Journalist Bernd Müllender setzt Aachen ein Denkmal

Das neue Buch von Bernd Müllender erscheint passend in den Farben der Stadt.

„Ach, Aachen!“, so seufzt der Journalist Bernd Müllender und präsentiert unter diesem Titel auf sage und schreibe 383 Seiten Geschichten aus und über Aachen. Heute (21. 06.) um 19.30 Uhr liest er auf Gut Branderhof aus seinem neuesten Buch. 

So eine Lesung mit Bernd Müllender ist ja allein schon eine muntere Angelegenheit, aber man muss auch viel lachen, wenn man die Texte still für sich liest. Der Mann hat wirklich Humor. Zum Beispiel, wenn es auf Seite 333 um den Aachener Fastelovend geht, dem er in Teilen ein „hohes alltagssexistisches Niveau“ bescheinigt. Müllender zieht dumme Humorritter durch den Kakao, er spottet ohne Ende und erfindet Ausdrücke wie Humptata-Establishment und Zotenzunft. 

Aus fünf Jahrzehnten stammen die Texte, alle sind aus der Feder von Bernd Müllender und es wert, mit zum Teil großem zeitlichen Abstand neu gelesen zu werden. Was waren das für Zeiten, als plötzlich unvorstellbar reiche Scheichs Aachens Hochleistungs-Klinikum entdeckt hatten und sich samt Falken und Leibgarde im Quellenhof einquartierten!

Aachen und der Sport, das ist in jeder Hinsicht ein Kapitel für sich, oder die Tests von sechs „Frittenverköstigungsorten“, wo es unter anderem um „Knusprigkeit“ und „schwarze Stellen“ geht. Sehr amüsant. Erinnerungen werden wach, als Müllender einmal in Aachen als keuchender taz-Reporter den späteren Außenminister Joschka Fischer buchstäblich laufend interviewte. 

Erstaunlich, wie viele interessante und außergewöhnliche Personen der Autor in Aachen im Laufe der Jahre aufgestöbert hat, vom Pralinentester bei Lindt & Sprüngli bis zur mit 14 Jahren aus Russland ausgewanderten Comedian. Damit man den Zusammenhang versteht, in dem die Texte jeweils entstanden, gibt es kurze Einführungen und Zwischentexte. Die sind hilfreich.

Ernste Themen werden ernst behandelt, zum Beispiel das Erbe der Nazizeit. Da geht es um den berühmten RWTH-Professor Schwerte, der als Nazi eigentlich Schneider hieß und sich nach dem Krieg erfolgreich eine neue Identität verpasste. Oder um das traurige Schicksal eines Wehrmachtdeserteurs, der sich outet. Das schräge Verhältnis der Aachener zu den Nachbarn in Belgien und Holland hat den Autor im Laufe der Jahre immer wieder zu journalistischen Glanzleistungen herausgefordert. Alles zu finden in seinem neuen Buch. 

Wer heute um 19.30 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr) die Lesung verpasst, kann das Vergnügen am 23. August nachholen. Da ist Müllender ab 19.30 Uhr in der Buchhandlung am Markt in Aachen-Brand zu Gast. 

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Jetzt neu: „Ach, Aachen!“ – Ansichten, Aussichten, Ameröllche und Amerölle. Texte aus 40 Jahren über eine liebenswürdige und manchmal seltsame Stadt. Eifeler Literaturverlag 2022. Kosten: 15 Euro. 
Für mehr Infos hier klicken: www.gutbranderhof.de

Erst Ende 2021 ist erschienen: „Die Zahl 38.185“ – Ein Fahrradroman aus der Autostadt Aachen. Eifeler Literaturverlag 2021. Darin geht es um die Verkehrswende, aus der – nach der korrekten Einschätzung des Autors – in Aachen „eine Art Straßenkampf um jeden Quadratmeter Asphalt“ geworden ist. 

