiten, als plötzlich unvorstellbar reiche Scheichs Aachens Hochleistungs-Klinikum entdeckt hatten und sich samt Falken und Leibgarde im Quellenhof einquartierten!

Aachen und der Sport, das ist in jeder Hinsicht ein Kapitel für sich, oder die Tests von sechs „Frittenverköstigungsorten“, wo es unter anderem um „Knusprigkeit“ und „schwarze Stellen“ geht. Sehr amüsant. Erinnerungen werden wach, als Müllender einmal in Aachen als keuchender taz-Reporter den späteren Außenminister Joschka Fischer buchstäblich laufend interviewte. 

Erstaunlich, wie viele interessante und außergewöhnliche Personen der Autor in Aachen im Laufe der Jahre aufgestöbert hat, vom Pralinentester bei Lindt & Sprüngli bis zur mit 14 Jahren aus Russland ausgewanderten Comedian. Damit man den Zusammenhang versteht, in dem die Texte jeweils entstanden, gibt es kurze Einführungen und Zwischentexte. Die sind hilfreich.

Ernste Themen werden ernst behandelt, zum Beispiel das Erbe der Nazizeit. Da geht es um den berühmten RWTH-Professor Schwerte, der als Nazi eigentlich Schneider hieß und sich nach dem Krieg erfolgreich eine neue Identität verpasste. Oder um das traurige Schicksal eines Wehrmachtdeserteurs, der sich outet. Das schräge Verhältnis der Aachener zu den Nachbarn in Belgien und Holland hat den Autor im Laufe der Jahre immer wieder zu journalistischen Glanzleistungen herausgefordert. Alles zu finden in seinem neuen Buch. 

Wer heute um 19.30 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr) die Lesung verpasst, kann das Vergnügen am 23. August nachholen. Da ist Müllender ab 19.30 Uhr in der Buchhandlung am Markt in Aachen-Brand zu Gast. 

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Jetzt neu: „Ach, Aachen!“ – Ansichten, Aussichten, Ameröllche und Amerölle. Texte aus 40 Jahren über eine liebenswürdige und manchmal seltsame Stadt. Eifeler Literaturverlag 2022. Kosten: 15 Euro. 
Für mehr Infos hier klicken: www.gutbranderhof.de

Erst Ende 2021 ist erschienen: „Die Zahl 38.185“ – Ein Fahrradroman aus der Autostadt Aachen. Eifeler Literaturverlag 2021. Darin geht es um die Verkehrswende, aus der – nach der korrekten Einschätzung des Autors – in Aachen „eine Art Straßenkampf um jeden Quadratmeter Asphalt“ geworden ist. 

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Zur Abwechslung mal ein Katastrophe, auf die man sich vorbereiten kann

Drei große Katastrophen haben wir gerade erlebt, alle passierten plötzlich, quasi überfallartig und man konnte sich nicht wirklich gut vorbereiten. Die Katastrophe, die aber jetzt – im Herbst/Winter – auf uns zukommt, die kündigt sich an, auf die können wir uns vorbereiten.

Die Pandemie hat uns überfallen. Plötzlich – nach allgemeiner Wahrnehmung – war das Virus da, reihenweise wurden Menschen krank, einige starben. Wir wussten lange nicht, ob es überhaupt einen Impfstoff geben würde. Ratlosigkeit allenthalben. Dann die Unwetterkatastrophe – Orte wie Kornelimünster, Stolberg, Eschweiler, das Ahrtal wurden plötzlich überflutet wie es noch nie zuvor geschehen war. Und schließlich der Krieg. Wer hätte gedacht, dass wir 2022 einen 19.-Jahrhundert-Krieg in Europa erleben würden? Ich nicht. Putin und die Russen hatten die allermeisten von uns für weitgehend friedlich und kultiviert gehalten.

Soweit die Vergangenheit. Was im Herbst und Winter auf uns zukommt, das ist ein Engpass, der sich zur Versorgungs-Katastrophe auswachsen kann/wird. Wir wissen schon jetzt: Es ist gar nicht unwahrscheinlich, dass es Putin im November gefällt, kein Öl und auch kein Gas mehr nach Deutschland (oder an die komplette EU) zu verkaufen. Nichts, null, gar nichts. Es MUSS nicht so kommen, aber es sieht doch sehr so aus

Gaslieferstopp im Winter. . . bei nur etwas über 50 Prozent vollen Gasspeichern . . . das wäre eine Katastrophe. Da fragt man sich: Warum fangen wir nicht schon jetzt an, Energie zu sparen? Zum Beispiel die Temperatur im beheizten Freibad Hangeweiher um 2 Grad runterdrehen und in den Schwimmhallen um 1 Grad? Keine neuen Klimaanlagen einbauen oder diese erst gar nicht einschalten? Man könnte auch – wo es geht – Straßenlaternen ganz ausschalten zwischen 23 und 4 Uhr morgens. Oder ehrlicherweise das Oktoberfest in München und den Weihnachtsmarkt in Aachen absagen.

