Als Comics noch „Schund“ waren und verbrannt wurden

Das Aachener Stadtarchiv zeigt aus seinen Magazinen regelmäßig interessante Stücke als Archivale des Monats und verschickt diese Texte und Fotos mit der Erlaubnis, diese zu veröffentlichen. Erstmals wurde hier kürzlich eine Archivale aus den Stadtarchiv übernommen. Es gab viele Klicks, das Interesse am Historischen war überraschend groß, größer als wir uns vorgestellt hatten.

Bereits im April 2018 zeigte das Stadtarchiv eine Archivale, die euch eventuell ebenfalls interessieren könnte. Die Archivale des Monats April 2018 beschäftigt sich mit der Verbrennung von Comics in Aachen 1958.

Was es damit auf sich hat, wird vom Stadtarchiv eingeordnet und erklärt:

„Das Martinsfeuer, das am 11. November 1958 an der Katholischen Volksschule Feldstraße, die zur Pfarre St. Martin gehörte, entzündet wurde, erfüllte nicht nur seinen traditionellen Zweck als Endpunkt des Martinszuges. Vor 60 Jahren diente es auch dazu, den Schülern eine Möglichkeit zu geben, Comics und andere, sogenannte Schund- und Schmutzliteratur ins Feuer zu werfen und zu verbrennen.

Als reinigend empfundene Comic-Verbrennungen zur damaligen Zeit gab es in vielen deutschen Städten so genannte „Schmökergrab“-Aktionen. Dabei erhielten die Schüler das Angebot, ihre in pädagogischen, aber auch kirchlichen Kreisen sehr kritisch betrachteten Comic-Hefte und andere, vermeintlich nur der niederen Unterhaltung dienende Literatur gegen als pädagogisch wertvoll angesehene Bücher umzutauschen.

Viele dieser Umtauschaktionen mündeten in wohl damals als reinigend empfundenen Comic-Verbrennungen. Und auch wenn Comics in den 1950er-Jahren oft pauschal als so jugendgefährdend angesehen wurden, dass viele von ihnen auch auf dem Index landeten, verwundert dennoch die Form, mit der auch in Aachen gegen die unerwünschte Literatur vorgegangen wurde: Nur 25 Jahre nach den großen Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten wurden wieder Bücher und Zeitschriften verbrannt und auf diese Weise geächtet.

Dem Martinsfeuer anvertrauen (!!!)

Die Aachener Nachrichten kündigten die Bücherverbrennung in einem Vorbericht zum Martinszug im zeitgenössischen Duktus an: „Die 250 Schulkinder werden heute Abend im Anschluss an den Martinszug Schmutz- und Schundliteratur in das lodernde Feuer werfen. […] Wohl erstmalig in Aachen dürfte die Aktion sein, zu der ebenfalls das Lehrerkollegium der Volksschule Feldstraße aufgerufen hat.“

Und weiter heißt es in den AN: „Heute Abend sollen im Martinsfeuer auf einem Feld in der Nähe der Schule alle jugendgefährdenden Schriften verbrannt werden, die die Schulkinder zum Leidwesen der Pädagogen immer noch in ihren mehr oder weniger heimlichen Verstecken zu Hause haben und die trotz aller Mahnungen von Eltern und Lehrern gelesen werden. Nach den Worten des Schulleiters wird der Aufruf zu dieser Aktion bestimmt nicht ungehört bleiben, haben sich doch die meisten Schülerinnen und Schüler schon bereit erklärt, ihre vor allen Dingen geistlose Schundliteratur, die auch heute nur allzu oft noch unter den Schulbänken hervorgeholt wird, dem Martinsfeuer anzuvertrauen.“ (AN, 11.11.1958)

Kinder und Jugendliche sollten 1958 ihre Comics ins Martinsfeuer werfen . . . und das taten sie auch. Foto Copyright © Hein Call

Wer sich noch weiter für das interessiert, was das Stadtarchiv in seinen Mauern aufbewahrt, kann auf diese Seite klicken. Dort gibt es noch mehr Archivalen des Monats.