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Zur Abwechslung mal ein Katastrophe, auf die man sich vorbereiten kann

Drei große Katastrophen haben wir gerade erlebt, alle passierten plötzlich, quasi überfallartig und man konnte sich nicht wirklich gut vorbereiten. Die Katastrophe, die aber jetzt – im Herbst/Winter – auf uns zukommt, die kündigt sich an, auf die können wir uns vorbereiten.

Die Pandemie hat uns überfallen. Plötzlich – nach allgemeiner Wahrnehmung – war das Virus da, reihenweise wurden Menschen krank, einige starben. Wir wussten lange nicht, ob es überhaupt einen Impfstoff geben würde. Ratlosigkeit allenthalben. Dann die Unwetterkatastrophe – Orte wie Kornelimünster, Stolberg, Eschweiler, das Ahrtal wurden plötzlich überflutet wie es noch nie zuvor geschehen war. Und schließlich der Krieg. Wer hätte gedacht, dass wir 2022 einen 19.-Jahrhundert-Krieg in Europa erleben würden? Ich nicht. Putin und die Russen hatten die allermeisten von uns für weitgehend friedlich und kultiviert gehalten.

Soweit die Vergangenheit. Was im Herbst und Winter auf uns zukommt, das ist ein Engpass, der sich zur Versorgungs-Katastrophe auswachsen kann/wird. Wir wissen schon jetzt: Es ist gar nicht unwahrscheinlich, dass es Putin im November gefällt, kein Öl und auch kein Gas mehr nach Deutschland (oder an die komplette EU) zu verkaufen. Nichts, null, gar nichts. Es MUSS nicht so kommen, aber es sieht doch sehr so aus

Gaslieferstopp im Winter. . . bei nur etwas über 50 Prozent vollen Gasspeichern . . . das wäre eine Katastrophe. Da fragt man sich: Warum fangen wir nicht schon jetzt an, Energie zu sparen? Zum Beispiel die Temperatur im beheizten Freibad Hangeweiher um 2 Grad runterdrehen und in den Schwimmhallen um 1 Grad? Keine neuen Klimaanlagen einbauen oder diese erst gar nicht einschalten? Man könnte auch – wo es geht – Straßenlaternen ganz ausschalten zwischen 23 und 4 Uhr morgens. Oder ehrlicherweise das Oktoberfest in München und den Weihnachtsmarkt in Aachen absagen.

Wir müssen jetzt zwingend die Speicher füllen, wenn wir die kalte Jahreszeit überstehen wollen. Diese Speicher sind – wie man hört – erst zu 55 Prozent voll, sie müssen im November zu über 90 Prozent voll sein. Und Moskau hat schon jetzt damit begonnen, Europa den Gashahn zuzudrehen.

Wird man im Winter die großen Verwaltungsgebäude, die Hochschulgebäude und die Banken nicht mehr beheizen können? Wird es dann in Schulen noch mollig warm sein können? Oder müssen wir uns wieder auf Homeschooling und Homeoffice einstellen? Es wäre tatsächlich sehr blöd, wenn wir im November plötzlich merken: Oh shit, welche Überraschung, es gibt einfach kein Gas und kein Öl mehr! Selbst der umtriebige Wirtschaftsminister kann nur noch auf Lieferungen aus Norwegen und den Niederlanden zugreifen, was wegen Mangel an sonstigen Vorräten nicht reicht. 

Weil die privaten Wohnungen geheizt und bestimmte Unternehmen gerettet werden müssen, reicht dann das Gas auch für öffentliche Bauten, Restaurants und Kaufhäuser nicht. Es reicht übrigens sogar dann nicht, wenn zusätzlich Gas über zwei Flüssiggas-Terminals importiert wird. 

Unternehmen diskutieren zur Zeit, wo und wie sie im Notfall Gas einsparen können, welche Betriebsteile sie zugunsten von anderen Betriebsteilen stark herunterfahren könnten. Die Bundesregierung hat im Frühjahr die Frühwarnstufe des Notfallplan Gas ausgerufen. Hat irgendjemand daraufhin im öffentlichen Bereich angefangen, mehr Energie zu sparen als zuvor? Ich kenne niemand.

