Nach Imgenbroich, Kalterherberg, Mützenich, Alsdorf jetzt Geldautomat in Roetgen gesprengt

Wurde letzten Nacht gesprengt und ist damit entweder Nummer 12 oder 13 im Raum Aachen, Düren, Heinsberg, man verliert den Überblick: der Geldautomat in Roetgen. Foto: Polizei

In der vergangenen Nacht (auf Mittwoch, 8. Juni) kurz nach 3 Uhr drangen mehrere unbekannte Männer in eine Bankfiliale an der Bundesstraße in Roetgen ein und sprengten im Vorraum einen Geldautomaten. Das teilt heute die Polizei mit.

Erstaunlich ist, dass sich die Sparkasse Aachen so einfach die Geldautomaten sprengen und ausrauben lässt, einen nach dem anderen. Man kann jetzt schon sagen, dass in Kürze z. B. der Automat auf der Trierer Straße/Ecke Zeppelinstraße „dran“ ist. Die Täter werden in den Niederlanden vermutet. Dort hatte es in früheren Jahren ebenfalls immer wieder Sprengungen gegeben, bis sich die Niederländer dazu entschieden, weitgehend auf Bargeld zu verzichten und nur noch mit Karte zu bezahlen. In den Dörfern der Eifel sollte man einmal pro Woche einen mobilen Geldautomaten einsetzen, ein Wägelchen, das abends zur Zentrale transportiert wird.

Durch die Explosion in Roetgen wurden wieder die Räumlichkeit und der Automat stark beschädigt. Wie zuvor schon in Kalterherberg, Mützenich, Simmerath, Alsdorf und Niederforstbach. Aus Sicherheitsgründen sei in Roetgen „der Bereich um das Tatobjekt sowie die Bundesstraße nachts gesperrt worden“, schreibt die Polizei. Ein Anwohner des Gebäudes habe einen Schock erlitten und musste vor Ort von Rettungskräften betreut werden.

Zeugen hatten die Polizei verständigt. Die Täter konnten vor Eintreffen der Beamten in einem dunklen Pkw flüchten. Fahndungsmaßnahmen auch mit Hilfe der belgischen und der niederländischen Polizei sowie der Bundespolizei verliefen ohne Erfolg.

Ob die Täter Beute machten, ist unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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Mehr Info in der örtlichen Tageszeitung, hier.

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Unterwegs mit dem Rad in den Wald

Kühl ist die Luft im Wald von Aachen und sie duftet mild und wunderbar. Wir waren Pfingsten froh, uns unentwegt in diesem für uns angenehmen Klima bewegen zu können. Im Süden von Spanien sollen es – laut Kachelmann – schon 42 Grad sein. Was für eine Katastrophe. Und nach Sylt zog es uns ebenfalls nicht: zu weit, zu voll.

Wie jedes Jahr zu Pfingsten waren die Straßen verstopft und die Züge voll. Ein Blick auf die Schlagzeilen in den Tageszeitungen vergangener Jahre zeigt es: Es ist oft vom „Pfingst-Chaos“ die Rede, z. B. hier. Und zu Pfingsten mit dem Fahrrad in der Bahn – war schon immer eine schlechte Idee. Dieses Jahr war das 9-Euro-Ticket also gar nicht schuld an der allgemeinen Überfüllung auf Straßen und Schienen.

Vorbei ging die Fahrt auf dem Rad an der Leo-Löwenstein-Kaserne, wo wir dieses Aseag-Gedächtnis-Häuschen sahen.

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Die berühmte Fernseh-Maus hat sich auf allerliebste, sehenswürdige Weise über den Aachener Dom und den Abriss des Parkhaus Büchel ausgelassen. Hier zu sehen. Es geht um das alte Gebäude und einen Bagger.

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Ein Problem: Sauberkeit im Moltkepark

Macht nicht gerade einen einladenden Eindruck und mutet wie ein Industriegelände an: Der Zugang zur Montessori-Gesamtschule, zwischen Burtscheid und dem Frankenberger Viertel gelegen. Dort gibt es Probleme mit der Sauberkeit.
Das Schulgelände, das zugleich ein Park ist, und sein anderes Ende. Auch dort fühlen sich die Besucher dazu verleitet, Plastikbecher und Flaschen einfach liegen zu lassen, sie nicht mitzunehmen oder in den Mülleimer zu werfen.