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430 neue Bäume für Aachen

Die Baumkolonne zog die gesamte Hermann-Löns-Allee hoch – bis zur Lütticher Straße. Fotos: Stadt Aachen/Andreas Herrmann

In ganz Aachen hat die Baumkolonne des Stadtbetriebs 430 Linden, Eichen und viele Arten mehr eingesetzt. In der Hermann-Löns-Allee am Hangeweiher stehen ausschließlich etwa vier Meter hohe Birken. „Das war hier schon immer so, und diesen Charakter wollen wir erhalten“, sagt Bernd Boja vom Stadtbetrieb.

Außer an der Hermann-Löns-Allee war die Baumkolonne unter anderem in Brand und Walheim sowie an der Kasinostraße und der Karl-Marx-Allee unterwegs. An der Karl-Marx-Allee wurden sieben Baumhaseln gepflanzt, an der Erberichshofstraße in Brand acht Bäume und der Prämienstraße in Walheim zehn Bäume.

In der Kasinostraße hat ein Baumwechsel stattgefunden. Die zuvor gepflanzten, sich als Straßenbaum aber nicht gut entwickelten Rotdorn-Bäume wurden an den leeren Standorten durch die Sumpf-Eiche ersetzt. Hierbei handelt es sich um einen robusten und säulenförmigen Baum.

Die Neupflanzungen ersetzen kranke, abgestorbene oder umgestürzte Bäume. 
An der Hermann-Löns-Allee haben die Mitarbeiter des Stadtbetriebs dafür schon einmal den alten Wurzelstumpf entfernt und die Erde ausgetauscht. Stattdessen kommt in die Baumscheiben ein mit Dünger gemischtes Substrat. Außerdem legten die Mitarbeiter Baumschnorchel aus: Die mit verschiedener Körnung gefüllten Jute-Schläuche verbinden den Wurzelraum mit der Erdoberfläche.

Nachdem sie den Baum eingesetzt haben, stellen sie einen Gießrand auf, der zur Baumbewässerung dient und wie ein kleiner Wall um den Baum herum aufgebaut ist. Anschließend muss der Dreibock angebracht werden: Die Baumkolonne schlägt drei Pfähle mit einer Pfahlramme um den Baum herum in die Erde. Das dient zur Stabilisierung des Wurzelbereichs.

Zum Schluss wurde für die Baumbindung ein Gurt an die Pfähle angebracht, der diese zusammenhält.

(Infos von: Stadt Aachen, Fachbereich Presse und Marketing

Baumpflanzung, das ist mehr als nur einsetzen.
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Aachener Fall bei Aktenzeichen XY. Feuerwehr wieder beim „Twittergewitter“. Tunnel Hüttenstraße ist zu. Montag kein Müll

Die Fahndung nach einem bewaffneten Raubüberfall auf einen Getränkemarkt am Roder Weg (in Richterich) vom 3. März 2020 wird heute, 10. Februar, um 20.15 Uhr im ZDF bei Aktenzeichen XY ausgestrahlt. Das teilt die Polizei mit.

Die Polizei fahndet auch weiterhin mit Lichtbildern (siehe Link) nach den Tatverdächtigen.  https://polizei.nrw/fahndungen/unbekannte-tatverdaechtige/aachen-schwerer-raub

Die beiden Tatverdächtigen können beschrieben werden: Männlich, etwa 20-25 Jahre, ca. 175-185cm groß, sie sprachen akzentfrei Deutsch. Die Ermittler hoffen auf Hinweise, um den Tätern auf die Spur zu kommen. Hinweise nimmt die Kripo unter Tel.: 0241 / 9577-31501 oder (außerhalb der Bürozeiten) unter der Nummer 0241 / 9577-34210 entgegen. (fp)

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Bereits zum dritten Mal beteiligt sich die Aachener Feuerwehr am deutschlandweiten „Twittergewitter“. Aus Anlass des europaweiten Notruftags am Donnerstag, 11. Februar, lassen zahlreiche Berufsfeuerwehren aus ganz Deutschland die Bevölkerung live über den Kurznachrichtendienst Twitter an ihrem Alltag teilhaben.

Von der Brandbekämpfung bis zum Rettungsdienst, von der Ausbildung der Brandmeisteranwärterinnen und Brandmeisteranwärter bis in die Leitstelle ist alles dabei. Dazu gibt es Tipps, wie man einen Notruf absetzt und womit man Rettungskräfte bei ihrem wichtigen Job unterstützen kann.