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Zum Thema: https://www.aachener-zeitung.de/wirtschaft/schockwellen-werden-durch-das-land-gehen_aid-71412753

Eine Befragung zum Katastrophenschutz in der Region. Bitte teilnehmen und weiterleiten: ttp://befragung-städteregion.de

Was der EON-Aufsichtsrat meint: hier nachlesen

Notfallplan Gas für die Bundesrepublik: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Downloads/M-O/notfallplan-gas-bundesrepublik-deutschland.pdf?__blob=publicationFile&v=9

Die privaten Haushalte machen zwar ein Drittel des Stromverbrauchs aus, können aber wenig sparen. Anders sieht es bei den halböffentlichen und öffentlichen Einrichtungen aus.
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Bekommt Aachen tatsächlich ein Fahrrad-Parkhaus?

Blick in die Zollamtstraße in Aachen, wo sich der gigantische Baukomplex „Blue Gate“ mit Hotel, Büros, Wohnungen für Studierende und Läden befindet.

Sieht so aus, als bekäme Aachen tatsächlich eine Art Fahrrad-Parkhaus, passenderweise unmittelbar am Hauptbahnhof gelegen. In dem Blue-Gate-Konzept war von Anfang an – entsprechend der Forderung der Verwaltung – im Übergangsbereich zum Bahnhof ein sog. „Mobility Center“ mit Fahrradparkhaus und Servicestation vorgesehen. Es wurde mit dem Investor vereinbart, dass in diesem Fahrradparkhaus mindestens 400 Stellplätze und die Servicestation untergebracht werden.

Parallel befindet sich an der Lagerhausstraße das Verwaltungsgebäude (Foto: rechts). Hier kann man einer Verwaltungsvorlage Einzelheiten zu einem städtischen Fahrrad-Abstellbereich entnehmen.

Zwischen Bahnhof und Burtscheider Brücke befindet sich das sogenannte Blue Gate, ein gigantischer Baukomplex mit Hotel, Büros, Wohnungen und Läden.

Das Bauwerk reicht an den Bahnhof ran, von der Seite aus gesehen, mit Blick auf den Hauptbahnhof (ganz links).
Blick auf das „Blue Gate“, von der Burtscheider Brücke aus gesehen.

s. dazu auch den Leser-Kommentar

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Aachen: Die Stadtverwaltung versteigert wieder Fundsachen

Nach zweijähriger pandemiebedingter Pause versteigert die Stadt Aachen wieder Fundsachen. Die Teile wurden bei der Stadt Aachen abgegeben, aber bis zum Ablauf der vorgegebenen Aufbewahrungsfrist vom Verlierer nicht wieder abgeholt. Sie konnten auch niemanden zugeordnet werden konnten.

Gefundene Fahrräder werden am 22. Juni ab 10 Uhr im Foyer des Verwaltungsgebäudes Lagerhausstraße 20, Aachen, versteigert. 

Am 30. Juni bietet die Stadt ab 10 Uhr im Raum 241 der Volkshochschule Aachen, Peterstraße 21, diverse Fundsache zum Ersteigern an. Interessiert Bürger*innen sind herzlich eingeladen.

Bei städtischen Veranstaltungen gilt die jeweils gültige Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen. Besucher*innen werden gebeten, sich vorab zu informieren. Im Sinne eines bestmöglichen Infektionsschutzes empfiehlt die Stadt weiterhin einen medizinischer Mund- und Nasenschutz in Innenräumen zu tragen.

Außerdem sind die Besucherplätze aus Infektionsschutzgründen beschränkt.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Nicht nur der CHIO ist in Aachen international. Wo die „Diversity“ gelebt wird.

Vielfalt satt. Wer Diversity mag, ist in der Mataréstraße richtig.