Wir müssen jetzt zwingend die Speicher füllen, wenn wir die kalte Jahreszeit überstehen wollen. Diese Speicher sind – wie man hört – erst zu 55 Prozent voll, sie müssen im November zu über 90 Prozent voll sein. Und Moskau hat schon jetzt damit begonnen, Europa den Gashahn zuzudrehen.

Wird man im Winter die großen Verwaltungsgebäude, die Hochschulgebäude und die Banken nicht mehr beheizen können? Wird es dann in Schulen noch mollig warm sein können? Oder müssen wir uns wieder auf Homeschooling und Homeoffice einstellen? Es wäre tatsächlich sehr blöd, wenn wir im November plötzlich merken: Oh shit, welche Überraschung, es gibt einfach kein Gas und kein Öl mehr! Selbst der umtriebige Wirtschaftsminister kann nur noch auf Lieferungen aus Norwegen und den Niederlanden zugreifen, was wegen Mangel an sonstigen Vorräten nicht reicht. 

Weil die privaten Wohnungen geheizt und bestimmte Unternehmen gerettet werden müssen, reicht dann das Gas auch für öffentliche Bauten, Restaurants und Kaufhäuser nicht. Es reicht übrigens sogar dann nicht, wenn zusätzlich Gas über zwei Flüssiggas-Terminals importiert wird. 

Unternehmen diskutieren zur Zeit, wo und wie sie im Notfall Gas einsparen können, welche Betriebsteile sie zugunsten von anderen Betriebsteilen stark herunterfahren könnten. Die Bundesregierung hat im Frühjahr die Frühwarnstufe des Notfallplan Gas ausgerufen. Hat irgendjemand daraufhin im öffentlichen Bereich angefangen, mehr Energie zu sparen als zuvor? Ich kenne niemand.

***

Zum Thema: https://www.aachener-zeitung.de/wirtschaft/schockwellen-werden-durch-das-land-gehen_aid-71412753

Eine Befragung zum Katastrophenschutz in der Region. Bitte teilnehmen und weiterleiten: ttp://befragung-städteregion.de

Was der EON-Aufsichtsrat meint: hier nachlesen

Notfallplan Gas für die Bundesrepublik: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Downloads/M-O/notfallplan-gas-bundesrepublik-deutschland.pdf?__blob=publicationFile&v=9

Die privaten Haushalte machen zwar ein Drittel des Stromverbrauchs aus, können aber wenig sparen. Anders sieht es bei den halböffentlichen und öffentlichen Einrichtungen aus.
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Bekommt Aachen tatsächlich ein Fahrrad-Parkhaus?

Blick in die Zollamtstraße in Aachen, wo sich der gigantische Baukomplex „Blue Gate“ mit Hotel, Büros, Wohnungen für Studierende und Läden befindet.

Sieht so aus, als bekäme Aachen tatsächlich eine Art Fahrrad-Parkhaus, passenderweise unmittelbar am Hauptbahnhof gelegen. In dem Blue-Gate-Konzept war von Anfang an – entsprechend der Forderung der Verwaltung – im Übergangsbereich zum Bahnhof ein sog. „Mobility Center“ mit Fahrradparkhaus und Servicestation vorgesehen. Es wurde mit dem Investor vereinbart, dass in diesem Fahrradparkhaus mindestens 400 Stellplätze und die Servicestation untergebracht werden.

Parallel befindet sich an der Lagerhausstraße das Verwaltungsgebäude (Foto: rechts). Hier kann man einer Verwaltungsvorlage Einzelheiten zu einem städtischen Fahrrad-Abstellbereich entnehmen.

Zwischen Bahnhof und Burtscheider Brücke befindet sich das sogenannte Blue Gate, ein gigantischer Baukomplex mit Hotel, Büros, Wohnungen und Läden.

Das Bauwerk reicht an den Bahnhof ran, von der Seite aus gesehen, mit Blick auf den Hauptbahnhof (ganz links).
Blick auf das „Blue Gate“, von der Burtscheider Brücke aus gesehen.

s. dazu auch den Leser-Kommentar

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Aachen: Die Stadtverwaltung versteigert wieder Fundsachen

Nach zweijähriger pandemiebedingter Pause versteigert die Stadt Aachen wieder Fundsachen. Die Teile wurden bei der Stadt Aachen abgegeben, aber bis zum Ablauf der vorgegebenen Aufbewahrungsfrist vom Verlierer nicht wieder abgeholt. Sie konnten auch niemanden zugeordnet werden konnten.

Gefundene Fahrräder werden am 22. Juni ab 10 Uhr im Foyer des Verwaltungsgebäudes Lagerhausstraße 20, Aachen, versteigert. 