Etwa 50 Leute trafen sich dieser Tage in der Montessori-Gesamtschule, um der Vermüllung des Moltkeparks den Kampf anzusagen. Wie Fotos bei dem Treffen noch mal jedem vor Augen führten, ist die Situation schwierig. Jedes Mal nach dem Wochenende steht der Hausmeister auf dem Außengelände der Maria-Montessori-Gesamtschule und muss die schmutzigen Hinterlassenschaften von diversen Party-Kids wegräumen. Eine Arbeit, die für eine Person kaum mehr zu schaffen ist.

Flaschen und Plastikbecher, Scherben und Papierfetzen, Tüten und Kondome und leider auch Fäkalien müssen dann entfernt werden. Wer sich dort aufhält, spricht tüchtig dem Alkohol zu, die Reste lassen das erkennen. Das wollen Awo-Quartiersentwicklung, Stadtteilkonferenz, Lehrer-Kollegium und Schüler*innenvertretung aber auch Anwohner und Politiker*innen aus dem Quartier nicht mehr hinnehmen

So sah es dort Pfingsten aus. Ansonsten: Kein Mensch weit und breit. Die Saufgelage finden wohl eher zu mitternächtlicher Stunde statt. Der Mülleimer ist leer.
Vermüllten Rasen zu fotografieren, das macht echt kein Spaß.

Der Park und das Schulgelände sind eine Einheit, durch den Park führt der Vennbahnweg. Das Schulgelände ist extrem offen und das war auch beim Bau der Schule so angelegt. Es verleitet allerdings zu einer gewissen Hemmungslosigkeit. Es gibt tagsüber in einer Ecke Sport- und Freizeitangebote für die Öffentlichkeit, man kann dort spazieren, sich erholen und sogar grillen. Die Anlage ist aber wohl hauptsächlich ein Treffpunkt für jüngere Menschen, die mal ungesehen sein wollen, und vermutlich die verwandeln den Park in lauen Nächten in eine Müllhalde

Was ist zu tun? Reicht es, wenn der Hausmeister eine Hilfskraft bekommt? Würde mehr Kultur im Park letztlich für mehr Sauberkeit sorgen? Reicht es schon, einfach mehr Mülleimer aufzustellen? Wie schaffen es die anderen Aachener Parks (Westpark, Kennedypark usw.) mit der Sauberkeit? Klar war bei dem Treffen, das kein Zaun aufgestellt werden soll. Insbesondere die Schüler*innen scheinen eine Umzäunung des Geländes abzulehnen, es soll offen bleiben.

Um mehr öffentliche Toiletten und Streetworker auch am Abend wolle man die Politiker bitten und sich deshalb zur Fragestunde in der Bezirksvertretung einfinden, so nahm man sich vor. Polizei und Ordnungsamt sollten möglichst öfter vorbeischauen. Das Biotop im hinteren Bereich des Geländes müsse von Hundekot und Exkrementen freibleiben. Gedacht ist auch an die Zusammenarbeit mit dem Musikbunker, der eventuell „leise Veranstaltungen“ organisieren könne. Und: Einen Antrag an den Sozialausschuss der Stadt könnte man stellen für eine Projektförderung über 2.000 Euro, und der Moltkepark und die Maria-Montessori-Gesamtschule könnten im Rahmen eines Reallabors für offene Jugend- und Freizeitgestaltung entwickelt werden. 

(AachenNews wird weiter berichten.)