Da kommt die ganze bunte Truppe die Mataréstraße runter! Sieht nach einem Klassenausflug aus, vorneweg das (vermutlich) 4. Schuljahr, dahinter ein 1. Schuljahr. Alle haben sich morgens um 8.30 Uhr schon viel zu erzählen, das ganze Geplapper lockt Nachbarn an die Fenster. Die Kinder machen einen fröhlich Eindruck, der Schulausflug macht ihnen Spaß.

Aachen weiß gar nicht, was es mit dieser Montessori-Grundschule für eine wertvolle Einrichtung in seinen Mauern birgt. Es ist eine internationale Grundschule, wie sonst keine in Aachen. Genau so international, wie ich einmal eine Schule in New York gesehen habe. Kein Wunder, dass diese Montessori-Grundschule die höchsten Anmeldezahlen hat in ganz Aachen. Doch es fehlt an Platz.

Die Montessori-Grundschule Mataréstraße ist die Schule, wo die meisten Ganztagsplätze (OGS) fehlen. 29 sind es nach Berechnungen der Verwaltung im kommenden Schuljahr 2022/23, so viele wie in keiner anderen Schule in Aachen. Eltern im Viertel berichten, dass sie mit dem Wiedereinstieg in den Beruf warten müssen, weil es für ihr Kind keinen Betreuungsplatz gibt. Die Verwaltung hat übrigens reagiert, ein Mitarbeiter hat kürzlich die Schule besichtigt, hat irgendwelche – eigentlich nicht nutzbaren – Abstellräume gefunden. Daraufhin muss die Schule demnächst einfach deutlich mehr Kinder aufnehmen.

Seit mindestens sieben Jahren weiß man in der Stadtverwaltung, dass diese Grundschule aus allen Nähten platzt. Immer wieder neu wurde ein Anbau aufgeschoben, bis es kürzlich keine Ausreden mehr gab, und im Schulausschuss zumindest mal beschlossen wurde, dass ein Erweiterungsbau geplant wird. Ein Erweiterungsbau auf dem Schulhof, übrigens, der dadurch kleiner wird, aber egal: Hauptsache es gibt mehr Platz und eine Mensa für all die Kinder, die dort – nach dem Wunsch ihrer Eltern – unbedingt lernen sollen.

Schulpolitiker*innen ist klar: Die Kids haben durch die Pandemie viel versäumt. Sie haben Lücken, was den Schulstoff betrifft, sie haben Lücken, was die sportlichen Leistungen betrifft und auch im Umgang mit kleinen und großen Menschen (Sozialverhalten) kennen sie sich weniger gut aus als frühere Schülergenerationen. Dreimal Mangel! Es gibt viel aufzuholen.

Die Mensa der Schule. Dort – im Keller – essen Kinder zu Mittag. Mit Gittern vor den Kellerfenstern. Wenn man andernorts Kommunalpolitiker*innen davon berichtet, und davon, wie lange dieser Zustand schon anhält, sind diese entsetzt. In Aachen nimmt man die Sache gelassen. Tja. Foto: AachenNews Archiv

„Anhaltend dramatisch“ nannte die örtliche Presse zuletzt Ende April 2022 die Situation. Das ist nicht übertrieben.

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Aachener überweist fünfstelligen Betrag an gemeine Betrüger

Weil er betrügerischen Menschen auf den Leim ging, hat ein Mann einen hohen Geldbetrag verloren. Die Masche funktioniert über WhatsApp.

Am Montag (13. Juni) ist ein Betrugsfall bei der Aachener Polizei angezeigt worden, wie es ihn derzeit reichlich gibt. Ein 80-jähriger Aachener erhielt eine Nachricht von seiner angeblichen Tochter. Sie schrieb ihm in einer WhatsApp-Nachricht, dass sie ein neues Handy habe.

Angeblich könne sie nun kein Geld mehr selbst überweisen und forderte den alten Herrn dazu auf, mehrere Überweisungen zu tätigen. Daraufhin überwies der Senior tatsächlich mehrfach Geld auf fremde Konten. Doch die Betrügerin gab an, dass das Geld nicht angekommen sei und das Ganze wiederholt werden müsse.