Am 30. Juni bietet die Stadt ab 10 Uhr im Raum 241 der Volkshochschule Aachen, Peterstraße 21, diverse Fundsache zum Ersteigern an. Interessiert Bürger*innen sind herzlich eingeladen.

Bei städtischen Veranstaltungen gilt die jeweils gültige Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen. Besucher*innen werden gebeten, sich vorab zu informieren. Im Sinne eines bestmöglichen Infektionsschutzes empfiehlt die Stadt weiterhin einen medizinischer Mund- und Nasenschutz in Innenräumen zu tragen.

Außerdem sind die Besucherplätze aus Infektionsschutzgründen beschränkt.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Nicht nur der CHIO ist in Aachen international. Wo die „Diversity“ gelebt wird.

Vielfalt satt. Wer Diversity mag, ist in der Mataréstraße richtig.

Da kommt die ganze bunte Truppe die Mataréstraße runter! Sieht nach einem Klassenausflug aus, vorneweg das (vermutlich) 4. Schuljahr, dahinter ein 1. Schuljahr. Alle haben sich morgens um 8.30 Uhr schon viel zu erzählen, das ganze Geplapper lockt Nachbarn an die Fenster. Die Kinder machen einen fröhlich Eindruck, der Schulausflug macht ihnen Spaß.

Aachen weiß gar nicht, was es mit dieser Montessori-Grundschule für eine wertvolle Einrichtung in seinen Mauern birgt. Es ist eine internationale Grundschule, wie sonst keine in Aachen. Genau so international, wie ich einmal eine Schule in New York gesehen habe. Kein Wunder, dass diese Montessori-Grundschule die höchsten Anmeldezahlen hat in ganz Aachen. Doch es fehlt an Platz.

Die Montessori-Grundschule Mataréstraße ist die Schule, wo die meisten Ganztagsplätze (OGS) fehlen. 29 sind es nach Berechnungen der Verwaltung im kommenden Schuljahr 2022/23, so viele wie in keiner anderen Schule in Aachen. Eltern im Viertel berichten, dass sie mit dem Wiedereinstieg in den Beruf warten müssen, weil es für ihr Kind keinen Betreuungsplatz gibt. Die Verwaltung hat übrigens reagiert, ein Mitarbeiter hat kürzlich die Schule besichtigt, hat irgendwelche – eigentlich nicht nutzbaren – Abstellräume gefunden. Daraufhin muss die Schule demnächst einfach deutlich mehr Kinder aufnehmen.

Seit mindestens sieben Jahren weiß man in der Stadtverwaltung, dass diese Grundschule aus allen Nähten platzt. Immer wieder neu wurde ein Anbau aufgeschoben, bis es kürzlich keine Ausreden mehr gab, und im Schulausschuss zumindest mal beschlossen wurde, dass ein Erweiterungsbau geplant wird. Ein Erweiterungsbau auf dem Schulhof, übrigens, der dadurch kleiner wird, aber egal: Hauptsache es gibt mehr Platz und eine Mensa für all die Kinder, die dort – nach dem Wunsch ihrer Eltern – unbedingt lernen sollen.

Schulpolitiker*innen ist klar: Die Kids haben durch die Pandemie viel versäumt. Sie haben Lücken, was den Schulstoff betrifft, sie haben Lücken, was die sportlichen Leistungen betrifft und auch im Umgang mit kleinen und großen Menschen (Sozialverhalten) kennen sie sich weniger gut aus als frühere Schülergenerationen. Dreimal Mangel! Es gibt viel aufzuholen.

Die Mensa der Schule. Dort – im Keller – essen Kinder zu Mittag. Mit Gittern vor den Kellerfenstern. Wenn man andernorts Kommunalpolitiker*innen davon berichtet, und davon, wie lange dieser Zustand schon anhält, sind diese entsetzt. In Aachen nimmt man die Sache gelassen. Tja. Foto: AachenNews Archiv

„Anhaltend dramatisch“ nannte die örtliche Presse zuletzt Ende April 2022 die Situation. Das ist nicht übertrieben.

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Aachener überweist fünfstelligen Betrag an gemeine Betrüger

Weil er betrügerischen Menschen auf den Leim ging, hat ein Mann einen hohen Geldbetrag verloren. Die Masche funktioniert über WhatsApp.

Am Montag (13. Juni) ist ein Betrugsfall bei der Aachener Polizei angezeigt worden, wie es ihn derzeit reichlich gibt. Ein 80-jähriger Aachener erhielt eine Nachricht von seiner angeblichen Tochter. Sie schrieb ihm in einer WhatsApp-Nachricht, dass sie ein neues Handy habe.