Mehr Infos gibt es hier: https://www.quartiersentwicklung-burtscheid.de
Und hier: https://www.stadtteilkonferenz-burtscheid.de

Weitere Ideen und Anregungen sind erwünscht. Bitte schicken an: qe-burtscheid@awo-aachen-stadt.de

Erinnert an ein Industriegebiet, weit und leer und viel versiegelte Fläche, so der Eindruck auf ganzer Linie. Die Szenerie verleitet nicht dazu, um sich herum alles sauber zu halten. Wie Menschen sich verhalten, das hat auch viel zu tun mit der Beschaffenheit der Umgebung. Man stelle sich hier einen markierten Weg vor, mehrere kreuzende Pfade und Blumenbeete, eine wirkliche Gestaltung mit vielleicht sogar ein oder zwei kleinen Holzschuppen für Gartengeräte. – Ab und zu gehen tagsüber mal Wanderer (s. Foto) über das Gelände. Sie folgen dem Vennbahnweg.
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Wer lustige Filmchen drehen will: auf zum Annuntiatenbach

Rumms, mit dem Hinterreifen in. die Rille vom Johannisbach rein und wieder raus, vorbei an den Pollern. . .
. . . oder (ein anderer) nicht in den Johannisbach rein, dafür aber ein Stück über den Bürgersteig.

Stell dir vor, du gehst über den Bürgersteig und dir kommt – nein, mal kein Radfahrer, sondern ein Auto entgegen. – Die Jakobstraße ist im unteren Teil eine einzige Baustelle, der Templergraben ist ebenfalls für private Pkw nicht mehr offen. Dieser Tage wurde auch noch am Annuntiatenbach eine Poller-Sperre errichtet. Nach vielen Diskussionen im politischen Raum, für Normalbürger aber TOTAL überraschend.

Wo die Judengasse auf den Annuntiatenbach trifft, da lässt sich nun seit Tagen beobachten, wie Pkw-Fahrer und bestimmt auch -Fahrerinnen sich ihren (illegalen) Weg an den Pollern vorbei über den Bürgersteig bahnen. Marc Teuku stand am Straßenrand und hat für die Fraktion Die Zukunft eine Szene beobachtet.

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Die Stawag senkt die Strompreise

Eine gute Nachricht: Die Stawag als örtlicher Energieversorger senkt die Preise. Eine generelle Neuregelung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes werde zum Jahresanfang 2023 erwartet. „Über 3,72 Cent (netto) je Kilowattstunde hat die EEG-Umlage zuletzt ausgemacht“, so wird mitgeteilt. Jetzt sinke der Strompreis ab sofort um genau diesen Wert.

Beispielrechnung: Für einen vierköpfigen Haushalt mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden im Jahr bringt das eine jährliche Entlastung von 155 Euro (brutto).

Die Strompreissenkung wird bei der Abrechnung automatisch berücksichtigt. Kundinnen und Kunden müssen nicht selbst aktiv werden.  

Stawag-Ente im Häusermeer.

Ausbau der erneuerbaren Energien ist vordringliche Aufgabe

„Mit unseren Klimazielen 2030 haben wir uns vorgenommen, bis 2030 die eigene Ökostromproduktion zu verdoppeln, so dass rechnerisch der komplette Stromverbrauch Aachens dann klimaneutral hergestellt wird“, erläutert Wilfried Ullrich, Vorstand der Stawag. „Zwölf Solarfelder und 20 Windparks haben wir bereits am Netz, drei weitere Windparks entstehen gerade und rund 90 Windkraftanlagen haben wir noch in der Pipeline. Denn dass der Ausbau der erneuerbaren Energien nicht nur aus Klimaschutzgründen weiter vorangetrieben werden muss, das macht der fürchterliche Krieg in der Ukraine jeden Tag deutlich.“

Gasversorgung bleibt im Fokus

Aktuell sei die Gasversorgung in Deutschland weiter gewährleistet, so erfahren wir bei der Pressestelle der Stawag. Dennoch bereiteten sich Bundesregierung und Energiewirtschaft auf eine so genannte Gasmangellage vor. Dies sei derzeit noch ein rein vorsorglicher Schritt. Festgeschrieben sei, dass in einer Engpass-Situation u.a. private Haushalte besonders geschützt sind.

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Das Virus bleibt uns erhalten, Musikschule feiert, 9-Euro-Tickets gibt es im Bus, OB im Öcher Lab.

Zahlen zum Infektionsgeschehen

Darauf, dass uns Corona im Herbst einholt, können wir uns verlassen (und vorbereiten). Welche Variante es sein wird, zeichnet sich schon ab: Es deutet alles auf Variante BA.5 hin, die derzeit in Portugal grassiert. Corona lässt sich auch durch die Affenpocken nicht in den Hintergrund drängen. Aber: Was exponentielles Wachstum bedeutet, hat uns ein gewisses Virus zuletzt ja beigebracht.