Unter den Hashtags #112live und #Aachen112 wird den ganzen Tag über berichtet. Das „Twittergewitter“ der Aachener Feuerwehr können alle unter https://twitter.com/PresseamtAachen verfolgen.

Die Feuerwehr Aachen präsentiert sich zudem seit kurzem zu den Themen Ausbildung und Karriere auf ihrem Instagram-Kanal www.instagram.com/karriere.feuerwehr.aachen Ziel ist, mit vielen Infos und multimedialen Einblicken Interesse am Berufsbild zu wecken und so neue Kolleg*innen zu gewinnen.

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Das Aachener Gemeindeforstamt empfiehlt allen Spaziergänger*innen, den Aachener Wald bei Sturm zu meiden, geeignetes Schuhwerk zu tragen und bei Bedarf einen Wanderstock mitzunehmen.

Es weist überdies darauf hin, dass es sich bei fast allen Waldwegen und Forststraßen im Aachener Wald juristisch um Privatwege handelt, die öffentlich genutzt werden können. Wer dort spazieren geht, tut das auf eigenes Risiko. Für Schäden zum Beispiel bei Unfällen durch herabfallende Äste oder bei Schnee- und Eisglätte kann der Waldeigentümer nicht haftbar gemacht werden.

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Nach einem Wasseraustritt am Wochenende muss der Tunnel Hüttenstraße bis auf Weiteres gesperrt werden. Die Fahrbahn wurde in diesem Bereich komplett unterspült.

Der Entstördienst des Aachener Stadtbetriebs hatte die Stelle in der Nacht gesichert. Nun werden die Ursachen untersucht und daraus resultierende, notwendige Maßnahmen eingeleitet, so teilt die Pressestelle der Stadt Aachen mit.

Fahrbahn unterspült: Der Entstördienst des Aachener Stadtbetriebs sicherte die Stelle und sperrte den Tunnel. Foto: Stadt Aachen

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Das Büro für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement gibt bekannt, dass der beliebte Aachener Frühjahrsputz wegen der Corona-Pandemie dieses Jahr entfallen muss. „Der Termin wäre voraussichtlich Ende März gewesen, aber die Anmeldephase würde jetzt beginnen und die ersten Anmeldeversuche gehen aktuell bereits bei uns ein“, sagt Petra Mahr vom Büro für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement. 

Sie bedauert, dass der Frühjahrsputz ausfallen muss, betont aber, dass das der Verwaltung die Chance gebe, das Format insgesamt zu überarbeiten. Wer Anregungen oder Ideen hat, melde sich unter: ehrenamt@mail.aachen.de

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Bedingt durch Rosenmontag verschiebt sich die Abfallsammlung in der Stadt Aachen. Statt Montag, 15. Februar, werden die Abfallbehälter am Dienstag, 16. Februar, geleert.

Dadurch verschieben sich auch die weiteren Abholtermine der Woche um jeweils einen Tag nach hinten. Ab Montag, 22. Februar, erfolgt die Abfallsammlung im Stadtgebiet wieder zu den gewohnten Entsorgungstagen. Außerdem werden am Montag, 15. Februar, keine Grünschnittcontainer im Stadtgebiet aufgestellt.

Hope (Hoffnung), eine Skulptur von Robert Indiana.
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Karneval im Herzen. Nichts ist mehr normal.

In Forst gesehen. Und nicht nur in Forst. Diese Banner werden von den Oecher Stadtmusikanten verteilt und finden reißenden Absatz.

Übermorgen wäre Fettdonnerstag! Seufz. Wer hätte gedacht, dass uns der ganze Quatsch mal fehlen würde? Karneval ist ja ein Gemütszustand: Man erlebt einmal im Jahr, dass alles (das normale Leben) auch außer Rand und Band geraten kann, und dass danach im besten Fall alles wieder gut und vorbei ist. Eine gute Erfahrung.

Jetzt hoffen wir, dass sich übermorgen gar nichts abspielt, nirgendwo, damit die Quote der Infizierten weiter runtergeht. Damit alle vom Ausnahmezustand in das neue Normal eintreten können.