Angeblich könne sie nun kein Geld mehr selbst überweisen und forderte den alten Herrn dazu auf, mehrere Überweisungen zu tätigen. Daraufhin überwies der Senior tatsächlich mehrfach Geld auf fremde Konten. Doch die Betrügerin gab an, dass das Geld nicht angekommen sei und das Ganze wiederholt werden müsse.

Insgesamt überwies der Rentner eine fünfstellige Geldsumme. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen Betrugs zum Nachteil älterer Menschen. Aufklärung zum Thema Betrugsmaschen findet ihr hier: https://www.polizei-beratung.de/fileadmin/Medien/228-BR-Im-Alter-sicher-leben.pdf

Es ist kein Fehler, wenn man mit alten Leuten über diese Betrugsmaschen spricht. Sie fallen – entsprechend dem früher Erlebten und Gelernten – total leicht auf Kriminelle herein. Sie sind es gewöhnt, dass man, wenn Not herrscht, umstandslos helfen muss. Das ist eine schöne charakterliche Eigenschaft, und viele junge Familien würden in Aachen nicht klarkommen, wenn Opa oder Oma ihnen nicht finanziell unter die Arme greifen würde.

Umso gemeiner ist es, gerade diese große Hilfbereitschaft, auf die viele in dieser Gesellschaft angewiesen sind, auszunutzen.

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Freitag feiert ganz Aachen die Nachhaltigkeit

Unter dem Motto „Wir in Aachen – Gemeinsam auf dem Weg“ findet in diesem Jahr der 1.  Aachener Aktionstag Nachhaltigkeit statt. Am Freitag, 17. Juni, von 12 bis 18 Uhr, lädt ein vielfältiges Programm rund um den Elisenbrunnen und entlang der Hartmannstraße zum Austausch und zum Mitmachen ein.

Aachener Vereine, Institutionen und Gruppen, die sich rund um das Thema Nachhaltigkeit engagieren, stellen an etwa 60 Aktions- und Informationsständen ihre Projekte vor: Gärtnern ohne Garten, Insektenhotels basteln oder einen Wurmkomposter für Zuhause, die Ideen und Wünsche einer nachhaltigen Stadt auf bunten Visionswimpeln teilen, am exploregio-Mobil experimentieren und staunen, beim Glücksrad gewinnen, kreative Rezepte für regionale Produkte entdecken, mit Klimaaktivisten diskutieren und mehr

Daneben findet ein Bühnenprogramm in der Rotunde statt, mit Talk-Runden, Bühnenstücken, Musik und Interviews. Außerdem ist ein Rahmenprogramm quer durch die Aachener Innenstadt entstanden. Man kann im Weltladen (Jakobstraße) an einer exotischen Schokoladen-Verköstigung teilnehmen, bei exklusiven Stadtführungen etwas über Aachens unterirdische Bäche oder das Leben von Stadtbäumen erfahren oder Entschleunigung und Achtsamkeit durch geführte Meditation erleben.

Über 140 Engagierte aus Initiativen, Hochschulen, Bildungseinrichtungen, Gemeinden, Unternehmen und der Stadtverwaltung haben sich seit Januar am Planungsprozess beteiligt und diesen Aktionstag erstmalig und als Gemeinschaftsprojekt auf die Beine gestellt. Weitere Infos gibt es hier: www.we-at-aachen.de/aktionstag  

Da gerade von Nachhaltigkeit die Rede ist, wird unten noch auf die Termine des Wertstoffmobils hingewiesen.

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Neue Termine des Wertstoffmobils 

Dieses Wägelchen nimmt eure kaputten Elektrogeräte mit. Und nicht nur die.

Das Wertstoffmobil des Stadtbetriebs ist wieder unterwegs. Im Juni hält es auf den Wochenmärkten zu den üblichen Öffnungszeiten. Dort können Bürger*innen zum Beispiel Elektrokleingeräte, Alttextilien, Kunststoff- und Metallabfälle oder Batterien abgeben. Alles in kleineren und haushaltsüblichen Mengen. So sollen kleine Fahrten zum Recyclinghof und eine nicht sachgerechte Entsorgung vermieden werden.

Da der Wochenmarkt in der Innenstadt dienstags jetzt immer am Elisenbrunnen stattfindet, wird das Wertstoffmobil ebenfalls künftig dort halten. Alle Infos zu Abgabe, Zeiten und Standorten findet ihr unter www.aachen.de/wertstoffmobil

Die Termine im Juni auf den Wochenmärkten:

Elisenbrunnen, Friedrich-Wilhelm-Platz, 14. Juni

Kronenberg, Johannes-Ernst-Platz, 15. Juni

Kornelimünster, Korneliusmarkt, 17. Juni

Burtscheid, Kapellenstraße, 24. Juni

Die Annahmezeiten am Wertstoffmobil entsprechen den jeweiligen Marktöffnungszeiten.

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