Die Katastrophen der vergangenen Jahre – Corona, Überschwemmung, Krieg – kamen allesamt gänzlich unerwartet, wir wurden überrascht. Jedenfalls nach hiesiger Wahrnehmung. Es mag wohl sein, dass einige z. B. schon immer Putin für einen gemeinen Lügner und Verbrecher gehalten haben, okay. Und wir haben deren Stimmen noch im Ohr; damals haben wir gedacht, das seien Vorurteile und haben kopfschüttelnd abgewunken. Die Mehrheit hielt Putin für im Grunde freundlich und friedlich. Furchtbarer Fehler.

SARS-Cov-2 steht erwartbar spätestens im September wieder vor der Tür. Beim Robert Koch-Institut (RKI) wurden seit Ende Februar 2020 insgesamt 167.073 nachgewiesen Infizierte in den Kommunen der StädteRegion Aachen erfasst. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle liegt bei 866. Das RKI weist für die StädteRegion Aachen eine Inzidenz von 243 aus. Die Sieben-Tage-Inzidenz des Landes NRW liegt bei 239. Infos und Zahlen auf dem Dashboard des RKI unter https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/Landkreise/ sowie auf https://www.lzg.nrw.de/inf_schutz/corona_meldelage/index.html

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Vorverkauf für den Literarischen Sommer

Der Vorverkauf für die 23. Ausgabe des Literarischen Sommers hat begonnen. Das deutsch-niederländische Literaturfestival bietet wieder inspirierende Einblicke in die aktuelle Literaturszene beiderseits der Grenze.

Das Programm vom 5. Juli bis zum 9. September umfasst 50 Veranstaltungen in 21 Städten mit 27 deutschen, niederländischen und flämischen Autor*innen. Das Aachener Programm eröffnet die niederländische Bestsellerautorin Jessica Durlacher. Sie liest am Mittwoch, 6. Juli(!), um 19.30 Uhr im Ballsaal des Alten Kurhauses aus ihrem Ende Mai erschienenen Roman „Die Stimme“.

Infos und Tickets: www.literarischer-sommer.eu oder Buchhandlung Schmetz am Dom, Tel.: 0241 31369

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Red mal mit der Oberbürgermeisterin!

Du möchtest Aachens Stadtoberhaupt mal was sagen? Etwas, was du gut findest oder was dich stört? Und was nichts mit der Weltpolitik zu tun hat, darauf hat sie nämlich relativ wenig Einfluss. Sie ist Chefin von gut 4000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung und muss im Grunde nach der Pfeife des Stadtrates tanzen. Das ist derzeit wegen der unklaren Mehrheiten schwer.

Wie auch immer: Bürger*innen, die Ideen, Impulse oder Anregungen für die Zukunft unserer Stadt oder Fragen zu den Aktivitäten der Verwaltung haben sind herzlich gebeten, in den Dialog zu treten. Am kommenden Dienstag, 7. Juni, trifft sich Sibylle Keupen von 19 bis 20.30 Uhr im Bürgertreff im Öcher Lab (Kapuzinergraben, alte Hauptpost) mit Aachener*innen, um Ideen, Anregungen und Fragen zu erörtern.

Die Oberbürgermeisterin freut sich über Anmeldungen per E-Mail an buerger_innentreff@mail.aachen.de. Alle Leute werden gebeten, auch ein gewünschtes Zeitfenster und das Thema, über das sie mit Sibylle Keupen sprechen wollen, mit anzumelden. Weitere Infos unter www.aachen.de/buerger_innentreff .

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Die Musikschule wird 90 und feiert

Die Musikschule der Stadt Aachen feiert am Samstag, 11. Juni, ihren 90. Geburtstag. Der wird am Blücherplatz mit einem großen Musikschulfest von 11 bis 18 Uhr begangen.

Was erwartet euch? Unter dem Motto „Zuhören, Ausprobieren, Informieren und Mitmachen“ präsentiert sich die Musikschule mit vielen Aktionen für Klein und Groß. Auf der Open-Air-Bühne (hinterer Parkplatz) spielen und singen ab 11 Uhr Chöre, Bläser-, Streich- und Zupforchester, Percussionensembles und vieles mehr.