Insgesamt überwies der Rentner eine fünfstellige Geldsumme. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen Betrugs zum Nachteil älterer Menschen. Aufklärung zum Thema Betrugsmaschen findet ihr hier: https://www.polizei-beratung.de/fileadmin/Medien/228-BR-Im-Alter-sicher-leben.pdf

Es ist kein Fehler, wenn man mit alten Leuten über diese Betrugsmaschen spricht. Sie fallen – entsprechend dem früher Erlebten und Gelernten – total leicht auf Kriminelle herein. Sie sind es gewöhnt, dass man, wenn Not herrscht, umstandslos helfen muss. Das ist eine schöne charakterliche Eigenschaft, und viele junge Familien würden in Aachen nicht klarkommen, wenn Opa oder Oma ihnen nicht finanziell unter die Arme greifen würde.

Umso gemeiner ist es, gerade diese große Hilfbereitschaft, auf die viele in dieser Gesellschaft angewiesen sind, auszunutzen.

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Freitag feiert ganz Aachen die Nachhaltigkeit

Unter dem Motto „Wir in Aachen – Gemeinsam auf dem Weg“ findet in diesem Jahr der 1.  Aachener Aktionstag Nachhaltigkeit statt. Am Freitag, 17. Juni, von 12 bis 18 Uhr, lädt ein vielfältiges Programm rund um den Elisenbrunnen und entlang der Hartmannstraße zum Austausch und zum Mitmachen ein.

Aachener Vereine, Institutionen und Gruppen, die sich rund um das Thema Nachhaltigkeit engagieren, stellen an etwa 60 Aktions- und Informationsständen ihre Projekte vor: Gärtnern ohne Garten, Insektenhotels basteln oder einen Wurmkomposter für Zuhause, die Ideen und Wünsche einer nachhaltigen Stadt auf bunten Visionswimpeln teilen, am exploregio-Mobil experimentieren und staunen, beim Glücksrad gewinnen, kreative Rezepte für regionale Produkte entdecken, mit Klimaaktivisten diskutieren und mehr

Daneben findet ein Bühnenprogramm in der Rotunde statt, mit Talk-Runden, Bühnenstücken, Musik und Interviews. Außerdem ist ein Rahmenprogramm quer durch die Aachener Innenstadt entstanden. Man kann im Weltladen (Jakobstraße) an einer exotischen Schokoladen-Verköstigung teilnehmen, bei exklusiven Stadtführungen etwas über Aachens unterirdische Bäche oder das Leben von Stadtbäumen erfahren oder Entschleunigung und Achtsamkeit durch geführte Meditation erleben.

Über 140 Engagierte aus Initiativen, Hochschulen, Bildungseinrichtungen, Gemeinden, Unternehmen und der Stadtverwaltung haben sich seit Januar am Planungsprozess beteiligt und diesen Aktionstag erstmalig und als Gemeinschaftsprojekt auf die Beine gestellt. Weitere Infos gibt es hier: www.we-at-aachen.de/aktionstag  

Da gerade von Nachhaltigkeit die Rede ist, wird unten noch auf die Termine des Wertstoffmobils hingewiesen.

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Neue Termine des Wertstoffmobils 

Dieses Wägelchen nimmt eure kaputten Elektrogeräte mit. Und nicht nur die.

Das Wertstoffmobil des Stadtbetriebs ist wieder unterwegs. Im Juni hält es auf den Wochenmärkten zu den üblichen Öffnungszeiten. Dort können Bürger*innen zum Beispiel Elektrokleingeräte, Alttextilien, Kunststoff- und Metallabfälle oder Batterien abgeben. Alles in kleineren und haushaltsüblichen Mengen. So sollen kleine Fahrten zum Recyclinghof und eine nicht sachgerechte Entsorgung vermieden werden.