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Hier werden Überschriften aus Zeitungen und Zeitschriften zitiert, die einen zu anderen Zeiten doch sehr irritiert hätten. Zum Beispiel: „Polizei entdeckt Hotel voller Touristen“. Ja und? hätte man gefragt. Heute nicht, jede/r versteht, was damit gemeint ist.

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Printenform. Foto: Stadt Aachen

Um ein weiteres Stück Aachen geht es im Folgenden: Das Centre Charlemagne am Katschhof will in der Ausstellung „Nicht nur zur Weihnachtszeit . . . Aachen und die Printezeigen, dass die „Aachener Printe“ ein Ganzjahresgebäck ist und wie vielseitig anwendbar sie ist.

Auf der Suche nach alten und neuen Rezepten, in denen die Printe als Arznei und Zutat zur Anwendung kommt, bittet das Centre Charlemagne um die Zusendung von Rezepten jeglicher Art. Skurrile Eigenkreationen, Accessoires zur Printe, Werbematerialien wie Printen-Dosen und -Verpackungen, Werbebroschüren, Plakate und Annoncen aus verschiedenen Jahrzehnten, die Liebhaber*innen gesammelt haben, sind willkommen. 

Wer gerne etwas für die Ausstellung zur Verfügung stellen möchte, kann sich bis zum 17. März im Sekretariat der Route Charlemagne bei Frau Spiric melden (montags bis donnerstags, 9-15 Uhr, Tel.: 0241 432-4956 oder per E-Mail: veselinka.spiric@mail.aachen.de).

Die Ausstellung „Nicht nur zur Weihnachtszeit … Aachen und die Printe“ soll dann vom 28. Mai bis 29. August stattfinden im Centre Charlemagne – Neues Stadtmuseum Aachen, Katschhof 1.

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Nicht schlecht: Hunko (MdB) stellt sein Büro für Homeschooling zur Verfügung

Die Partei DIE LINKE und das Wahlkreisbüro des Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko möchten Schülerinnen und Schülern sowie ihren Eltern helfen, mit den Hürden des Homeschooling zurecht zu kommen. Dazu können sowohl das Abgeordnetenbüro in der Südstraße 53-55, als auch das Zentrum in der Augustastraße 69 zum Drucken, Scannen und Kopieren genutzt werden.

Vanessa Heeß, Kreissprecherin und Andrej Hunko (MdB) teilen mit: „In unseren Büros sind die technischen Möglichkeiten verfügbar: Internet, Drucken, Scannen, Kopieren, Mailen. Die wollen wir unkompliziert und kostenfrei zur Verfügung stellen.“

Und weiter heißt es in der Mitteilung: „Natürlich organisieren wir unser Angebot Corona-gerecht und nach Möglichkeit kontaktlos. Deswegen ist eine Voranmeldung nötig.“

Auf den Webseiten www.dielinke-aachen.de und www.andrej-hunko.de finden sich alle Informationen. Einfach telefonisch oder per Mail anmelden und dann die Hilfe in Anspruch nehmen.

Das Angebot steht ab sofort zur Verfügung.

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„Oecher Lab“ zieht in die alte Hauptpost

In den Räumen rechts befand sich mal eine Bäckerei-Filiale.

Außerordentlich attraktive Räume in der ehemaligen Hauptpost (Kapuzinergraben) stehen leer. Dort war bis vor Kurzem die Filiale einer Bäckerei ansässig. Demnächst soll in dem Lokal das „Oecher Lab“ einziehen.

„Oecher Lab“, so nennt sich Aachens smartes Co-Creation Center. Und was das wiederum ist, kann hier nachgelesen werden. Der Lehrstuhl Informationsmanagement im Maschinenbau der RWTH mischt mit, die Dialego AG und die Cowork AG.

Auf 287 Quadratmetern geht um technologiebasierte Veränderungen des urbanen Raumes. Jede/r ist dort willkommen, der/die Ideen hat, wie Aachen nach vorne gebracht werden kann und endlich zu der Stadt wird, die es gern sein möchte: attraktiv, mit hoher Aufenthaltsqualität und wenig Autoverkehr, mit viel Grün und mit in Wohnungen und Studios verwandelte Leerstände, divers und mit einer Innenstadt, in der sich Arbeitswelt und Wohnen gut verbinden.