Von 12 bis 14 Uhr können im Musikschulgebäude am Blücherplatz auf drei Etagen zahlreiche Instrumente erkundet werden. Sekretariat, Elternbeirat und Förderverein halten im Saal der Musikschule Informationen zum gesamten Musikschulangebot und den aktuellen Aktivitäten bereit. Mehr Infos gibt es unter www.musikschule-stadtaachen.de

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Die 9-Euro-Tickets sind da. Kann man u.a. in den Aseag-Bussen bei den Fahrern kaufen. AachenNews wünscht allen Sylt-Urlaubern einen schönen Aufenthalt. Auf Sylt klammert man sich wegen euch schon verängstigt an die Champagnergläser. Eins ist sicher: Einsam werdet ihr auf der Insel nicht sein.

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Stadtradeln 2022 hat begonnen

Aachen beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder am deutschlandweiten Wettbewerb „Stadtradeln“ (www.stadtradeln.de). Ab sofort bis 21. Juni sind alle Bürgerinnen und Bürger in Aachen aufgerufen, kräftig in die Pedale zu treten und ihre beruflich und privat gefahrenen Fahrradkilometer in den Online-Kalender für die Stadt Aachen einzutragen. Jeder Kilometer zählt!

Die Vorteile des Radfahrens liegen auf der Hand: Mit dem Rad sind viele Ziele in der Stadt schnell zu erreichen, gleichzeitig fördern alle Radler*innen ihre Fitness und schonen das Klima.

Das Mitmachen beim Stadtradeln ist einfach. Die geradelten Kilometer, beruflich und privat, werden in den online Kalender eingetragen werden. Das Auto kann trotzdem benutzt werden. Es wäre toll, wenn alle Aachener*innen, die sowieso schon Fahrrad fahren, sich anmelden und ihre Kilometer in den Online-Kalender eintragen. Wer im Urlaub ist, kann auch die Kilometer eintragen, die am Urlaubsort erradelt werden.

Eine gute Gelegenheit, Kilometer zu sammeln, bietet auch die Auftakttour zum „Fahrradsommer 2022“ in Aachen am Sonntag, 12. Juni. Sie beginnt um 14 Uhr auf dem Markt vor dem Rathaus. Wer mitradeln möchte, kann sich über folgende Internetadresse anmelden: www.stadtradeln.de/registrieren. Auf dem Portal können auch die gefahrenen Kilometer eingetragen werden.

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Kirche St. Peter ist jetzt wieder leer (oder doch nicht? Caritas will nicht raus, update)

Die Stadtkämmerin Annekathrin Grehling und die StädteRegion machen ihre Kassen noch mal auf (es ist tatsächlich noch was drin) und erhöhen die Summe, die für Suchtkranke zur Verfügung gestellt wird. Vorgesehen ist, den Zuschuss für die Drogen- und Suchtberatung des Caritasverbands in der Stadt Aachen anzuheben – und zwar um rund 25 Prozent auf insgesamt auf 1,23 Millionen Euro.

Leider steht allerdings auch fest: Die Finanzierung des Tagestreffs für Wohnungslose und Suchtkranke in der Kirche St. Peter ist beendet worden, und zwar schon am 31. Mai.

UPDATE: Die Caritas in Gestalt ihres Geschäftsführers Bernhard Verholen informierte die Kommunalpolitiker kurzfristig, dass man die Kirche vorerst nicht verlassen wird, sondern die Räume den Wohnungslosen und Suchtkranken weiterhin zur Verfügung stellen wird. Kommt es zur Kirchenbesetzung? Der Eigentümer der Kirche, die Pfarre St. Peter, sei auf Seiten der Caritas, hieß es.