Da der Wochenmarkt in der Innenstadt dienstags jetzt immer am Elisenbrunnen stattfindet, wird das Wertstoffmobil ebenfalls künftig dort halten. Alle Infos zu Abgabe, Zeiten und Standorten findet ihr unter www.aachen.de/wertstoffmobil

Die Termine im Juni auf den Wochenmärkten:

Elisenbrunnen, Friedrich-Wilhelm-Platz, 14. Juni

Kronenberg, Johannes-Ernst-Platz, 15. Juni

Kornelimünster, Korneliusmarkt, 17. Juni

Burtscheid, Kapellenstraße, 24. Juni

Die Annahmezeiten am Wertstoffmobil entsprechen den jeweiligen Marktöffnungszeiten.

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Samstag ist wieder Tag der Architektur

An der Hohenstaufenallee steht dieses imposante, neue Gebäude der Aachener Fachhochschule.

Aachen ist mit 2 (von 139 in ganz NRW) Objekten am Tag der Architektur beteiligt. Eines steht in Kornelimünster, Münsterstraße 44. Das zweite, hier abgebildete Gebäude befindet sich in der Hohenstaufenallee/Ecke Mariabrunnstraße und ist das neue „Kompetenzzentrum für Mobilität“ der Fachhochschule Aachen.

Am Samstag, 18. Juni, ist das Gebäude anlässlich des Tag der Architektur (Motto: Architektur baut Zukunft) von 12 bis 16 Uhr geöffnet und kann umfassend besichtigt werden. Hier kann man sich auf der Seite der Architektenkammer schlau machen.

Mehr über das Gebäude in Kornelimünster erfährt man hier , und das Gebäude der Fachhochschule wird hier dargestellt. Am Tag der Architektur können jedes Jahr neue und besonders gut gelungene Wohnhäuser und andere Bauwerke besichtigt werden. Es ist schon eine besondere Auszeichnung, an diesem Tag dabei zu sein. Bauherr des Kompetenzzentrums ist übrigens der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB, z. Hd. Christoph Allemand). Als Entwurfsverfasser wird Markus Dochantschi genannt.

Das Kompetenzzentrum besteht aus zwei Hauptgebäudeteilen: Einem in die Gegend integrierten Sockel und einem darüberliegenden, schwebenden Kubus. Der Kubus basiert auf dem Nachdenken über sozio-kulturelle räumliche Strategien. Er ist von innen außergewöhnlich und sehenswert, wer dort arbeiten darf, kann sich freuen. Es gibt ein offenes Treppenhaus innerhalb des Atriums. Das Atrium erlaubt Blickverbindungen zwischen den Fachbereichen und provoziert den Austausch zwischen Studierenden und Professoren.

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31 Grundschulen bekommen 474 Luftfilteranlagen. Landesregierung setzt äußerst knappe Frist. 

Die von der Stadtverwaltung haben es auch nicht immer leicht. Derzeit müssen möglichst zügig – für den Fall, dass die Pandemie zurückkommt – Luftfilteranlagen für Schulklassen angeschafft werden. Und das auf einem Markt, auf dem es Luftfilteranlagen nicht gerade in Hülle und Fülle zu kaufen gibt und auf dem es auch nicht besonders viele Firmen gibt, die diese Teile fachgerecht und schnell einbauen können.

„Die Stadt Aachen arbeitet mit Hochdruck daran, 31 Grundschulen mit 474 stationären Luftfilteranlagen auszustatten“, erfuhren die zuständigen Politiker*innen dieser Tage. Infos hier. Ende April hat die Verwaltung die Bewilligung des Fördermittelgebers erhalten. Insgesamt rechnet das städtische Gebäudemanagement mit Kosten in Höhe von 11,43 Millionen Euro, den Hauptteil bezahlt die Landesregierung, der 20-prozentige Eigenanteil davon beträgt 2,29 Millionen Euro.