Ein Reallabor soll entstehen für die Frage, wie Aachen eine Smart City werden kann??? 32 Monate soll das „Oecher Lab“ funktionieren. 2,22 Millionen Euro stehen zur Verfügung, die Hälfte des Geldes kommt aus Düsseldorf von der Landesregierung.

Das „Oecher Lab“ von innen. Noch leer, Was hier erfunden wird, darauf darf man gespannt sein.

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Streit im Schulausschuss und Stress wegen dem Öcher Schängche. Update: Stellungnahme zum Fall Uwe Brandt

Eine regelrecht feindselige Atmosphäre herrschte dieser Tage im Schulausschuss der Stadt Aachen. Sehr unschön. Man hatte sich extra mit Abstand in die große Club Lounge im Tivoli begeben, damit sich niemand ansteckt. 

Es finden zur Zeit nur die allerwichtigsten politischen Treffen statt. Es kann nämlich nicht alles ausfallen: Ein paar wenige Dinge müssen entschieden werden, sonst verpasst man Termine/Fristen oder Fördergelder gehen einem durch die Lappen oder sonst etwas Schreckliches passiert. 

Statt voran zu machen maulten nun SPD und CDU im Schulausschuss rum: Die Versammlung hätte gar nicht stattfinden dürfen, sie hätten Fragen, wollten aber diese nicht stellen um die Sitzung nicht in die Länge zu ziehen (was sie gleichwohl taten) und führten sich auf wie die beleidigt Leberwurst, weil die Mehrheit befand: Die Sitzung findet statt.  

Im Schulausschuss ging es dann um die Gesamtschule in Laurensberg. Die hat jedes Jahr zu wenig Neuanmeldungen (die Bezirksregierung erwägt die Schließung) und gleichzeitig müssen jedes Jahr über 100 Kinder in den übrigen Aachener Gesamtschulen abgewiesen werden, finden keinen Platz. Ein Paradox. 

Die Gesamtschule in Laurensberg (Heinrich-Heine-Gesamtschule) macht sich derzeit attraktiv. Sie will mit den erforderlichen 100 Kindern ins neue Schuljahr starten und in ein paar Jahren in die leerstehende, sanierte Schule am Kronenberg umziehen. Das Gebäude dort ist geeignet, zumindest wenn die Schule vierzügig bleibt, so wurde mitgeteilt. Es gab im Ausschuss 1. viele Informationen, 2. eine Abstimmung und für die Gesamtschule Laurensberg jetzt 3. Hoffnung auf einen Umzug in mehreren Jahren. 

Kämpfen seit Monaten für den Erhalt ihrer Schule: Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und die Politiker*innen der Grünen in Aachen. Die Heinrich-Heine-Gesamtschule (HHG) befindet sich in Laurensberg an einem für eine Gesamtschule ungünstigen Ort. Foto: Archiv

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Nicht weniger sonderbar war die Sitzung der Bezirksvertretung, die mit einer glatten Erpressung begann. Eine Gruppe möchte der Stadt Aachen ein 45.000 Euro teures Denkmal (1,80 Meter hoch, Bronze) schenken, will es in der Hartmannstraße am Elisenbrunnen aufstellen und falls dieser Standort nicht genehmigt wird, „wird der Förderverein das Denkmal nicht schenken“. So setzte man den Politiker*innen die Pistole auf die Brust. 

Das Denkmal zeigt das Öcher Schängche, Polizist Noppeney und Marktfrau Tante Hazzor – 180 Zentimeter hoch. Die Darstellung ist – freundlich gesagt – sehr konservativ (wir berichteten). Also – ehrlich gesagt – ist sie geschmäcklerischer Kitsch, ziemlich einfältig, spießig, ja dumm und  langweilig. Den Politikern der CDU gefällt sie sehr, auch der FDP übrigens, aber diese Leute verstehen ja wirklich was von Kunst im öffentlichen Raum und wir liegen hier bei AachenNews bestimmt völlig falsch. 