Die Kirche St. Peter am Bushof war viele Monate lang tagsüber für Wohnungslose offen. Diese Zeiten sind jetzt vorbei. Die Geschäftswelt in der Nachbarschaft wird es freuen. Sie hatte ihre liebe Mühe mit den Gewohnheiten dieser schwierigen Klientel. Foto: AachenNews Archiv

Zur Erinnerung: Im ersten Corona-Winter Ende 2020 wurde der Tagesaufenthalt am Peterskirchhof eröffnet, um die Bedingungen für die Wohnungslosen in der Pandemie zu verbessern. Die Politiker*innen teilten jetzt mit, „dass wir die Fortführung des Tagestreffs und die Konzentrierung der Angebote der Drogen- und Wohnungslosenhilfe in der Kirche St. Peter nicht mehr für erforderlich halten“. Tja, das wars.

Man werde dezentrale Hilfsangebote vorziehen, so war zu erfahren. Zeitnah werde die Anlaufstelle am Kaiserplatz wieder eröffnet. Während die städtischen Räume am Kaiserplatz noch saniert werden, stellt die Kirchengemeinde St. Adalbert übrigens für die Anlaufstelle ein Ladenlokal in unmittelbarer Nachbarschaft zur Verfügung. 

Der Tagestreff der Wohnungslosenhilfe kann nun nach Auslaufen der Infektionsschutzbestimmungen wieder in die Hermannstraße zurückverlagert werden, wo er jahrzehntelang war. Das in der Pandemie bereitgestellte erweiterte Angebot der Stadt Aachen an Notschlafstellen in der Schule Beginenstraße hat sich zudem bewährt und soll beibehalten werden.

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„Sie sind auskunftspflichtig“ und andere Vorschriften

Die Nachrichten darüber, was man alles mit seiner EC-Karte machen kann, reißen nicht ab. Bei unserem Netto wird man brandaktuell auf dem Laufenden gehalten. Wenn man nur verstehen könnte, was gemeint ist.

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Wer derzeit einen Termin beim Bürgerservice der Stadt Aachen braucht, muss mit Wartezeiten von vier bis acht Wochen rechnen. (Oder er/sie begibt sich in eine Verwaltungsstelle in einem Aachener Stadtbezirk: Kornelimünster, Laurensberg usw, da hat man manchmal mehr Glück und kommt gleich dran.)

Die Leute im Bürgerservice arbeiten jetzt schon auf Hochtouren und bieten aktuell zwischen 500 und 700 Termine pro Tag an. Darüber hinaus schaffte die Verwaltung die Möglichkeit, jeden Morgen um 7.45 Uhr online über www.aachen.de/terminvereinbarung oder telefonisch unter 0241 432-1234 einen tagesaktuellen Termin zu buchen.

Insgesamt hält der Service im Schnitt mehr als 100 zusätzliche Termine pro Tag vor. Aber die Wartezeiten sind immer noch so lang. Wie die Verwaltung mitteilt, hat sich die Nachfrage nach Ausweisdokumenten und Führungszeugnissen in einem bisher nicht bekannten Maße erhöht.

Unterdessen werde die Optimierung der Terminbuchungssoftware weiter vorangetrieben, so wird versprochen. Dringende Bitte: Bereits gebuchte Termine solltet ihr stornieren, sofern diese doch nicht wahrgenommen werden können oder nicht mehr benötigt werden. Stornierungen können über die Bestätigungsemail oder telefonisch unter 0241 432-4321 vorgenommen werden.

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Aktuell laufen die Befragungen im Rahmen der Volkzählung „Zensus 2022“ auf Hochtouren: Die ehrenamtlichen Interviewer*innen sind in Aachen und der gesamten StädteRegion unterwegs und erheben die Daten der zufällig ermittelten Haushalte.

Nicht jede/r wird gezählt und keiner muss die Erhebungsstelle am Blücherplatz aufsuchen.

Aus gegebenem Anlass weist die Erhebungsstelle noch einmal darauf hin, dass auskunftspflichtige Personen zum vereinbarten Termin an ihrem Wohnort befragt werden und NICHT in der Zensus-Erhebungsstelle am Blücherplatz in Aachen vorsprechen müssen. „Die Interviewer*innen kommen nach Einwurf einer Terminvergabe in den Haushalt der auskunftspflichtigen Personen“, heißt es in einer Mitteilung.

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Im Freibad Hangeweiher gelten am Pfingstwochenende verlängerte Öffnungszeiten von 6.30 bis 21.15 Uhr – bei hoffentlich tollem Wetter. Alle Infos zu den Aachener Schwimmbädern unter www.aachen.de/schwimmen.