Der sogenannte Fördermittelgeber (das ist die Landesregierung in Düsseldorf) hatte festgesetzt, dass das Geld nur nach Aachen überwiesen wird, wenn der Einbau der Lüftungsanlagen bis zum 29. April 2023 abgeschlossen ist. Und das wird alles verdammt knapp. Warum nicht – wie sonst auch – ein halbes Jahr zusätzlich Zeit gegeben wird, ist ein Rätsel.

Die Verwaltung hatte Ende 2021, unter großem Aufwand und Zeitdruck, die Details an sämtlichen Grundschulen geprüft, die Kosten berechnet, um die Anträge auf die Fördermittel, für jede Schule separat, fristgerecht im Dezember 2021 einzureichen. Die Leute vom städtischen Gebäudemanagement und vom Fachbereich Kinder, Jugend und Schule hatten sich sehr engagiert in der Angelegenheit.

Die Aufträge für die Lüftungsanlagen und deren Einbau werden aktuell noch bis Ende Juni in mehreren Phasen ausgeschrieben. Die strikte Fristsetzung ohne Möglichkeit auf eine Verlängerung war der Aachener Verwaltung neu und kam unerwartet. Sie bedeutet zusätzliche logistische Herausforderungen – zumal die Marktlage angespannt ist.

Derzeit betragen die Lieferzeiten für stationäre Lüftungsanlagen vier bis fünf Monate. Die Verwaltung geht daher davon aus, dass mit dem Einbau der Anlagen frühestens ab November 2022 begonnen werden kann. Dann könnte die schreckliche Pandemie mit einer neues Virus-Variante schon wieder zuschlagen.

Zum Weiterlesen s. die örtliche Lokalzeitung: hier klicken

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Die Arkaden: Erst Einkaufszentrum, dann Impfzentrum, bald auch noch Ausländeramt

In den Aachen-Arkaden am Bahnhof Rothe Erde gibt es viele leere Ladenlokale, viel Platz für neue Büros.

Kaum sind die Impfärzte mit ihren Spritzen ausgezogen, da findet sich schon eine neue Verwendung für die Räume in den Aachen-Arkaden. Dort zieht das Ausländeramt der StädteRegion ein.

Das Ausländeramt der StädteRegion in der Hackländerstraße am Hauptbahnhof – das war noch nie eine gute Adresse. Das Amt ist/war unterbesetzt, es gab lange Schlangen, schleppende Bearbeitung. Die Menschen wirkten überlastet, ungeduldig, unfreundlich. Man musste endlos warten, bevor man mitsamt dem Ausländer, dem man helfen wollte, dran war. Das soll jetzt anders werden.

Das Ausländeramt ist eine Anlaufstelle für rund 2000 Menschen aus Krisenregionen. Es ist derzeit besonders wichtig für Menschen aus der Ukraine, die sich dort registrieren lassen müssen. Die Aachen-Arkaden sind ein ehemaliges Einkaufszentrum, in dem jetzt etwa 50 Läden leer stehen und nur noch ein Netto einsam seine Kunden*innen versorgt und Mitarbeiter*innen beschäftigt. Das Bauwerk ist gut geeignet als Anlaufstelle für Massen von Menschen, man kann dort im Parkhaus gut parken.

Das Gebäude hat sich schon in der Hochphase der Pandemie bewährt (wie mehrfach berichtet). Dass es überhaupt gebaut werden durfte, war ganz klar ein schwerer städtebaulicher Fehler. Es ist erst 11 Jahre alt und als Einkaufszentrum tatsächlich völlig überflüssig. Niemand will dort irgendwelche Sachen verkaufen (außer Netto).

Wer hier wartet, muss das nicht draußen im Regen tun. Bestimmt werden wieder Stühle aufgestellt. Die Geflüchteten aus der Ukraine müssen übrigens nicht, wie die anderen Geflüchteten, die Abschiebung fürchten. Es sollen etwas über 5000 Menschen sein, dabei fast 1800 Kinder. Tatsache ist, dass einige Hundert schon wieder zurück in die Ukraine gefahren sind, sogar Menschen aus Kiew.

s. auch Aachen hilft.

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