Eine Politiker-Entscheidung gab es nicht. Angeboten wird ein Standort an der Barockfabrik, aber den wollen die Schängchen-Freunde nicht. Das Schängche hat im Mai Geburtstag, bis dahin sollte das Denkmal eigentlich stehen. Unwahrscheinlich, dass das noch klappt. Aber wenn auch, so ist es vielleicht passend, weil es jedem Touristen zeigt, wie sehr von vorgestern der Kunstgeschmack von Teilen der Aachener Politik doch ist. 

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Da wir schon mal bei der Kunst sind: ein paar Infos zum Suermondt-Ludwig-Museum in der Wilhelmstraße. Dort sollte im vorigen Jahre eine große Dürer-Ausstellung  eröffnet werden. Daraus wurde nichts (Corona), so plant man für dieses Jahr (18. Juli bis 24. Oktober) Wenn das mal gut geht . . . !?

Das Museum war 2 Jahre geschlossen. Es wurden für 2,5 Millionen Euro eine neue Klimaanlage, neue Technik und Beleuchtung installiert und Räume saniert. Jetzt ist es fertig und sieht traumhaft schön aus. Leider menschenleer. Mehr hier

Museumschef Peter van den Brink will dort seinen Posten im nächsten Jahr aus Altersgründen räumen. Es wird für das Suermondt-Ludwig-Museum ein neuer Museumsleiter gesucht. Auch das Ludwig Forum an der Jülicher Straße sucht eine/n neue/n Chef/in. Es wird nach dem viel bedauerten Weggang von Andreas Beitin seit zwei Jahren kommissarisch geleitet.

Zunächst wurde mit wenig Erfolg nach einem Nachfolger für den Museumschef gesucht. Kein Wunder, dass sich kaum jemand bewarb, wenn man die Umstände kennt, unter denen Andreas Beitin Aachen verlassen hat. Erst seit eine Personalagentur mit der Suche nach einem Nachfolger betraut wurde, scheint die Bewerberlage sich zu bessern.

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Unterdessen haben mehr als 70 Künstlerinnen und Künstler und Mitarbeiter des Grenzlandtheaters (im Wortlaut, s. unten) sich massiv für Bühnenchef Uwe Brandt und seinen Verbleib am Theater eingesetzt.

Der Chef vom Grenzlandtheater ist in Schwierigkeiten, weil er mit einem Wagen des Theaters mehrfach in Urlaub gefahren ist (er hat das als Fehler eingestanden und die Kosten gezahlt). Eine FDP-Politikerin hatte offenbar nichts Besseres zu tun, als die Bezirksregierung in Köln zu informieren, und so ist jetzt das Landeskriminalamt (LKA) und die Staatsanwaltschaft an dem Fall dran und die Weiterbeschäftigung von Uwe Brandt, (als künstlerischer Leiter seit 11 Jahren sehr erfolgreich) ist unsicher.

Der Vorwurf der Korruption steht im Raum. Das Grenzlandtheater ist eines der wenigen Theater in Deutschland, das so erfolgreich ist, dass es ohne Subventionen auskommt. Tja.

Hier weiterlesen. Und hier: weiterlesen.

Es hätte im Fall Uwe Brandt bestimmt gereicht, ihm eine deftige Abmahnung zu verpassen, dass er alle Kosten erstatten muss und dass er statt einer Vertragsverlängerung für 4 Jahre nur eine für 2 Jahre bekommen hätte.

Stellungnahme der Künstler*innen und der Mitarbeiter*innen:

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Üble Masche

Sachen gibt’s! Da bekommt man plötzlich einen Anruf und es wird einem mitgeteilt, dass Viren deinen Computer befallen haben oder das Gerät gehackt wurde. So ein Quatsch.

Nur, dass einige Leute in der StädteRegion sich bequatschen lassen, auf ein vermeintliches „Hilfsangebot“ eingehen und dann Daten und Kennworte rausgeben, was natürlich ein Fehler ist. Die Polizei informiert deshalb:

„In den letzten Tagen teilten angebliche Mitarbeiter eines Softwareunternehmens Bürgerinnen und Bürgern in der StädteRegion telefonisch mit, dass ihr PC, Laptop, Tablet oder Handy gehackt wurde. Die Anrufer gaben an, dass sie die Sicherheitslücke per Fernwartung schließen könnten.“

Mehrfach sei den Tätern der Zugriff auf die entsprechenden Geräte ermöglicht worden. In einigen Fällen sei es den Tätern gelungen, sensible Daten auszuspähen und anschließend Banküberweisungen zu tätigen. 