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Lange nichts mehr von der Büchel-Baustelle gelesen? Dann schaut mal Sonntag ins TV.

In Aachen ist es Geschichte, im Fernsehen ist es eine Sachgeschichte: das Parkhaus Büchel. Die „Sendung mit der Maus“ stellt am Pfingstsonntag, 5. Juni, einen kleinen Roboterbagger vor – und welchen Beitrag er geleistet hat, damit das Parkhaus fällt, zwei denkmalgeschützte Häuser daneben aber nicht.

Stadt und Städtische Entwicklungsgesellschaft (SEGA) haben dem WDR-Team um Autor Richard Derichs ab Juni 2021 immer wieder die Gelegenheit ermöglicht, dass letzte Kapitel des Aachener Parkhauses hautnah zu begleiten. So konnte die Maus von Beginn an dabei sein und die außergewöhnlichen Abrissarbeiten mitten in der historischen Altstadt von Aachen bis Dezember 2021 begleiten. Herausgekommen ist ein spannender und kindgerechter Beitrag in einer der beliebtesten TV-Sendungen Deutschlands. 

Die „Sendung mit der Maus“ mit dem Büchel-Beitrag aus Aachen wird im ARD-Hauptprogramm am Sonntag, 5. Juni, um 9.25 Uhr ausgestrahlt, zudem um 11.30 Uhr auf KiKa. Weitere Infos zu den Entwicklungen rund um den Büchel: www.buechel-aachen.de

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Tschüss Durchgangsverkehr – 2. Stufe des Reallabor zündet heute

Ab heute, 30. Mai, sind in Aachens Innenstadt weitere Straßen für den Durchgangsverkehr gesperrt. Dies geschieht im Rahmen des Reallabors, das zum Ziel hat, den Menschen den Straßenraum zurück- und ihn den Kfz wegzunehmen. Ein Vorhaben, dass möglich ist, weil es im Stadtrat gerade die entsprechenden Mehrheiten gibt.

Die Jakobstraße (die zur Zeit ohnehin in Teilen eine Baustelle ist) feierte am Wochenende schon mal ein Straßenfest (s. unten). Auffallend: Niemand trug eine Maske. Der Flohmarkt auf dem Mittelstreifen der Oppenhoffallee wurde am WE ebenfalls sehr gut besucht. Am Samstag, 11. Juni, feiert die Wirichsbongardstraße und am Samstag, 25. Juni, die Lothringer Straße ihr Fest. Am 11. Juni gibt es in der Sandkaulstraße wieder den CSD.

Die Verkehrsberuhigung räumt dem Fuß- und Radverkehr den Vorrang ein, stärkt die Aufenthaltsqualität in einem studentisch geprägten Stadtraum und ermöglicht bekanntlich neue Nutzungen des öffentlichen Raums.

Die Sperrung des Annuntiatenbachs wird ab heute eingerichtet. Die Stadtverwaltung teilt mit, sie werde das Reallabor kontinuierlich untersuchen und bewerten – durch Befragungen und Erhebung von Verkehrsdaten. Jenseits der Effekte direkt vor Ort „geht es dabei auch um die Ermittlung von Verdrängungsverkehren ins Quartier“. So soll die ergänzende Sperrung des Annuntiatenbachs ausdrücklich verhindern, dass der Kfz-Verkehr auf das Nebenstraßennetz innerhalb des Grabenrings ausweicht.

Die Sperrung des Annuntiatenbachs erfolgt auf Höhe der Judengasse als sogenannte „Diagonalsperre“. Sie besteht aus mehreren rot-weiß-markierten, herausnehmbaren Pollern, die in die Fahrbahn eingebaut sind. Die Tiefgarage unter dem Kármán-Auditorium und das Kaiser-Karls-Gymnasium sind weiterhin über die Eilfschornsteinstraße erreichbar.

Die Stadtverwaltung empfiehlt allen Personen, die mit Auto, Motorrad oder LKW unterwegs sind, die offiziell ausgeschilderten Umleitungsstrecken rund um Templergraben und Turmstraße zu nutzen. 