Die Polizei warnt: 

– Technischer Support erfolgt immer auf Anfrage eines Kunden, nicht umgekehrt.

– Grundsätzlich erfolgt der Kontakt per E-Mail

– Beenden Sie sofort das Gespräch und wenden Sie sich an die Polizei.

Mehr Infos bei der Verbraucherzentrale: hier

Die Polizei gibt mal wieder Tipps und warnt vor einer Falle.
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Bekommt Aachen einen Bürgerrat? – Mitglieder werden ausgelost

Die Aachener Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen begrüßt die „Initiative Bürgerrat für Aachen“ und sagte jüngst zu, diese nach Kräften zu unterstützen.

Die Idee, dass zufällig ausgewählte Aachener*innen die drängenden Themen unserer Stadt intensiv diskutieren und so die Zukunft aktiv mitgestalten, „bietet eine tolle Chance für einen frischen Blick und neue Ideen für die Entwicklung unserer Stadt“, teilt Sibylle Keupen mit.

In einem Bürgerrat werden kommunalpolitische Themen in einem – zu diesem Zweck einberufenen und durch Losverfahren ausgewählten – Gremium diskutiert und im Anschluss Empfehlungen in Form eines Bürgergutachtens ausgesprochen.

Die Einführung eines permanenten Bürgerdialogs in Form von Bürgerräten hat das Parlament der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens bereits seit Februar 2019 etabliert. In Deutschland haben erst wenige Kommunen dieses neue Partizipationsmodell erprobt. 

Die Initiatoren des Aachener Bürgerrates hatten sich unter dem Titel „Öcher machen Politik“ mit einem Schreiben an die Aachener Oberbürgermeisterin gewandt. Der Antrag wird in Abstimmung mit den Ratsfraktionen im Bürgerforum (fällt wegen Corona bisher immer aus) vorgestellt und dann weiter politisch beraten.

Werbung für den Bürgerrat: Fenster des Fraktionsbüros der Fraktion Zukunft.

Zum Weiterlesen (falls Bezahlschranke gefallen ist): https://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/mehr-mitsprache-fuer-eine-lebendige-demokratie_aid-55793639

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100 Tage Oberbürgermeisterin – Sibylle Keupen lädt Bürger*innen zum Dialog ein

Am 9. Februar ist Sibylle Keupen 100 Tage im Amt der Oberbürgermeisterin (OB). Interviews mit der Presse sind zu diesem Anlass üblich. Die OB bezieht jetzt aber erstmals auch Bürger*innen in den Dialog mit ein.

„Mir ist klar, dass ich in Corona-Zeiten mit den Bürger*innen nicht den persönlichen Kontakt aufnehmen kann, den ich mir dringend wünsche“, so Keupen. Deshalb lädt sie erstmals zu einem Online-Austausch ein. Geplant ist eine Video-Konferenz, zu der sich Interessierte bis zum 11. Februar unter der Mailadresse 100tage_oberbuergermeisterin@mail.aachen.de anmelden können.

Benötigt werden der Name, eine Telefonnummer und das Thema, über das du mit der Oberbürgermeisterin sprechen möchtest. Zehn Bürger*innen werden ausgelost. Am 17. Februar können sie dann von 18 bis 19.30 Uhr per Zoomkonferenz direkt mit Sibylle Keupen ins Gespräch kommen. Damit auch weitere Bürger*innen die Gelegenheit haben, aktiv teilzunehmen, wird das Gespräch auf dem YouTube-Channel der Stadt Aachen live übertragen.

Fragen, Anmerkungen und Kommentare sind per Chat möglich. In den ersten 100 Tagen habe sie viel auf den Weg gebracht. Bürger*innendialog, Klimawandel, Mobilität und gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung seien die großen Themen, sagt Keupen.

Trotz der langen, arbeitsreichen Tage genießt sie die neue Aufgabe. Sie sagt: „Ich habe viel auf der Agenda. Spannendes, Herausforderndes und auch Bewegendes. Besonders wichtig ist mir aber, nah an den Menschen dieser Stadt zu sein, ihre Sorgen und Nöte zu kennen.“ 

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