Die Beschilderung des Reallabors Templergraben wird in den nächsten Wochen angepasst. An den Knotenpunkten Hirschgraben/Pontdriesch und Wüllner-/Eilfschornsteinstraße werden Sackgassen-Schilder aufgestellt. 

AachenNews wünscht allen, die jetzt außen um die Innenstadt herumfahren müssen und nicht mehr einfach quer dadurch können eine gute Fahrt!

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Karlspreis doch nicht überflüssig

Maria Kalesnikava (vertreten durch ihre Schwester), Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo (Mitte) sind die 63. Trägerinnen des Internationalen Karlspreises zu Aachen. Nach der Preisverleihung mit Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen (l.) und dem Vorsitzenden des Karlspreisdirektoriums Dr. Jürgen Linden (r.). Fotos:Stadt Aachen/Andreas Herrmann
Den öffentlichen Schlusspunkt setzte das gemeinsam gesungene Lied „We shall overcome“. Dabei bildeten zahlreiche Menschen gemeinsam ein überdimensionales „Peace“-Zeichen auf dem Katschhof.

Alle Achtung! So viel lobende Resonanz auf eine Karlspreisverleihung gab es selten. Wir konnten nicht persönlich anwesend sein bei der Verleihung, freuen uns aber sehr. Gerade weil wir in den Jahren zuvor so oft gehört haben: „Karlspreis? Völlig überflüssig. Irgendwelche alten Männer zeichnen andere alten Männer aus, die ihren Job gut gemacht haben.“

Dabei sind solche Preise wie der Karlspreis eine gute Sache. Im besten Fall (wie dieses Jahr) erinnern sie an Menschen, die für ihre Arbeit, für ihr politisches Engagement im Gefängnis sitzen und schon fast dabei sind, vergessen zu werden. Investigativ-Journalist Julian Assange geht es so und Maria Kalesnikava könnte es bald ebenso ergehen. Sie wurde zu über 10 Jahren Haft verurteilt.

Gäbe es die Preisvergabe nicht, könnte das Schicksal dieser mutigen Frau in Vergessenheit geraten. Der Karlspreis ist allerdings auch wichtig, weil diejenigen, die ihn bekommen – 2022 die drei belarussischen Aktivistinnen Swetlana Tichanowskaja, Veronica Tsepkalo und Maria Kalesnikava – ermutigt werden, sich weiter für Demokratie und Menschenrechte und für ein vereintes und freies Europa einzusetzen. Der Preis sagt: „Gut gemacht. Und mach weiter so.“

Der Karlspreis ist zum Glück im Laufe der Jahre so prominent geworden, dass er von einer breiten Öffentlichkeit beachtet wird. Und dieser Öffentlichkeit wird vermittelt, wer das ist, der/die in der politischen Szene Europas geschätzt wird, wen man für mutig und ideenreich, friedlich und intelligent hält. Der Karlspreis kann in der Öffentlichkeit wie ein moralischer Kompass wirken. Er sagt immer: „Diese Person finden wir vorbildlich, bitte orientiert euch an ihr.“ 

Wenn man bedenkt, wie lange und intensiv das Karlspreis-Direktorium prüft, ob die infrage kommende Person auch wirklich preiswürdig ist, müssten eigentlich Fehlgriffe ausgeschlossen sein. Man kann ziemlich sicher sein, dass wenn man sie in ihrer politischen Arbeit unterstützt, man alles richtig macht. 
Denn allein Preise zu vergeben, dabei sollte es nicht bleiben. Man sollte sich zur Unterstützung aufgefordert, ja sogar verpflichtet fühlen. Das ist schwerer als einfach nur zu Hause rumzusitzen und froh zu sein, dass Aachen dieses Jahr eine gute Wahl getroffen hat.

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In mehreren Podcasts war der Karlspreis Thema: zum Beispiel hier

Karlspreisträgerin in der Tagesschau, hier zu sehen und zu hören

Lesenswerter Bericht in der Süddeutschen, hier gefunden

Im Deutschlandfunk Kultur sprach Bascha Mika unter anderem über den Karlspreis

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Hier mal wieder etwas Musik (aus Bukarest, Hauptstadt von Rumänien)

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